Superflux Lumiled parallel mit Vorwiderstand

Hi Folks,

Obwohl ich schon ein paar Blicke in Elektronikbücher für Anfänger geworfen habe, ist die Berechnung des Vorwiderstandes bei dieser Schaltung http://www.4uweb.de/www/schaltung.gif für mich anscheinend ein schier unlösbares Problem geworden.
Die LED’s haben eine Spannung von 2,3 Volt bei 50mA (pro LED). Als Batterie dienen reihengeschaltet zwei Ladyzellen mit je 1,5 Volt (also 3V).

Habt Gnade und veratet mir die Formel.

Ich weiß, man sollte die LED’S nicht parallel schalten. Geht aber.

TNX & CU Fr@nkie

The Truth Is Out There … ;o)

U spannung Led=3V-2,3V=0,7V

R Vorwiderstand=0,7V/0,05A*4
R=3,5 Ohm
Nimm einen 10 Ohm Widerstand und du bist auf der sicheren Seite…
Ich würde aber nur 40mA darüberschalten pro Led…

An einer nornmalen Led fallen 0,7V Spannung ab…d.h bei 3V Betriebsspannung müßen am Vorwiderstand 2,3V abfallen…
Jetzt brauchst du noch die Stromstärke bei der die Led zu leuchten anfängt…normal 10mA…Low Current Leds benötigen sogar nur 1mA…
Und laut Ohmschen Gesetz kannst du dir schon den Vorwiderstand berrrechnen.
In deinem Fall sind es 4 Leds die parallel betrieben werden d.h über jede Led müssen 50mA rübergehn…4*50ma=200mA
Ich hoffe du kennst dich jetzt ein wenig besser aus…:smile:
grüsse

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Hallo,

Schaltung http://www.4uweb.de/www/schaltung.gif
Die LED’s haben eine Spannung von 2,3 Volt bei 50mA
(pro LED).
Als Batterie dienen reihengeschaltet zwei Ladyzellen mit je
1,5 Volt (also 3V).

Die Spannung 3V ist zu idealisiert betrachtet.
Wenn die Zellen noch richtig voll sind, haben sie bis
ca. 1,75V Leerlaufspannung (also unbelastet, kein Strom
fließt).
Unter Belastung (bei z.B. 200mA) wirkt aber auch der
Innenwiderstand der Zellen. Dieser ist aber abhängig von
Typ der Zelle und auch vom Entladezustand (nimmt meist
noch zu, wenn die Zellen entladen werden).

Wenn die Zellen entladen werden, sinkt die Spannung also
ab, theoretisch bis auf 0V.
Da Du nach eigener Aussage ca. 2,3V brauchst, kann die
Sache eh nur Funktionieren, solange die Zellen mehr
als ca. 1,15V haben.

Die Berechnung des Vorwiederstandes muß nun erstmal die
max. Spannung berücksichtigen.
Also z.B. ca. 1,7V pro Zelle -> 3,4V Gesamt

Über den Vorwiderstand soll ja der Strom begrenzt werden
und wir wissen schon, daß ja die LED ca. 2,3V brauchen.
Die Differenz von ca. 1,1V muß also über den Vorwiderstand
abfallen.
3,4V - 2,3V = 1,1V -> R = U/I -> R = 1,1V / 0,2A = ca. 5,5Ohm

Aber beachte, bei 1,1V und 0,2A wird eine Verlustleistung
von ca. 0,22W umgesetzt. Der Widerstand wird heiß !
Hier zur Sicherheit also eine Bauform wählen, die mind.
0,5W (oder besser 1W) verträgt.

Der Vorwiderstand kann auch zusammengesetzt werden.
z.B. 2 x 10 Ohm paralell = 5 Ohm -> max. Strom wäre knapp
über 50mA, ist aber unkritisch.

Viel problematischer ist nun, daß die Zellen mit der
Entladung immer weniger Spannung hergeben.
Bei 2 mal 1,3V wären es noch ca. 2,6V Gesamtspannung.
-> Spannung über den Vorwiderstand nur noch ca. 0,3V
-> Strom über die 5 Ohm nur noch ca. 60mA !!!

Die Zellen sind zwar noch lange nicht leer, aber die
LED funzeln nur noch wenig.

Besser ist, Akkus zu verwenden. Die haben einen fast
konstanten Spannungsverlauf von ca. 1,25V …1,20V über
die gesamte Entladezeit.
Natürlich brauchst Du dann mind. 3 Zellen -> ca. 3,6V

Da jetzt die Spannung über den Vorwiderstand auch größer
ist, wird der Strom auch nicht so heftig auf Änderung der
Entladespannung reagieren.

Habt Gnade und veratet mir die Formel.

Selbst so eine einfache Sache ist letzlich gar nicht mehr
so einfach, wenn man eine halbwegs optimale Lösung will.

Ich weiß, man sollte die LED’S nicht parallel schalten.
Geht aber.

Das ist tatsächlich kein Problem, wenn die LED vom gleichen
Typ und möglichst noch aus einer Charge stammen.

Die Schaltung wäre aber noch stabiler und besser, wenn
Du jeder LED einen eigenen Vorwiderstand spendierst,
z.B statt einmal 5 Ohm besser 4 x 20 Ohm (oder 22 Ohm).
Die dürfen dann auch kleiner sein, weil ja nur 1/4
Verlustleistung verbraten werden muß.
Gruß Uwi

Hi,
LUMILED SuperFlux LEDs haben, je nach Typ(Lichtfarbe), verschiedene Spannungen.

Beispiel aus dem Datenblatt(DS05-11/07/02)
HPWA-xH00 - DC Forward Voltage: Umin=1,83; Utyp=2,1; Umax=2,67 V

Es ist deshalb schon wichtig, die genaue Typenbezeichnung zu wissen, um Dir weiterzuhelfen.

mfg
Wolfgang

P.S.
Das grundsätzliche wurde ja schon erklärt.

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Hallo Fr@nkie!

Die Formel zur Berechnung des Widerstandes hast du ja nun bekommen. Ich will noch ein paar Anmerkungen dazu machen. Wenn du die LEDs schon parallel schaltest, dann mach’s wenigstens so, wie hier empfohlen wurde, daß du jeder LED einen eigenen Vorwiderstand spendierst. Ansonsten wird sich der Strom nicht gleichmäßig auf die LEDs verteilen, sondern die mit der kleinsten Durchlassspannung wird den höchsten Strom ziehen. Bei LEDs mußt du mit dem Differentiellen Widerstand rechnen. Da die Halbleiter extrem steile Strom/Spannungs-Kennlinien haben, werden sich geringste Unterschiede in der Durchlassspannung bei Parallelschaltung in sehr großen Unterschieden im Strom wiedespiegeln. Die Folge sind deutliche Helligkeitsunterschiede.

Noch was: Bei LED Taschenlampen wird oft gar kein Vorwiderstand eingebaut. Der Innenwiderstand der Batterie besorgt die Strombegrenzung. Das ist zwar Pfusch, und jedem Elektroniker stellen sich dabei die Nackenhaare, aber es funktioniert. Zumindest bei den Mini-LED-Lampen mit Knopfzellen und nur einer LED.

Was deine Batterien an maximalem Strom bringen, bzw. welchen Innenwiderstand sie haben, solltest du vorher messen oder anderweitig (Datenblatt, Hersteller) in Erfahrung bringen. Ich schätze mal, daß der in einer Größenordnung ist, den man in deinem Fall nicht mehr vernachlässigen kann. Was nützt dir eine schöne Formel, wenn die harte Wirklichkeit dann dach ganz anders aussieht?

Deshalb die Alternative: Probieren! Nach dem Motto: Versuch macht kluch.
Probier mal mit einer LED und 3 Ohm (oder 3,2) Vorwiderstand. Schalte eine Amperemeter mit in Reihe und mess den Strom. Ist er kleiner 50 mA, nimm den nächst kleineren Vorwiderstand, usw…
Keine Sorge. So ne LED hät kurzzeitig auch mal locker den doppelten Nennstrom aus. So schnell gehn die nicht kaputt.

Viel Erfolg!

Gruß,

Thomas.