Superminister

Kurze, einfache Frage aus der Schweiz: Was ist ein Superminister? Was unterscheidet ihn von einem normalen Durchschnittsminister?
Vielen Dank!

Kurze, einfache Frage aus der Schweiz: Was ist ein
Superminister? Was unterscheidet ihn von einem normalen
Durchschnittsminister?

Wie jede Worthülse sagt dieses wort eigentlich nicht wirklich etwas aus. Die derzeit dieskutierten SM werden Zuständigkeitsbereiche erhalten, die früher (oder traditionell) auf ein oder mehrere Minister/ien verteilt waren. So wird Clement die Bereiche „Wirschaft“ und „Arbeit“ leiten und die Schmidt die Bereiche „Gesundheit“ und „Rente“.

Gruß
Christian

Kurze, einfache Frage aus der Schweiz: Was ist ein
Superminister? Was unterscheidet ihn von einem normalen
Durchschnittsminister?
Vielen Dank!

Hallo,

mal ganz fies ausgedrückt, er kann besser an der Wahrheit vorbeireden, als ein normaler Minister.

Eichel kann nicht Superminister werden, denn er musste ja kurz nach der Vorstellung des neuen Regierungsprogrammes, schon wenige Stunden später lügen.
Er kannte angeblich zu diesem Zeitpunkt noch nicht die neueste Steuerschätzung für September, die zu niedrig ausfiel.

Eichel lüg in Zukunft gekonnter, denn Schröder fackelt nicht lange mit schlechten Lügnern!

Schönen Tag noch

Gerd

-)

Kurze, einfache Frage aus der Schweiz: Was ist ein
Superminister? Was unterscheidet ihn von einem normalen
Durchschnittsminister?
Vielen Dank!

Ich denke, daß „super“ im Wort „Superminister“ nichts mit „überdurchschnittlich“ zu tun hat, sondern mit dem lateinischen Adverb „super“, das soviel wie „darüber“, „oben“, „oberhalb“ bedeutet. Ein „Superminister“ ist also einer, der irgendwie über den Ministern anzusiedeln ist, wahrscheinlich aufgrund des großen Aufgabenbereichs. Der Begriff kam, glaube ich, zuerst auf, als Karl Schiller 1971/72 sowohl das Bundeswirtschafts- als auch das Bundesfinanzministerium leitete und damit eine Position innehatte, die quasi „oberhalb“ der beiden Ministerien lag. Die Kombination Finanzen und Wirtschaft gilt heute aber eher als problematisch, da sich die Interessen von Finanzministerium und Wirtschaftsministerium in gewisser Weise widersprechen.

Nebenbei gesagt hat das Wirtschaftsministerium schon lange keine so große Bedeutung mehr wie früher, so daß eine Zusammenlegung mit dem Arbeitsministerium, das auch nicht mehr so umfangreiche Aufgabenbereiche umfaßt wie noch in den 80er Jahren, kaum den „Titel“ eines „Superministeriums“ umfaßt. Man merkt dies auch daran, daß alle möglichen Zusammenlegungen nun als „super“ angepriesen werden, so als ob das einzige, was die heutige Regierung zu bieten hätte, die Zusammenlegung von Ressorts wäre. Ach, ich vergaß … das ist ja auch so. (Und die Idee ist noch nicht einmal die des amtierenden Bundeskanzlers. Ts ts ts)

Freundliche Grüße,

Oliver