Suppenkellen-problem

ich hab eine frage zu einer bestimmten kraft, die in folgender situation wirkt:

wenn ich eine großen topf mit suppe habe und die suppenkelle eintauche, um meinen suppenteller zu füllen, dann fällt der tropfen an der unterseite der kelle nicht runter, wenn ich die bewegung schnell ausführe, er fällt aber runter, wenn ich die bewegung langsam ausführe. und das liegt nicht an der benötigten zeit, denn mit einer schnellen bewegung kann ich den tropfen wesentlich länger sicher transportieren als er die gleiche zeit bei langsamer bewegung halten würde.

warum ist das so ?
und hat das phänomen einen namen ?
oder bilde ich mir das nur ein, dass der tropfen durch die schnelle bewegung irgendwie an der kelle gehalten wird ??

vielen dank im voraus
femme_revoltee

Nicht alles, was sich ereignet, ist ein Phänomen, und braucht erstrecht keinen Namen.

Obwohl mir das nicht so bekannt ist, weil ich den Topf neben den Teller stelle oder den Teller neben den Topf halte: Ein Erklärung hätte ich.

Zur Tropfenbildung muss sich ja eine Mindestmenge an einem Punkt der Kellenunterseite sammeln. Wenn nur schüttelst, verteilt sich die Flüssikeit über die Oberfläche, und es dauert, bis sie sich wieder sammelt.

Zoelomat

ab zum Parabelflug!
Hallo!

denn mit einer schnellen bewegung kann ich
den tropfen wesentlich länger sicher transportieren als er die
gleiche zeit bei langsamer bewegung halten würde.

Hier nennst du doch gerade ein Argument dafür, dass die Zeit doch eine Rolle spielt.
Ich verstehe es aber nicht.

Mir fällt dazu folgendes ein:

  1. Es gibt eine bestimmt Wahrscheinlichkeit, mit der ein Tropfen von der Kelle fällt; zB fällt bei einer Sekunde Tragezeit mit 70 %iger Wahrscheinlichkeit ein Tropfen. Wenn ich nun die Zeit verkürze, verkleinert sich damit auch die Wahrscheinlichkeit: Bei einer halben Sekunde wäre die Wahrscheinlichkeit nur noch 35 %.
  2. Es fällt immer ein Tropfen herunter, doch braucht er eine kurze Zeit, um sich von der Kelle zu lösen. Wenn man in dieser kurzen Zeit aber die Kelle schon über dem Teller hat, dann fällt er nicht auf den Tisch.

Ich weiß aber nicht, inwiefern da was dran ist.

Ich bewege die Kelle immer wie auf einem Parabelflug.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Parabelflug)
Während des Aufstiegs bewege ich die Kelle noch über der Schüssel, der Scheitelpunkt der Parabel liegt über dem Schüsselrand, und der Abstieg findet dann vom Schüsselrand bis zum Teller statt. Während des Abstieges herrscht in der Kelle Schwerelosigkeit und eventuelle Tropfen fallen nicht herunter. (besser: Kelle und Tropfen fallen gleich schnell nebeneinander.)
Sagen wir mal, ich hebe die Kelle dazu 30 cm hoch. Ein Tropfen braucht, um 30 cm zu fallen Wurzel t=(2*S/a)=0.25 s.
S ist die Fallstrecke (0.3 m) und a ist die Fallbeschleunigung (rund 10 m/s² auf der Erde).
Sagen wir mal weiter, der Abszand von der Schüssel zum Teller beträgt 20 cm. Der Tropfen muss also mind. eine vertikale Geschwindigkeit von 0.2 m/0.25 s=0.8 m/s haben, um auf dem Teller aufzuschlagen.
Diese Geschwindigkeit muss die Kelle ihm mitgeben.
nochmal der Ablauf:
Links auf dem Tisch steht eine große Suppenschüssel; rechts daneben im Abstand von 20 cm ein Teller. Nun tauche ich eine Suppenkelle in die linke Seite der Suppenschüssel. Jetzt nehme ich die Kelle heraus und bewege sie nach rechts zum Schüsselrand. Dabei muss ich die Kelle mind. 30 cm anheben und sie muss über dem Schüsselrand eine vertikale Geschwindigkeit von 0.8 m/s haben.
Genau über dem Schüsselrand löst sich nun ein Tropfen. Dieser braucht 0.25 Sekunden, um auf den Boden zu fallen. Der Tropfen bewegt sich aber auch mit 0.8 m/s nach rechts fort, da er ja von der sich so schnell bewegenden Kelle abfällt. Der Tropfen braucht also, um die 20 cm lange Strecke zwischen Schüssel und Teller zurückzulegen, 0.25 Sekunden. Er fällt also genauso lange, wie er für die Entfernung Schüssel-Teller bracht. Er fällt nach schräg rechts unten und erreicht genau den Teller.

Ob meine beiden Vermutungen oben zu deinen Beobachtungen was taugen, was ich nicht. Mach’s im Zweifel wie ich und schick die Tropfen auf einen Parabelflug :smile:

Gruß
Paul

PS: Gerade fällt mir ein, dass beides wahrscheinlich zusammengehört.
Keiner bewegt ja, wenn er ne Suppe aus ner Schüssel holt, die Kelle senkrecht nach oben, dann parallel zur Tischplatte über den Teller und dann über dem Teller wieder senkrecht nach unten. Man macht das ja eher in einem Bogen, der dann Parabelähnlichkeit hat. Oder meistens sind Schüsseln ja auch höher als Teller, sodass man dann eine halbe Parabel beim Runterbewegen hat.
Und dann ist es eben wichtig, wie hoch die vertikale Geschwindigkeit der Kelle und somit auch die des herunterfallenden Tropfens ist.

ich hab eine frage zu einer bestimmten kraft, die in folgender
situation wirkt:

wenn ich eine großen topf mit suppe habe und die suppenkelle
eintauche, um meinen suppenteller zu füllen, dann fällt der
tropfen an der unterseite der kelle nicht runter, wenn ich die
bewegung schnell ausführe, er fällt aber runter, wenn ich die
bewegung langsam ausführe. und das liegt nicht an der
benötigten zeit, denn mit einer schnellen bewegung kann ich
den tropfen wesentlich länger sicher transportieren als er die
gleiche zeit bei langsamer bewegung halten würde.

warum ist das so ?
und hat das phänomen einen namen ?
oder bilde ich mir das nur ein, dass der tropfen durch die
schnelle bewegung irgendwie an der kelle gehalten wird ??

bin jetzt nicht ganz sicher, ob du das meinst, was ich denke, das du meinst, aber wenn es das ist, dann ist das ein ähnliches phänomän wie wenn man etwas in wasser taucht und schnell rauszieht. die kohäsion eines wassertropfens kann sich nur mit einer bestimmten geschwindigkeit nachlassen - also mit der geschwindigkeit, die das fluid zulässt(kohäsion = innere reibung = molekülkräfte = viskosität).
ganz extrem wird das bei honig sichtbar. je schneller man den löffel rauszieht, desto mehr hat man dran. Ist man zu langsam, läuft einem alles davon.

Ich weiss zwar nicht wie stark die Kraft ist, aber wenn man sich den Querschnit der Kelle als Flugzeugtragfläche vorstellt, die verkehrt herum steht, dann müsste man auf der Seite, auf der die vorbeiströmende Luft einen längeren Weg in gewisser Zeit zurücklegen muss (Kellenunterseite ) doch einen Unterdruck feststellen können,genau wie der beim Flugzeug, der es in der Luft hält.D.h. umso schneller man die Kelle bewegt, desto höher wird der Unterdruck und desto stärker die Kraft die den Tropfen an der Kelle hält. Ergo müsste der Tropfen länger hängenbleiben.
Ich bin mir aber alles andere als sicher, dass diese Kraft bei der Kelle und zudem bei solch relativ geringen Geschwindigkeiten überhaupt groß genug ist, um die Haltezeit so drastisch zu verlängern. Tendentiell würde ich eher zu Nein tendieren.

Haftung?
Der Suppentropfen haftet an der Suppenkelle. Aber nur eine bestimmt Zeitlang.
Das Gewicht des Suppentropfens läßt ihn nach einer gewissen Zeit dann doch herunterfallen.
Er überwindet die Haftung , oder?
Wo ist das Problem?

zumal …
… zumal weiter Suppenmoleküle von der Suppenkelle sich in diesem zu fallen wünschenden Tropfen sammeln.
Der Tropfen vergrößert sich und fällt.
Toll! Oder?

Suppenmoleküle

Was es alles gibt! Man lernt doch immer noch dazu!

Toll! Oder?

Ja, toll! Du hast es erkannt!

warum ist das so ?

Hallo

Durch die Bewegung nach oben entsteht an der Unterseite der Kelle ein Unterdruck der den Tropfen hält.

Hydromechanik Bernoulli-Gleichung

Gruss

Molekulare Küche
Moin,

ich hätte auch noch eine Erklärung.
Durch die Seitwärtsbewegung der Kelle wird der Tropfen etwas in die Breite gezogen. Dadurch vergrößert sich die Fläche, mit der er an der Kelle haftet.

Olaf