Swimmingpool-Abdeckung: wassersparend?

Hallo,

wenn seinen Außen-Swimmingpool bei Sonne und Temperaturen wie jetzt wegen Verreisens für mehrere Tage mit einer Plane verschließt:

Spart man dann Wasser, weil weniger verdunstet?
Oder bildet sich unter der Plane ein Wärmestau, der noch mehr Wasser verdunsten lässt, das sich dann durch Ritzen entweicht?

Grüße
Carsten

Hallo Carsten

wenn seinen Außen-Swimmingpool bei Sonne und Temperaturen wie jetzt wegen Verreisens für mehrere Tage mit einer Plane verschließt:
Spart man dann Wasser, weil weniger verdunstet?

Im Endergebnis Ja.

Oder bildet sich unter der Plane ein Wärmestau, der noch mehr Wasser verdunsten lässt…

Auch das ist korrekt, aber…
Die Luftfeuchtigkeit kondensiert an der Plane und tropft in den Pool zurück.

Nach diesem Prinzip kann man auf einer einsamen Insel ohne Quellen Trinkwasser erzeugen. Man gräbt ein Loch in den feuchten Ufersand, stellt mitten darin eine leere Konservendose auf, deckt das Loch mit einer Plastikplane ab, welche man rings herum mit auf den Planenrand geschaufeltem Sand beschwert. in die Mitte der Plane - über die Konservendose - legt man einen Stein, so dass die Plane trichterförmig eingedellt wird.

Die Sonnenwärme bringt jetzt die Feuchtigkeit des Sandes unter der Plane zum Verdunsten, diese kondensiert unter der Plane, rinnt an der Plane bis zur tiefsten Stelle unter dem Stein und tropft dort in die Konservendose.

Hab ich, nachdem ich das in einer Survival-Broschüre gelesen habe, mal auf einer Sandbank in der Loire ausprobiert. Es funktioniert, aber die Ausbeute war mager.

Gruß merimies

Hallo!
So eine Plane ist immer gut.
Wasserverlust entsteht ehr durch die Verdunsung bei Wind, der über die Oberfläche streicht,
das können schon paar mm pro Tag sein.

Weiterhin, verhindert eine Plane den Schmutzeintrag.
Und, was ganz besonders wichtig ist,
eine lichtundurchlässige Plane verhindert auch,
dass Licht in das Wasser eindringt. Das bedeutet, dass Algenwachstum nicht mehr möglich ist. So kann Dir das Wasser also nicht „verrecken“.

Das ist nähmlich bei den derzeitigen Temperaturen ein echtes Problem,
wenn man da nicht jeden 2. Tag nachschaut, und gegebenenfalls eingreift,
kann Dir nach 1 Woche Abwesehneit das Wasser in ungünstigen Fällen so derart umkippen,
dass Du eine Woche brauchst, bis es wieder klar ist,
manchmal bekommt man es garnicht mehr hin.

Mit lichtundurchlässiger Plane brauchst du keinen Nachbarn zu bemühen,
und kannst da 8 Wochen verreisen,
das Wasser bleibt klar.

Grüße, E !

Hallo E,

ganz herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort. Besonders interessant ist der Satz:

Mit lichtundurchlässiger Plane brauchst du keinen Nachbarn zu bemühen, und kannst da 8 Wochen verreisen, …

Ich habe vor ein paar Tagen eine Anfrage in einem großen Poolforum gestellt, meine vielen Fragen wurden aber nur teilweise beantwortet. Ich hänge das mal unverändert hier an, zunächst erkläre ich den Hintergrund meiner Probleme und dann kommen die Fragen:

Hallo,

eigentlich hätte ich, genauso wie mein Vor-Vor-Schreiber Postilion, „eigentlich wollte ich gar keinen Pool“ als Überschrift nehmen können. Aber die Gründe sind bei mir anders und ich habe viel mehr Fragen.

Zunächst mal zum Hintergrund: Meine Frau und ich werden demnächst auf Teneriffa leben, das zu den kanarischen Inseln gehört, die sich „Inseln des ewigen Frühlings“ nennen. In Puerto de la Cruz auf der kühleren Nordwestseite, wo es schön grün ist, sind es im Sommer tagsüber 25° bis 30°, nachts 18° bis 20°, im Winter tagsüber 20° bis 25° und nachts kaum kälter als im Sommer. Wir haben hier ein Haus gemietet mit Aussicht über den Ort hinweg aufs Meer und von der anderen Seite her in die Berge. Und es hat einen Pool, 7,8 m lang, 3,8 m breit, also rund 45 m³ Wasser. Darin fährt ein kleiner Roboter herum, der nicht nur den Boden säubert, sondern auch die Wände hochkrabbelt. Da meine Frau und ich beide keine Wasserratten sind, wollten wir eigentlich gar keinen, aber das Haus ist so schön, dass wir den Pool „toleriert“ haben.

Wir haben beide Null-Poolerfahrung, deshalb bin ich hier nicht nur neu, sondern auch der Dumme. Ich habe mir zwar ein Buch gekauft, aber trotzdem sind Fragen offen. Die Vermieterin hat uns zwar einiges erklärt, aber viel Ahnung hatte sie nicht, weil die Arbeit ihr kürzlich verstorbener Ehemann gemacht hat. Sie vermietet das Haus, in dem sie bisher gewohnt hat, weil sie Puertoricanerin ist und nach dem Tod ihres deutschen Ehemannes in ihre Heimat zurückkehrt.

Zur Zeit laufen sowohl die Poolsteuerung als auch die Gartenbewässerung uhrgesteuert automatisch. Außerdem hat sie uns ihr Haus-Faktotum angedient, einen Mann, der alle zwei Wochen kommt, um den Garten zu pflegen und nach dem Pool zu schauen. Das Angebot haben wir zunächst gern angenommen, da wir als Neuankömmlinge auch so schon genug zu tun haben. Aber über Kurz oder Lang will ich die Arbeit selber machen, den Mann nur noch in Anspruch nehmen, wenn wir für längere Zeit verreisen.

Deshalb folgen jetzt viel dumme Fragen, und ich hoffe, ihr macht mich ganz, ganz schlau!

Die Vermieterin sagte, der Pool müsse immer bis 2 cm unter den Rand des Skimmers gefüllt sein. Nun ja, wenn der Wasserpegel tiefer läge, würden auf der Oberfläche herumschwimmende Schmutzteile nicht abgesaugt. Bisher (bin seit zwei Wochen hier) habe ich aber noch nie was herumschwimmen sehen, denn Büsche und Bäume stehen weiter entfernt. Spricht etwas dagegen, dass ich das Wasser auf ca. 40 cm Tiefe ablasse, wenn wir Besuch mit kleinen Kindern haben?

Laut ihrer Anweisung und Einstellung der Automatik muss die Pumpe jeden Abend und jeden Morgen jeweils vier Stunden laufen. Was geschieht da eigentlich? Wird das Wasser nur abgesaugt, gefiltert, und wieder eingefüllt, oder auch jedes Mal ein Teil erneuert?

Im Moment bin ich alleine hier im Haus, um Formalitäten zu erledigen. Bisher war ich nur zweimal kurz im Wasser. Muss die Pumpe trotzdem soviel arbeiten?

Wenn demnächst meine Frau hier ist: Der Arzt hat ihr wegen orthopädischer Beinprobleme Wassergymnastik empfohlen, allerdings nur zweimal je 10 Minuten am Tag. Muss auch dann die Pumpe soviel arbeiten wie schon gesagt?

Nächste Woche fliege ich nach D zurück, und weil wir noch viel zu erledigen haben, werden wir erst Anfang Oktober mit Möbeln und Hausrat hier eintreffen. Muss die Pumpe wirklich die ganze Zeit weiterarbeiten?

Spricht etwas dagegen, jetzt, und auch später, wenn wir für einige Tage oder gar Wochen verreisen, das Wasser ganz abzulassen?

Hier liegt übrigens ein Messinstrument zur Feststellung der Wasserqualität herum.

Gespannte Grüße

Ich bin sicher, du kannst mehrere Fragen kompetent beantworten.
Dank schon mal im Voraus!
Carsten

Hallo!

Nun, ich versuche mal,
mein möglichstes zu geben:

Ich selbst habe seit 11 Jahren einen Pool,
zuerst einen relativ kleinen, und nun, seit 7 Jahren auch einen recht großen, mit ebenfalls so ca. 45 m³.
Anfänglich hatte ich auch einige Probleme mit der Wasserpflege, auch mehrere Katastrophen, 2 x muste ich das komplette Wasser ablassen, weil ich es nicht mehr sauber bekommen habe.
Ich habe zuerst Chlor-Produkte benutzt, dann so auf eigen-Bastel-Chemie, also Kupfersulfat und Ammoniumsulfat gesetzt,
das hat aber alles nicht so richtig funktioniert,
inzwischen bin ich seit 5 Jahren auf so ein Mareva-System umgestiegen,
das basiert erstmal auf Wasserstoff-Peroxid, und 2 Zusatzstoffe, das funktioniert bei mir am besten.
Ich brauche mich da nur sehr wenig um den Pool zu kümmern. Und ist auch relativ billig.

Zunächst mal zum Hintergrund: Meine Frau und ich werden
demnächst auf Teneriffa leben, das zu den kanarischen Inseln
gehört, die sich „Inseln des ewigen Frühlings“ nennen. In
Puerto de la Cruz auf der kühleren Nordwestseite, wo es schön
grün ist, sind es im Sommer tagsüber 25° bis 30°, nachts 18°
bis 20°, im Winter tagsüber 20° bis 25° und nachts kaum kälter
als im Sommer.

Kenne ich, war dort mal im Urlaub.

Wir haben hier ein Haus gemietet mit Aussicht
über den Ort hinweg aufs Meer und von der anderen Seite her in
die Berge. Und es hat einen Pool, 7,8 m lang, 3,8 m breit,
also rund 45 m³ Wasser. Darin fährt ein kleiner Roboter herum,
der nicht nur den Boden säubert, sondern auch die Wände
hochkrabbelt. Da meine Frau und ich beide keine Wasserratten
sind, wollten wir eigentlich gar keinen, aber das Haus ist so
schön, dass wir den Pool „toleriert“ haben.

Wir haben beide Null-Poolerfahrung, deshalb bin ich hier nicht
nur neu, sondern auch der Dumme.

Der Dumme ist der, der nicht fragt.

Zur Zeit laufen sowohl die Poolsteuerung als auch die
Gartenbewässerung uhrgesteuert automatisch. Außerdem hat sie
uns ihr Haus-Faktotum angedient, einen Mann, der alle zwei
Wochen kommt, um den Garten zu pflegen und nach dem Pool zu
schauen. Das Angebot haben wir zunächst gern angenommen, da
wir als Neuankömmlinge auch so schon genug zu tun haben. Aber
über Kurz oder Lang will ich die Arbeit selber machen, den
Mann nur noch in Anspruch nehmen, wenn wir für längere Zeit
verreisen.

Na, das ist doch in Ordnung so.

Deshalb folgen jetzt viel dumme Fragen, und ich hoffe, ihr
macht mich ganz, ganz schlau!

Die Vermieterin sagte, der Pool müsse immer bis 2 cm unter den
Rand des Skimmers gefüllt sein. Nun ja, wenn der Wasserpegel
tiefer läge, würden auf der Oberfläche herumschwimmende
Schmutzteile nicht abgesaugt. Bisher (bin seit zwei Wochen
hier) habe ich aber noch nie was herumschwimmen sehen, denn
Büsche und Bäume stehen weiter entfernt. Spricht etwas
dagegen, dass ich das Wasser auf ca. 40 cm Tiefe ablasse, wenn
wir Besuch mit kleinen Kindern haben?

Ja, wenn ihr das Wasser tiefer ablasst, ist der Kreislauf der ganzen Filteranlage unterbrochen. Die Anlage würde dann Luft ansaugen. Das geht garnicht.

Ich weiss auch nicht, was bei Euch das Wasser kostet, oder wo ihr es herbekommt,
ich bemühe da auch einen Brunnen, oder den Gartenteich daneben, aber gleich mal 20 ³ kann ich da auch nicht entnehmen.
Aus der Wasserleitung kostet bei mir der m³ über 6 €, das will ich auch möglichst vermeiden.
Soweit mir meine Reise-Erinnerungen sagen, sieht es auf den Kanarischen Inseln mit dem Trinkwasser auch nicht so toll aus,
ein Reise-Führer hat mir mal gesagt, dass die da Tankschiffweise Trinkwasser aus Spanien gekauft haben, was so teuer war, dass da noch spätere Generationen dafür bezahlen müssen, und ein Teil davon würde eh durch defekte Wasserleitungen versickern.

Laut ihrer Anweisung und Einstellung der Automatik muss die
Pumpe jeden Abend und jeden Morgen jeweils vier Stunden
laufen. Was geschieht da eigentlich? Wird das Wasser nur
abgesaugt, gefiltert, und wieder eingefüllt, oder auch jedes
Mal ein Teil erneuert?

Also erneuert wird da nichts,
das Wasser wird durch einen Sandfilter geleitet,
normalerweise muss da noch Flockungsmittel zugegeben werden, sonst funktioniert die Filterung nicht. Auch muss der Filter immer mal manuell „rückgespült“ werden, damit die ausgefilterten Partikel entsorgt werden, sonst ist der Filter irgendwann verstopft.

Im Moment bin ich alleine hier im Haus, um Formalitäten zu
erledigen. Bisher war ich nur zweimal kurz im Wasser. Muss die
Pumpe trotzdem soviel arbeiten?

So laut den allgemeingültigen Regeln sollte das gesamte Wasser des Pooles jeden Tag 2 x durch den Filter laufen.
Das mache ich bei mir aber auch nicht, nicht mal ansatzweise,
weil es nach meiner Erfahrung bei „meinem Pool“ nicht nötig ist. Vorher , als ich noch das Chlor benutzt habe, war es aber nötig.

Das muss man langsam austesten,
das hängt auch von der Wasserqualität ab, man kann da keine allgemeinen Ratschläge geben.
Bei mir mache ich so aller 4 Wochen mal eine Grundpflege:
-3 Liter 50-% Wasserstoffperoxid rein.
-250 ml Algenvernichter.
-Desinfektionsmittel , dosiert nach Messung, um den empfohlenen Gehalt herzustellen.
Mehr nicht.
ph- Wert messen und einstellen, das ist aber erfahrungsgemäss nicht nötig, prüfen tue ich das aber trotzdem.

Filtern lasse ich täglich so eine Stunde, aber mehr um den Staub von der Wasseroberfläche abzusaugen.
Gelegentlich die Beckenränder abbürsten, Poolroboter hab ich nicht.

Dann schaue ich von meiner Wohnung, die so 30 m vom Pool entfernt ist, immer mal aus dem Fenster, ob das Muster der Pool-Folie noch klar zu erkennen ist.
Wenn nicht,
wird eine Flockungs-Kartusche in den Skimmer gelegt, und dann so 12 Stunden gefiltert.
Dann wird es wieder glasklar.

Wenn demnächst meine Frau hier ist: Der Arzt hat ihr wegen
orthopädischer Beinprobleme Wassergymnastik empfohlen,
allerdings nur zweimal je 10 Minuten am Tag. Muss auch dann
die Pumpe soviel arbeiten wie schon gesagt?

Wie schon geschrieben, ausprobieren.

Nächste Woche fliege ich nach D zurück, und weil wir noch viel
zu erledigen haben, werden wir erst Anfang Oktober mit Möbeln
und Hausrat hier eintreffen. Muss die Pumpe wirklich die ganze
Zeit weiterarbeiten?

Ich würde raten, die Pumpe nicht längere Zeit unbeaufsichtigt arbeiten zu lassen.
Besser den Pool abdecken, so dass kein Licht reinkann, dann ist alles gut.

Spricht etwas dagegen, jetzt, und auch später, wenn wir für
einige Tage oder gar Wochen verreisen, das Wasser ganz
abzulassen?

Mich würden die Kosten für die Neubefüllung stören.

Hier liegt übrigens ein Messinstrument zur Feststellung der
Wasserqualität herum.

Mach mal ein Bild davon, vielleicht kann ich was dazu sagen.
Ich sag blos, aufpassen, ich hab es selbst schon erlebt, dass die Messwerte immer komischer wurden,
hab dann nachgesehen,
Haltbarkeitsdatum weit überschritten.
Hab dann beim Händler des Vertrauens neue Tests verlangt, das „neue“ Zeugs war noch viel älter,
mit ganz neuen Mitteln hat es dann funktioniert.
Elektronische Testgeräte neigen auch zu Alterungs- Abnutzungs-Erscheinungen,
ich hatte die besten Erfolge mit Teststreifen, die nicht überlagert waren.

Grüße,
E !

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Ganz, ganz,

herzlichen Dank! Dies jetzt nur mal auf die Schnelle, denn zum einen, ist es jetzt spät, und zum anderen muss ich das erst mal rutschen lassen, und werde mich dann wieder melden. Das mit Bestätigungen zu dem, das mich beruhigt hat, oder Ergänzungsfragen, weil mir noch was unklar ist.

Kann aber dauern, weil ich im Moment fürchterlich im Stress bin. Viele Formalitäten abwickeln, Hausrat einpacken und mehr. Ich melde mich aber auf jeden Fall wieder!

Grüße
Carsten

Spart man dann Wasser, weil weniger verdunstet?

In stehenden Gewässern ist die Verdunstungsrate angenähert eine Funktion der Windgeschwindigkeit. Mit einer luftdichten Folie kann man also schon was einsparen: Ca. 30 Gramm je Quadratmeter und Tag…

s.

anhaftendes Wasser
Hallo,
Deine Frage ist gar nicht so trivial. Beispielsweise ist so eine Abdeckung kaum vollkommen dicht, so dass immer noch ´was verdunstet.
Außerdem werden die Planen oft neben dem Becken aufgerollt, so dass jedesmal viel Wasser ausgetragen wird.
Viel Erfolg
Thomas