Sylvester

woher kommt die floskel „guten rutsch“?

woher kommt die floskel „guten rutsch“?

hallöchen !

also ich hab das hier zu dem thema gefunden:

Guten Rutsch ins neue Jahr
Damit wünscht man kein „Hinübergleiten“ ins neue Jahr, sondern Glück. Der „Gute Rutsch“ kommt aus dem Jiddischen „a gut Rosch“. „Rosch“ ist wiederum aus dem Hebräischen „Rosch Ha Schana“ (Anfang des Jahres) und „a gut Rosch“ bedeutet somit „Ein gutes Jahr“.

grüsse
wiesi

woher kommt die floskel „guten rutsch“?

Hallo !

Einen guten Rutsch ins neue Jahr! wünscht man sich an Silvester; zugrunde liegt die Vorstellung des langsamen, fast unmerklichen Hinübergleitens (seit 1900). Verkürzend sagt man auch: ‚Komm gut rüber!‘

[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Rutsch, S. 1 ff.Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 5114 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 4, S. 1266 ff.) © Verlag Herder]

Gruß Max

[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: Rutsch, S. 1
ff.Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen
Redensarten, S. 5114 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 4, S. 1266 ff.)
© Verlag Herder]

Hallo, Max, ich glaube, hier irrt das Lexikon. Zumindest legt es sich allzu eindeutig fest.

„Rosch schana“ heißt auf hebräisch der erste Tag des Jahres.
Der Grund, warum wir uns nicht mehr vorstellen können, wie groß der Einfluß des Hebräischen und des Jiddischen auf unsere deutsche Sprache war, liegt ganz einfach darin, dass heute nur sehr wenige einen jiddisch sprechenden Menschen zum Nachbarn haben. Vor noch 80 Jahren war das ganz anders! Und diese Leute wünschten sich „En guitn rosch schana“ -
In unserer Alltagssprache gibt es noch eine ganze Reihe geläufiger Worte und Ausdrücke, deren hebräische oder jiddische Wurzeln heute weitgehend in Vergessenheit geraten sind. So mag sich mancher für das neue Jahr vornehmen, mit seinem Chef „Tacheles“ (jiddisch für Klartext) zu reden, auch wenn das „Zores“ (jiddisch für Ärger) bringen könnte. Hoffentlich ist die Wohnung desjenigen, der zu Silvester mit der ganzen Mischpoche (von hebräisch „mischpacha“, Familie) aus dem Weihnachtsurlaub heimkehrt, nicht von einem Ganoven (von hebräisch „ganaw“, Dieb) ausgeräumt worden, dessen Komplize Schmiere (von hebräisch „schmira“, Wache) stand, denn das wäre ein Schlamassel (Unglück, von hebräisch „masel“, Glück).
Das ließe sich natürlich noch ein ganzes Stück weiterführen.

Grüße
Eckard.

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…und warum schreibt man…
…neuerdings ständig „Sylvester“ statt „Silvester“?

Mit Rambo hat das doch wenig zu tun, oder?

Ist es einfach nur falsch oder irgendwie auch erlaubt?

fragt sich
erik

Du wirst lachen, Erik,
anscheinend doch!
Silvester (der Name des Heiligen des letzten Tages im Jahr, er war Papst und starb am 31.12.334. In seiner Amtstzeit wurde das Christentum zur Staatsreligion im Römischen Reich) leitet seinen Namen von lat „silva“ = „der Wald“ ab. Daß man Silvester mit „y“ und nicht mit „i“ schreibt kam in jüngster Zeit wahrscheinlich durch die Schreibweise von Rocky-Darsteller Sylvester Stallone.
Grüße
Eckard.

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…neuerdings ständig „Sylvester“ statt „Silvester“?

Immer noch besser, als statt „Libyen“ „Lybien“ zu schreiben, so wie heute sogar bei Spiegel-Online gelesen. Daß das inzwischen „Lübien“ ausgesprochen wird, scheint ja eh schon Standard zu sein.

Gruß
Christian