Sylvester in Paris ?

Hallo,
weiss jemand wo man in Paris am besten Sylvester feiern kann (Beste Aussicht, Kneipen, kann man auf den Eiffelturm … was auch immer)?
Meine Freundin ist ein totaler Frankreich und Paris Fan und ich möchte Ihr zu Weihnachten einen Kurzurlaub über den Jahreswechsel schenken.

Danke im voraus,
Martin

Hallo Martin,
ich war zwar Silvester noch nicht dort, aber ich könnte mir vorstellen das es im Pariser Künstlerviertel (Montmartre) sehr schön ist, da man von dort aus einen super tollen Ausblick hat, und alles sehr gemütlich ist! An Deiner Stelle würde ich mich mit dem buchen des Kurzurlaubes beeilen, da diese Reisen immer sehr schnell ausgebucht sind!
Viel Spaß *seufz* *michimkofferversteck*
Gruß
Nicole

Hallo,

weiss jemand wo man in Paris am besten Sylvester feiern kann
(Beste Aussicht, Kneipen, kann man auf den Eiffelturm … was
auch immer)?
Meine Freundin ist ein totaler Frankreich und Paris Fan und
ich möchte Ihr zu Weihnachten einen Kurzurlaub über den
Jahreswechsel schenken.

Danke im voraus,
Martin

Hallo Martin,

wie Nicole schon schrieb, ist Montmartre eine gute Idee. Von Sacré Coeur hat man auch eine nette Aussicht auf den Rest der Stadt.

Um Mitternacht geht die Post auch auf den Champs-Elysées ab, die sind dann gerappelt voll (Fußgänger überall, auch auf der Straße. Wer nicht aufpaßt und versucht, um die Zeit da durchzufahren, hat Pech gehabt).

Wir haben es damals so gemacht: erst gut essen (wir waren privat, bei Restaurants solltest Du beachten, daß viele geschlossene Gesellschaft machen ,zu sind oder lange im Voraus gebucht werden müssen!), dann gegen halb 12 zu den Champs Elysées, und als es sic gegen 2 dann da leerte, zum Montmartre rauf. War eine sehr schöne Nacht.

Ach ja: wenn Ihr auf die Champs Elysées geht, nehmt ruhig Champagner und Gläser/Becher mit. Machen alle so.

Gruß Kubi

Ein genialisch schönes und gut bezahlbares kleines Hotel auf Montmartre ist „l’Ermitage“ (weil hier keine Werbung, überlasse ich Dir, es aus dem Web zu filtern). Es gibt dort ein „Hochzeitszimmer“ mit Blick über die Dächer von Montmartre und bis zur Seine hinab, das kostet wohl um die 70 Euro. Zum Essen ins „Deux Pelles“, das liegt an der rue Simplon ziemlich oben(Rückseite von Montmartre): Es gibt dort tatsächlich noch das kleine Regal mit den Servietten der Stammgäste, und man wartet eigentlich drauf, daß Commissaire Hercule Poirot reinkommt. Das Lokal (scharmante bretonisch/bürgerlich Pariser Küche, mit Cidre bouché, crêpes, Fisch etc.) ist noch nicht von GEO und Konsorten entdeckt, die Adresse (zum reservieren, weil die Bude ist klein) findet man im Pariscope, das ist eine wöchentlich aktualisierte Broschüre, in Paris an jedem Kiosk. Im Pariscope auch praktisch alle Veranstaltungen, Lokale, Discos, Kino, Museen etc. die in Paris jeweils grade laufen.

Generell: In Frankreich gibt es keinen Winterschlaf „zwischen den Jahren“, weil Heiligabend, der zweite Weihnachtstag und Silvester reguläre Werktage sind. Praktisch alles dürfte offen haben, unter anderem auch am Fuß von Montmartre der Marché St. Pierre: Das ist ein ganzes Viertel von Tuchhändlern, wie im Mittelalter gassenmäßig zusammengefaßt. Es gibt dort alles, von Dekofähnchen bis schwerem Damast. Und das noch im Zweifelsfall begleitet von Verkaufsgesprächen der Art, wie sie in Deutschland unwiederbringlich verloren sind: „Waj geschrien, Sie mechten machen e armen Menschen von mir etc. etc.“

Da Silvester auch was mit Essen und Trinken zu tun hat: Fast „Immer auf“ wie die Kommerztempel der deutschen Bahn, haben die (schon nicht mehr ganz) „neuen Markthallen“ in Rungis (im Süden, in der Nähe des Flughafens Orly). Aber dort gehts in den allerersten Morgenstunden los bis in den Vormittag herein, etwa Hamburger Fischmarkt - Zu erreichen mit dem Nachtbus „Noctambus“ ab Metro Chatelet. In den Hallen ist eine Art Empore, wo klein, schnell und zichmal besser als im Imbiß gegessen wird, z.B. hat der, der unten Kutteln verkauft, sie oben im Topf / auf dem Teller.

In verhangenen Dezembertagen ein schönes hellgraues Streulicht auf den Pariser Friedhöfen: Der gemütlichste = Montmartre, u.a. Grab von Heinrich Heine. Der bekannteste = Père Lachaise, u.a. mit der Mauer, an der die Kommunarden 1871 erschossen wurden. Der am meisten kosmopolitische = Montparnasse, seit seiner Gründung kommunal und deswegen auch für Nichtkatholiken, Atheisten, … zugänglich. Hinweise dazu, wer wo liegt, jeweils am Eingang. – Mit weniger Toten, aber auch eine höchst überraschende Insel für Verliebte Mitten in der Stadt: Der Park „Buttes Chaumont“, ohne Kommentar, laßt Euch überraschen.

Großer Nachteil: Paris hat atlantisches Klima, der winterliche Abkühler in den letzten Dezembertagen findet praktisch nie statt, es ist dann tendenziell eher nass und schmuddelig.

Zum Trost die unsterbliche Paris-Hymne von Jacques Brel: „Les Prénoms de Paris“ - die kann man sicher irgendwoher downloaden.

Mehr von Paris schwärme ich Dir auf Anfrage per e-mail vor

Schöne Grüße

MM

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