Sympathischer Tonus

hallo!!

wie wird der sympathische tonus „gemessen“?

welche auswirkungen hat ein chronisch erhöhter tonus?

wie kann man den tonus senken? (ohne medikamente) - kurz- und langfristig?

wie beeinflusst „bewusste“ atmung den tonus?

schreibt mal schön gelassen drauf los!! :wink:

tschüss

matthias

hallo!!

wie wird der sympathische tonus „gemessen“?

Direkt gar nicht. Aber seine Auswirkungen sind meßbar, z. B. der erhöhte Brutdruck. Der Sympathikus (und seine Tonus = Aktivität) sind der Teil des vegetativen Nervensystem, welcher dem Nahrungserwerb (ist wohl die sinnvollste Kurzbeschreibung) dient: Blutdruck und Puls hoch, Verdauung gehemmt. Sein Gegenspieler dient der Nahrungsverwertung: Blutdruck und Puls runter, Verdauung gesteigert.

welche auswirkungen hat ein chronisch erhöhter tonus?

Zu hoher Blutdruck ist meist auffällig. Die Spätfolgen sind bekannt, z. B. Herzinfarkt.

wie kann man den tonus senken? (ohne medikamente) - kurz- und
langfristig?

Streß vermeiden, Gewicht reduzieren (wenn Übergewicht besteht), Entspannungstechniken ausprobieren, z. B. Autogenes Training.

wie beeinflusst „bewusste“ atmung den tonus?

Im Sinne einer Entspannungstechnik kann es helfen.

schreibt mal schön gelassen drauf los!! :wink:

Ist geschehen. Hats weitergeholfen?

Michael

hallo!

kann man dann sagen dass gut trainierte sportler (marathonläufer, etc.) automatisch einen niedrigen symp. tonus haben da der puls (in ruhe) sehr niedrig ist?!

die grobe beschreibung war ok - bin aber auf der suche nach mehr hintergrundinfo! (z.b. wieso ist es möglich durch „entspannungstechniken“ den tonus zu senken, wieso hilft gewichtsreduktion, etc.)

links/literatur bekannt??

trotzdem danke

matthias

Sympathikusaktivierung durch Streß
Ich versuchs mal mit der Erklärung:
Die verstärkte Akivierung des Sympathikus ist nötig, wenn dem Körper Leistung (im weitesten Sinne, außer Verdauung) abverlangt wird. Adrenalin und Noradrenalin sind übrigens die Botenstoffe für das Sympathikussignal im Körper. Wenn Du als Mamager schwierige Verhandlungen führst oder als Torwart beim Elfmeter bist dann sind das Situationen mit erhöhter Sympathikusaktivität, das muß auch so sein weil ja Leistung abgefordert wird. Wenn das aber ein Dauerzustand ist, z. B. durch hohen beruflichen Streß, dann kann das Problem machen. Vor allem die Sympahtikus-abhängige Blutdrucksteigerung kann allerlei Spätfolgen (Schlaganfall, Infarkt…) nach sich ziehen. Entspannung hilft, den Sympathikustonus zu senken. Aber der erhöhte Blutdruck ist oft schon durch Verminderung des (Über)gewichtes, Nichtrauchen und eine „entspanntere“ Lebensführung gut in den Griff zu kriegen, Sport selber hat zwar direkt wenig mit dem Sympathikus zu tun, wirkt sich aber oft auf das Körpergewicht und die körperliche Leistungsfähigkeit günstig aus. Und Sport kann helfen beim „Abschalten“. Der erhöhte Sympathikustonus direkt ist also nicht wirklich das Problem, sondern im wesentlichen der erhöhte Blutdruck der daraus kommt. Und die Lebensführung, die den erhöhten Sympathikustonus mit sich bringt (Streß und dauerndes Angespanntsein).
Medikamente, welche den Sympathikustonus am Herzen reduzieren sind z. B. Betablocker. Einen gute link kann ich Dir leider nicht nennen, aber vieleicht ist Dir ja jetzt schon etwas weitergeholfen.

Michael