Symptom schlafen mit Arme rechtwinkl. nach oben ?

Hallo,
Babys schlafen oft mit rechtwinklig nach oben gerichteten Armen (Hände-hoch-Position). Bei Erwachsenen kennt man dies normalerweise nicht. Warum nicht ?
Gibt es Erkrankungen, für die diese Schlafhaltung im Erwachsenenalter typisch ist ?

Die Frage mag Euch merkwürdig erscheinen, aber es geht mir gesundheitlich sehr schlecht und die Ursache wird nicht gefunden. Nun versuche ich über „merkwürdige Symptome“ Hinweise zu bekommen. Ich bin 43 und habe bis vor 2 Jahren noch nie so geschlafen.

Sonstige Symptome: Schmerzen in Beinen und Armen, kann nicht mehr rennen nur spazierengehen, Rheumatests ergebnislos. Immer wieder Gleichgewichtsstörungen/habe das Gefühl der Raum schaukelt leicht.
Neuerdings lege ich den Rückwärtsgang im Auto mit 2 Händen ein, da ich es mit einem Arm nicht mehr schaffe. Kaufe 4mal die
Woche ein weil ich völlig fertig bin wenn ich den ganzen
wocheneinkauf auf einmal schleppen und verräumen muss. Mir werden die Hände/Arme schon lahm wenn ich einen Bündel Geldscheine zähle. Arme und Beine fühlen sich nach geringster Belastung an wie gerade vom Fahrrad gestiegen nach zu langer Radtour. Seitens der Ärzte kein Interesse, da ich mit Armen und Beinen gegen die Hand des
Arztes drücken kann - und außerdem das große Blutbild ganz normal aussieht. Ich merke aber, dass etwas mit mir nicht stimmt. Es kommt nicht vom Stress wie die Ärzte behaupten. Hatte Außerdem als Kind 8-10x jährlich Harnwegsinfekte, jetzt noch 3mal jährlich. Ursache wurde trotz 5mal Krankenhaus in der Kindheit nicht gefunden.

Hallo,
mir ist dies nicht als Symptom für irgend eine Krankheit bekannt.

Warum kann es denn kein Stress sein?
Wenn deine Ärzte das „behaupten“, dann wird man das wohl im erweiterten Sinne mit psychischer Belastung übersetzen können und du bist sicher, dass da nichts ist, was vielleicht Grundlage für einen psychosomatischen Symptomkomplex sein könnte?

Bei einer Häufung unerklärlicher körperlicher Beschwerden drängt sich aber der Verdacht auf, dass es sich zumindest nicht um ein rein oder primär organisches Leiden handelt.
Dass eine psychische Belastung selbst nicht wahrgenommen wird oder als ursächlich ausgeschlossen wird, ist dabei fast normal und wesentlicher Teil des Problems.

Aber das sind nun nur ganz allgemeine Anmerkungen, die deine Situation natürlich verfehlen können.

Gruß
Werner

Hallo Werner,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Das mit der Psyche habe ich schon ernst genommen. Ich habe in den vergangenen Jahren zweimal mehrere Sitzungen bei Psychotherpeuten wahrgenommen in der Hoffnung man könne mir bei der Bewältigung meiner angeblich psychosomatischen Beschwerden helfen. Ich konnte von den Therapeuten schon viel lernen und es ist auch mal schön wenn einem jemand wirklich zuhört. Beide Fachkräfte haben mir aber vermittelt, dass sie diesen Zusammenhang für nicht wahrscheinlich halten und mir nicht mehr Probleme machen können als ich habe. Natürlich habe ich auch Stress, wer hat den nicht. Und wie andere auch hat mir dann auch mal der Magen gedrückt oder der Kopf gebrummt. Dies fühlt sich aber ganz anders an als die Beschwerden, die mir zu schaffen machen.

Was mich an den Medizinern maßlos ärgert ist das mangelnde Interesse.
Habe z.B. Schmerzen in Armen und Beinen (mit deutlichen Einschränkungen, ich muss inzwischen den Rückwärtsgang inzwischen mit 2 Händen einlegen weil ich es mir einem Arm nicht schaffe).
Das große Blutbild war mehrfach unauffällig, Borreliose ist es nicht. Ich war beim Orthopäden und Rheumatologen (beide Facharztbesuche auf mein Verlangen hin, man hätte sonst gar nichts gemacht!) Beide Fachärzte haben nichts gefunden.
Nun gibt es für solche Schmerzen sicher noch 20 ? (eher 80 ?) andere mögliche Ursachen, die nicht bei diesen Fachärzten zu finden sind. Und das ist der springende Punkt: Ich finde es unglaublich dreist nach 3 Versuchen den Patienten halt als psychisch labil einzustufen.
Fakt ist, dass man mir lieber meine Beschwerden nicht glaubt weil man nicht weiß wo man anfangen soll zu suchen.

Ich bin inzwischen stinksauer und plädiere dafür die Sache umzudrehen: Vielleicht nimmt bei Ärzten die psychische Belastung enorm zu und viele praktizieren nur noch mit der ständigen Vermutung bzw. Angst der Patient würde seine Beschwerden erfinden oder sei psychisch krank. Vielleicht sollten die Ärzte diesbezüglich mal psychotherapeutsche Hilfe erhalten… Es war oft deutlich zu spüren dass man an meinen Worten zweifelt… glaube niemals einem Patienten?

Mag sein dass meine Schlafhaltung keine Rückschlüsse zulässt, jedoch werde ich auf allen Ebenen weitersuchen.

LG Angelika