hallo zusammen,
wir sind etwas verunsichert, da unser kleiner (fast 7 monate alt) seit einigen wochen ein etwas anderes verhalten an den tag legt. erst hielten wir es für „normale veränderungen, die ein baby eben so durchmacht“, aber nun haben wir doch auch schon bisschen was über epilepsie im säuglingsalter gehört und machen uns sorgen. wir waren beim kinderarzt, der aber auch meinte, dass es einfache „babyticks“ sein könnten, sicherheitshalber wird aber ein EEG gemacht - allerdings eben mit ein paar wochen wartezeit auf den termin, was uns eltern natürlich nerven kostet.
viell. hat ja jemand ähnliche erfahrungen und kann bisschen was dazu sagen.
also, der kleine hat eine lippen-kiefer-gaumenspalte, ist aber ansonsten völlig normal entwickelt, von gewicht und größe her liegt er optimal. vor etwa 6 - 8 wochen fütterte ich ihm ein neues mittagessengläschen, bei dem er nach ein paar löffelchen plötzlich anfing die augen zusammenzukneifen und ein würgeähnlichen gesichtsausdruck zu machen. mehrmals. also fütterte ich ihm sein gewohntes essen und es ging gut.
dann fiel mir auf, dass er dieses gesicht und dieses pseudo-niesen/würgen auch ohne grund immmer wieder mal macht, ganz unabhängig von tageszeit, tätigkeit, umgebung etc. es sieht immer aus als müsste er niesen, dann schüttelt/zuckt er sich kurz und manchmal gibt es noch würgeähnliche geräusche.
etwa zeitgleich fing er auch, manchmal aus heiterem himmel loszuschreien und sich kaum beruhigen zu lassen. er schreit und schreit und macht sich immer wieder ganz steif und dann schläft er plötzlich erschöpft ein. manchmal schläft er dann eine weile, manchmal wacht er aber auch nach einigen sekunden wieder auf und das ganze beginnt von vorn. wir dachten uns nichts dabei weil es für uns logisch war, dass viel weinen eben auch anstrengt und müde macht. sein weinen klingt auch manchmal anders als sonst, es ist so abgehackt, als würde er hyperventilieren (oder krampfen?). man muss anmerken, dass er sonst ein superliebes, ruhiges ausgeglichenes kind ist, das kaum weint oder schreit, eigentlich sehr pflegeleicht und fast immer gut gelaunt.
dann fiel mir auf, dass er „fremdelt“, aber nicht so typisch personenbezogen sondern eher auf umgebung und etwas trubel. früher beim einkaufen hat er alles angelacht und neugierig angeschaut, was ihm so vor den wagen lief - jetzt presst er sich gegen den boden seines buggies als würde er gern drin versinken und schaut ganz ängstlich. ich muss ihn mehrmals ansprechen, damit er mich anschaut und reagiert. aber er ist dabei nicht „bewustlos“ sondern eher abwesend und starrt vor sich hin.
vor zwei wochen hatte er seine erste OP, den weichgaumenverschluss. er musste 2 wochen lang so armstulpen tragen (gehen über die ellenbogen, so daß er seine ärmchen nicht beugen konnte), damit er sich nicht in den mund fassen kann. nun sind die stulpen seit fast 1 woche weg. vor der OP hat er sich gedreht, rücken auf bauch und zurück. jetzt macht er das nimmer - liegt das nun an den stulpen die zwei wochen (wie nach einem armgips, dass die muskeln erst mal wieder trainiert werden müssen) oder macht er „rückschritte“, wie sie auch erwähnt werden bei säuglingsepilepsie??
und er ist ziemlich müde, er schläft viel mehr als sonst. an manchen tagen schläft er bis zu 5 stunden tagsüber, wacht nur kurz zum essen auf und schläft danach weiter. nachts schläft er dann auch, anstatt wie andere kinder dann eben nachtaktiv zu sein, wenn sie tagsüber zu viel geschlafen haben. zähnchen sind übrigens noch keine in sicht.
die augen verdreht er übrigens nicht und er hat auch keinen schaum vor dem mund oder sonstigen auswurf. er speichelt halt so wie ein säugling speichelt.
so, dann bin ich schon mal dankbar für antworten und wir müssen eben noch ein paar wochen geduld haben… hat uns viell. jemand tipps, auf was wir verstärkt achten sollten oder was wir beim EEG beachten müssen/was für den arzt wichtig sein könnte?
danke + liebe grüße,
sonja