Symptome Hirnmetastase ?

Heyhey alle zusammen!

So das hier ist mein erster Beitrag hier im Forum, ich hoffe ich habe das richtiges Board für meine Frage ausgewählt und mich einigermaßen verständlich ausgedrückt. In erster Linie soll sich die Frage an Leute richten die ein bischen medizinisches Fachwissen besitzen oder ein wenig Erfahrung mit Leuten haben die an Hirnmetastasen erkrankt sind. Mir ist klar das die Symptome recht „heterogen“ sind, deswegen beschreibe ich am besten als erstes meine Situation etwas genauer.

Alsoo, meine Mutter ist vor gut zwei Jahren leider an Brustkrebs erkrankt und seitdem baut sie verständlicherweise nicht nur körperlich sonder auch seelisch ab. Zuerst hatte man noch das Gefühl sie kommt mit ihrer Situation noch recht gut zurecht. Dann kamen allerdings immer wieder Phasen, aber eigentlich nicht länger als 1-2 Tage in denen sie einfach extrem depressiv war. Damit ging auch immer eine sehr schlechte Laune einher. Grundsätzlich hatte sie diese Phasen nicht regelmäßig aber im Mittel so zweimal pro Monat. Im Gegensatzt dazu hatte sie aber auch immer mal Phasen in denen sie extrem guter Laune war, im Prinzip wie ein ganz anderer Mensch. Als mir das zum ersten mal aufgefallen ist dachte ich zuerst an generelle Stimmungsschwankungen wegen Wechseljahren oder sowas. Dann fing es allerdings an das die Phasen sich immer öfter kamen und sich immer schneller abwechseln. Mitlerweile ist sie teilweise einfach plötzlich grundlos am Verzweifeln und keine Stunde später wieder total fröhlich und extrem gut drauf. Praktisch wie ein anderer Mensch. Ich glaube auch nicht dass ihre „Verzweiflungsatacken“ direkt durch ihre Angst vor der Zukunft ausgelöst werden. Vielleicht mag das manchmal ein unterstützender Faktor sein aber im Normalfall hängen jene Atacken mit irgendwelchen belanglosen Dingen zusammen worüber man eigentlich getrost hinwegsehen könnte. Das Ganze läuft jedesmal ziemlich ähnlich ab, ich versuch das am Besten mal an einem Beispiel zu erläutern.

Folgende Situation: Ich hab grade einen Kuchenteig mit der Küchenmaschine gemacht und bin dabei den Umrühraufsatz aus Plastik mit einem Messer von Teigresten zu befreien. Meine Mutter sieht das und fordert von mir ich soll eine Kochlöffel aus Holz nehmen damit die Beschichtung nicht kaputt geht. Ich entgegne ihr das Teil wäre aus Plastik und da ist keine Beschichtung dran die kaputt gehen könnte. Ich halt ihr also das Dingen vor die Nase und frage ob sie da irgendwo eine Beschichtung erkennen kann. Aber ich hab immer das Gefühl sie ist nicht in der Lage logische Argumente nachzuvollziehen oder denkt erst garnicht richtig darüber nach was ich überhaupt gesagt habe. Obwohl ich in dem Moment nichtmal mit dem Abstreichen weitermache und einfach nur so da stehe fängt sie in solchen Situationen oft an sich immerweiter dareinzusteigern. Sie redet meistens immer irgendwelches Zeug leise vor sich hin und wird schnell immer lauter und lauter. Egal was man dann sagt oder unternimmt es hilft nichts sie eskaliert dann oft ziemlich stark und kriegt irgendeine Art von Wutausbruch worauf sich erstmal in ihren Raucherraum zurückt zieht raucht und irgendein Selbstbemitleidendes Zeug redet. Danach ist sie in so einer „schlechte-laune-Phase“ und macht im Prinzip alles und jeden für irgendetwas an. Lässt man sie dann in Ruhe steigert sie sich oft noch weiter rein und fängt teilweise an das ganze Haus zusammenzuschreien obwohl sie eigentlich zu dem Zeitpunkt die einzige in der Etage ist. Meistens kriegt sie sich dann so nach ein paar Stunden wieder ein und ist wieder normal. Manchmal kommt es aber auch vor, dass sie durch irgendetwas plötzlich von ihrem Problem abgelengt wird und eigentlich ihre gesamte schlechte Laune in gute umwandelt.
Man kann sich garnicht vorstellen wie schnell das oftmals von statten geht. Grade ist sie noch dabei sich lautstark über irgendetwas aufzuregen und einen Augenblick später ist beispielsweise eine Vorschau von einem guten Film im Fehrnsehen und viel wichtiger. Dann redet sie nurnoch darüber wie toll der wäre und wie oft sie den schon gesehen hat oder sowas in der Art.

Was vielleicht noch erwähnenswert ist ihre Art und Weise zu diskutieren, eigentlich ist es fast unmöglich sich mit ihr über irgendetwas was sie selbst betrifft kritisch zu diskutieren. Wenn sich beispielsweise ich mein Bruder und mein Vater mit ihr zusammensetzen und über irgendein Problem reden wollen was sie selbst betrifft verfällt sie fast automatisch in den „schlechte-laune-Zustand“ obwohl man ihr meistens eigentlich nur helfen will. Man hat dann immer das Gefühl sie schaltet einfach komplett auf „Durchzug“ und ist praktisch nurnoch am verzweifeln. Grade wenn mein Vater irgendetwas negatives über sie äußert kommt sie damit überhaupt nicht klar. Auch wenn es ganz offensichtlich nur als Tip gemeint ist. Das einzige was wir bis jetzt aus ihr heruasbekommen haben ist, dass sie sich in diesen Situationen von allen gehasst und wertlos fühlt. Dabei ist die Stimmung weder aggressiv noch der Tonfall, vielmehr eigentlich das Gegenteil. Das meiste was sie sagt ist einfach kaum nachzuvollziehen, das ist öfter der Fall.

Ich bin jetzt kein Mediziner oder sowas aber auf mich wirkt ihr Verhalten einfach durchweg krankhaft. Vieles kann ich auch garnicht so richtig beschreiben dann wär der Text wahrscheinlich 10x so lang. Aber ich hoffe das vielleicht einige die Situation in etwa nachvollziehen können. Ich hab mich in die Richtung mal etwas genauer informiert und bin auf http://de.wikipedia.org/wiki/Frontalhirnsyndrom
gestoßen, ein Symptom einer Metastase im Frontalhirn. Es sind natürlich alles nur wage Vermutungen. Hilfreich wäre es jetzt wenn sich entweder ein richtiger Arzt mal damit befassen könnte oder jemand anderes mit Erfahrungen diesbezüglich.

Warum meine Mutter selbst nicht einfach vom Arzt abchecken lässt warum sie so manisch-depressiv ist versteh ich selbst nicht, sie weigert sich jedenfalls nach Strich und Faden obwohl wir ihr das schon öfter ans Herz gelegt haben. Das mit den Metastase ist eben nur so eine Vermutung und ich dachte ich frag erstmal im Forum nach bevor ich als Medizin hardcore-Laie den Hausarzt meiner Mutter anrufe…

So hoffenlicht liest irgendwer diesen viel zu langen text, kürzer ging es leider nicht. Ich würde mich auf jeden Fall über Unterstützung jeder Art freuen!

Heyhey alle zusammen!

Hi,
du hast leider nicht das Alter deiner Mutter genannt.

Ich hab mich in die Richtung mal etwas genauer informiert und bin auf
http://de.wikipedia.org/wiki/Frontalhirnsyndrom
gestoßen, ein Symptom einer Metastase im Frontalhirn.

Wie kommst du denn jetzt darauf, dass es sich um eine sekundäre bösartige Neubildung im Gehirn handeln muss?

Es sind natürlich alles nur wage Vermutungen.

Genau so ist es!
Es ist nicht immer gut, wenn man sich auf die Suche nach Erklärungen für Symptome eiens Gesundheitslexikons, Wiki od. ähnlich gearteter Literatur macht. Dort finden viele Leute sich horoskopähnlich wieder und assoziieren ihre eigene Situation (die, der von Angehörigen) mit den dort gefundenen Krankheiten…

Hilfreich wäre es jetzt
wenn sich entweder ein richtiger Arzt mal damit befassen
könnte

Genau das ist die beste Lösung für euer Problem!
Sucht - nach Rücksprache mit eurem Hausarzt bzw. Gynäkologen - einen Neurologen, der die Mutter mit allen (technischen) Möglichkeiten der ärztlichen Kunst untersucht.

Eine Brustkrebsdiagnose ist das Eine, vermeintlich psychisch auffällige Verhaltensmuster - auch damit im Kontext stehend - das Andere…und cerebrale Metastasen und deren Symptomatik noch etwas anders.

Hier können nur Spekulationen ins Kraut schießen.
Eine gesicherte Diagnose hilft euch aber als einzige wirklich weiter!

Warum meine Mutter selbst nicht einfach vom Arzt abchecken
lässt warum sie so manisch-depressiv ist versteh ich selbst
nicht,

Eine manisch-depressive Erkrankung ist noch einmal wieder etwas ganz anderes…

sie weigert sich jedenfalls nach Strich und Faden
obwohl wir ihr das schon öfter ans Herz gelegt haben.

Das zu iniziieren ist deine wirkliche Herausforderung und führt der Lösung des Problems am nächsten.

Das mit den Metastase ist eben nur so eine Vermutung und ich dachte
ich frag erstmal im Forum nach bevor ich als Medizin
hardcore-Laie den Hausarzt meiner Mutter anrufe…

Es gibt - auch nicht im entferntesten - einen Grund, sich in der von dir geschilderten Situation vor diesem oder irgendeinem anderen darüber rechtfertigen zu müssen, warum man um Hilfe bittet!

Gruß
rolli

Hallo,

alles kann, nichts muss- interessant wäre auch zu wissen, welche Therapie bei ihr durchgeführt wurde.

Chemo /Strahlentherapie können zu Nebenwirkungen führen.

Ausserdem verändern sich nicht wenige Krebspatienten von Grund auf, da ist man manchmal sehr irritiert, in was für einem Rahmen…

Ruf euren Hausarzt an oder noch besser den behandelnden Onkologen. Schlussendlich kann nur ein CT oder MRT vom Gehirn diesen Verdacht ausräumen oder bestätigen.

Lg

Brenna

Hallo !

Deiner Mtter geht es schlecht und vermutlich hat sie selber Todesangst. Ich nehm mir das mal so heraus, weil ich selber Brustkrebs und Metastasen habe und mir in Etwa vorstellen kann, was das alles verändert im Leben und Fühlen.
Ich nehme mal an, dass sie sich in regelmäßiger Nahchsorge beim Onkolgen befindet. Dort wäre abzuklären, bzw. würde auffallen wenn ein Verdacht auf Metastasen bestehen kann.
Chemo, Bestrahlung, Todesangst, Schmerzen, extreme Erschöpfung (schau mal unter „Fatigue- Syndrom“), das Gefühl wertlos geworden zu sein(hat sie eine Brust verloren?), Übelkeit, Sorgen = Stimmungsschwankungen, Depressionen = sehr naheliegend !Meinst du nicht auch ?
Warum gelingt es euch als Familie nicht, eure Mutter soweit aufzufangen, dass sie sich helfen lassen kann ? Provokante Fragestellung, ich weiß. Ich meine das nicht böse aber : sie braucht eure Hilfe und doch gibt es irgendetwas, was sie daran hindert es annehmen zu können.
Es gibt gute Krebs - Beratungsstellen, diese können auch von Angehörigen genutzt werden. Vielleicht sucht ihr mal eine auf, die können in der regel wirklich weiter helfen. (Caritas, AWO, Diakonie… kommt drauf an, wo ihr wohnt)Es gibt außerdem sehr gute Publikationen von der deutschen Lrenshilfe - ebenfalls auch für Angehörige, kostenlos bestellbar oder beim Onkologen erhältlich.
Und last bust not least : Wann hast du ihr zum letzten Mal gesagt dass du sie liebst und dir Sorgen machst ? Wer nimmt sie in den Arm damit sie auch mal weinen darf ?
Krebs ist böse.
Man fühlt sich schuldig, hilflos, ausgeliefert, verängstigt, müde, mitgenommen, wertlos, einsam, schmerzvoll, verzweifelt… und man kämpft dagegen mit aller Macht, die man aufbringen kann. Man will lachen, es schaffen, leben. Das sieht auch von Außen aus wie Stimmungsschwankung.
Ich weiß nicht was deine Mutter hat. Sie muss das abklären. Aber jemand muss ihr dafür Mut machen, Trost und Beistand geben.Das kann für Angehörige auch mal zu schwer sein, denn ihr seid mitbetroffen. Dann ist es keine Schande, sich Hilfe zu holen.
Die „einfachste“ Lösung - Metastasen - wäre auch die denkbar schlechteste.

Viel Glück und alles Gute !