Hallo,
bei Mikrocontroller gibt es ja eine extra Leitung, über der
der Takt läuft und den dann angeschlossene Geräte übernehmen
können und so die Spannungsschwankung an der Datenleitung als
einzelne Bits einteilen können.
Das ist oft so, aber muß nicht immer so sein.
Bei paralleler Übertagung sind natürlich auch Taktsignale in aller
Regel beteiligt
Synchrone serielle Datenübertragung gibt es z.B. bei I²C und SPI-BUS.
http://de.wikipedia.org/wiki/I%C2%B2C#Elektrische_De…
http://de.wikipedia.org/wiki/Serial_Peripheral_Inter…
Bei paralleler Übertagung sind natürlich auch Taktsignale in aller
Regel beteiligt.
Andere Übertragungen, die z.B. über einen UART-Port laufen
http://de.wikipedia.org/wiki/UART
sind asynchron.
Das wohl bekannsteste Beispiel ist die RS232, welche am PC als
COM-Port verbreitet ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/RS232#Datenrahmen_und_T…
Hier muß aus dem Bitstrom selbst eine Synchronisierung erfolgen
-> siehe in der Grafik -> Funktion Startbits und Stopbits.
Ähnlich läuft es bei vielem andere ansynchronen Interfaces
wie RS422, RS485, CAN-BUS, HART-BUS, MOD-MUS usw
Auch USB, sATA und FireWire funktionieren prinzipiell so.
Vorteil der asynchronen Datenübertragung ist ja eben der Fakt, dass
kein zusätzlicher Kanal nötig ist, um Taktsignale zu übertragen.
In Praxis bedeutet dies, dass keinen zusätzlichen Kabel, Funkkanäle,
LWL usw. benötigt werden.
Ich denke, dass es bei der Kommunikation der einzelnen
Komponenten in einem PC genauso läuft.
Bei einer DSL-Leitung kommen aber bloß zwei Drähte ins Haus.
Das ist der Stromkreislauf.
Wie bekommt der Router aber jetzt seinen Takt aufgedrückt,
sodass er nach der Demodulation (Entfernen der Trägerfrequenz
und Telefonsignale) nun die noch übrig bleibende
Spannungsschwankung in einzelne Bits einteilen kann?
Indem er sich anhand der Bitrate synchronisiert und seinen Takt
passend generiert.
Damit dies gelingt, sind üblicherweise feste Datenraten definiert.
Selbst wenn also nicht bekannt ist, welche gerade verwendet
wird, kann der Empfänger es durch ausprobieren aller Varianten
rausbekommen. Wenn die richtige gefunden ist, könne sich
Sender und Empfänger durch ein geeignetes Protokoll darüber
verständigen, wie es weiter geht.
Es ist also gar nicht so selten, dass die Verbindungsaufnahme mit einer
niedrigen und störsicheren Datenrate erfolgt und wenn sich beide
Seiten geeinigt haben, geht es mit einer hohen Datenrate weiter.
Funktioniert das bei W-Lan genauso oder gibt da eine extra
Frequenz, über die die Taktung läuft?
Nein, siehe oben.
Gruß Uwi