Syphilis - Therapiemethoden Deutschland 40er/50er

Hallo an alle Wissenden,

ich habe eine vielleicht seltsame Frage, konnte dazu aber im Internet für Laien verständliches nicht wirklich finden.

War es in den 40er/50er Jahren in Deutschland eine gängige Therapieform Syphilispatienten mit Eigenblutinfusionen zu heilen und war eine Heilung durch Eigenblutbehandlung möglich? Oder ist diese Therapieform völliger Unsinn und kann diese Erkrankung nicht beseitigen oder irgendwie eindämmen? Und falls ihr es wisst, wie wurde damals diese Krankheit behandelt?

Ich frage nach dieser Zeit nach dem Weltkrieg in Deutschland weil man mir sagte das diese Therapieform „normal“ war, da es kaum wirksame Medikamente gab wie z.B. Penicilline.

Danke für Infos und viele Grüsse
Helena

Hallo Helena,

bevor Penicillin und andere Antibiotika zur Verfügung standen, wurde die Syphilis seit etwa 1910 mit Salvarsan behandelt. Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Arsphenamin

Eine Behandlung mit Eigenblut hat es m.W. nicht gegeben; sie erscheint auch widersinnig. Was soll sie denn bewirken? Die Steigerung des Immunsystems, die man mit dieser Behandlungsform theoretisch verbindet, ist nie mit ausreichender Evidenz nachgewiesen worden. Bei Infektionen besteht zudem die Gefahr einer Rückübertragung der Erreger.

Gruß
Montanus

Hallo Helena,

in den 40ern war die Syphilis-Behandlung wohl so ähnlich wie in den 30ern und davor, wobei ich von Eigenblutbehandlung nur weiß, daß sie allgemein (bei Infektionen verschiedenster Art) zur Anwendung kam, über Syphilis weiß ich da nichts Spezielles.
Was man damals gegen Syphilis tat: Einreibungen mit Quecksilber-Salben. Da wußte man noch nicht genug über dessen gesundheitsschädliche Wirkung bzw. nahm sie, soweit man davon wußte, in Kauf.
Das Penicillin kam wohl erst gegen Anfang der 50er Jahre nach Deutschland und zur Breitenanwendung.

MfG, S.I.

ich kenne homöopathische Behandlungsmethoden gegen Syphillis die so alt sind…

Eigenbluttherapie kann nicht geholfen haben…