wer kann mir sagen, wie die CAmelot-Bände von T. H. White im englischen Original heißen und in welcher Reihenfolge sie zu lesen sind?
Amazon bleibt da etwas unklar, sind es nun 2, drei oder 5 Bände?
wer kann mir sagen, wie die CAmelot-Bände von T. H. White im
englischen Original heißen und in welcher Reihenfolge sie zu
lesen sind?
Ich nehme mal an, du meinst folgendes:
„The Once and Future King“
Ich besitze folgende Ausgabe, die sich „complete edition“ nennt: ISBN: 0006483011 Buch anschauen
In der Ausgabe sind 5 Bände enthalten und zwar in der Reihenfolge:
The Sword in the Stone
The Witch in the Wood
The ill-made Knight
The Candle in the Wind
The Book of Merlyn
Die deutsche Übersetzung von Klett-Cotta kannst du IMHO getrost in die Tonne treten. Selten hab ich mich mehr geärgert als über diese besch**** Übersetzung.
„The Once and Future King“
Ich besitze folgende Ausgabe, die sich „complete edition“
nennt: ISBN: 0006483011 Buch anschauen
Genau das meinte ich. Super, und sogar noch vorrätig *gleichbestell*
Die deutsche Übersetzung von Klett-Cotta kannst du IMHO
getrost in die Tonne treten. Selten hab ich mich mehr geärgert
als über diese besch**** Übersetzung.
Kann ich bestens verstehen. Ich lese gerne gute Fantasy und selbige ausschließlich im Original, weil Fantasy in Deutschland Groschenromanstatus besitzt und die Übersetzungen allesamt besch**** sind… was für grandiose Bücher die deutschen Verlage schon verhunzt haben, ist eine Schande. Na ja.
Jetzt war mir nach White, den ich schon lange lesen wollte, aber aus den Amazon-Beschreibungen ging nicht hervor, wie viel Bände wann und wie…
Kann ich bestens verstehen. Ich lese gerne gute Fantasy und
selbige ausschließlich im Original, weil Fantasy in
Deutschland Groschenromanstatus besitzt und die Übersetzungen
allesamt besch**** sind… was für grandiose Bücher die
deutschen Verlage schon verhunzt haben, ist eine Schande. Na
ja.
Ich les eigentlich überhaupt kein Fantasy, bin aber vor ca. 15 Jahren mehr zufällig auf die Bände gestoßen, als ich in GB war und der Artus-Sage ein wenig nachspürte. Seitdem stehen sie bei mir ganz oben auf der Lieblingsbücherliste.
Zurück in D wollte ich dann mal die deutsche Übersetzung weiterverschenken an jemanden, der des Englischen nicht so mächtig ist. Zum Glück hab ich vorher nochmal reingeschaut und seitdem modert die Übersetzung hier bei mir im Regal rum. Sowas kann man ja nicht weiterverschenken, ist ja gradezu peinlich.
Die Englische Ausgabe ist nur so gespickt mit Wortwitz und Wortspielerei und das macht meiner Meinung nach neben den eigenwilligen Wendungen, die die Sage hier erhält, auch den besonderen Charme dieser Bücher aus. Leider ist nichts davon in der deutschen Übersetzung angekommen
ah! hast Du endlich Muße für White gefunden? *freu*
Zum Lesen habe ich immer Zeit. Aber es stimmt schon, momentan lese ich vermehrt die mehrtausendseitigen Projekte. Und nun White
Sollte Dir Whites Schreibe gefallen, empfehle ich
weiterhin:[…]
Danke für die Tips, sie werden mit Sicherheit berücksichtigt, ich verschlinge momentan in einem Tempo, daß ich manchmal ratlos vor Amazon sitze und denke „was nur, was denn jetzt“?
Danke für die Tips, sie werden mit Sicherheit berücksichtigt, ich verschlinge momentan in einem Tempo, daß ich manchmal ratlos vor Amazon sitze und denke „was nur, was denn jetzt“?
da hab ich noch was in petto, z.B. Christina Steads The Man Who Loved Children ISBN 0312280440 Buch anschauen
oder den schon empfohlenen T.M.Disch, The Priest. A Gothic Romance. ISBN 1857980913 Buch anschauen, noch erhältlich via ABE http://www.abe-books.de/. Übrigens ist Disch auch Verfasser der wundervollen Erzählung: The Brave Little Toaster: A Bedtime Story for Small Appliances. Ein sehr vielseitiger Autor
ich bin sicher, dass man in Whites Artusbearbeitung mehrere Ebenen unterscheiden kann und White sich im Verlauf des Schreibens sich selber und seine Geschichte weiterentwickelt hat.
Es könnte sein, dass er sie als Parodie und Jux angefangen hat; es sind aber Elemente eines psychologischen Romans und im Buch Merlin sogar gesellschaftstheoretische, gesellschaftskritische und gar utopische Elemente dazu gekommen.
Eine griffigen Begriff brauche ich in diesem Falle nicht; auch keine Schublade. Aber auf keinen Fall Fantasy!
Fritz
wie Du diesem Thread sicher entnommen hast, habe ich White noch nicht gelesen, kann also nur schwerlich auf den Punkt antworten.
Allerdings muß ich hierzu sagen:
ich bin sicher, dass man in Whites Artusbearbeitung mehrere
Ebenen unterscheiden kann und White sich im Verlauf des
Schreibens sich selber und seine Geschichte weiterentwickelt
hat.
Es könnte sein, dass er sie als Parodie und Jux angefangen
hat; es sind aber Elemente eines psychologischen Romans und im
Buch Merlin sogar gesellschaftstheoretische,
gesellschaftskritische und gar utopische Elemente dazu
gekommen.
Ich könnte Dir aus dem Stehgreif ca. 2 Dutzend Fantasy-Bücher nennen, auf die diese beiden Absätze ebenso zutreffend wären. Insofern mögen diese Beschreibungen durchaus richtig sein (und ich bezweifle nicht, daß sie es sind), aber sie sprechend ganz und gar nicht dagegen, daß es sich hierbei um Fantasy handelt.
Insofern bin ich nicht überzeugt.
Das Buch ist heute angekommen, mal schauen. *drauffreu*
Das Buch ist heute angekommen, mal schauen. *drauffreu*
Tolle! Lege!
Ich habe auch wieder angefangen, einige Kapitel zu lesen.
Und dann reden wir noch mal drüber.
Der King Pellinor, ziemlich am Anfang, das ist doch Jux im besten Carrollschen Stil!
ihr rechnet doch THWhite nicht wirklich zur Fantsyliteratur?
Doch, selbstverständlich. Aber ich kann auch verstehen, warum dir dabei die Haare zu Berge stehen *g*.
Fantasy hat im Deutschen immer den Beigeschmack von Trivialliteratur (es gibt ja noch nicht mal ein „anständiges“ deutsches Wort dafür). Ich vermute, dass liegt daran, dass es in der deutschsprachigen Literaturgeschichte keine Tradition von Literatur durch anerkannte Autoren gibt, die man als „Fantasy“ bezeichnen würde. Hier gibt es den Bereich der Sagen und Märchen und das wars dann im Wesentlichen.
Das ist in der englischsprachigen Literatur jedoch anders. Ich vermute, dass kommt aus der Tradition, dass Geschichten über Elfen, Trolle, Zwerge und sonstiges in dieser Kultur wesentlich fester verwurzelt waren und sind, als in der deutschsprachigen Kultur.
Einige Vetreter dieser Literaturgattung wurden hier ja schon genannt, oder findest du namhafte deutsche Autoren, die inhaltlich ein Pendant zu Carroll, White, Swift oder Tolkien darstellen würden ?
Einige Vetreter dieser Literaturgattung wurden hier ja schon
genannt, oder findest du namhafte deutsche Autoren, die
inhaltlich ein Pendant zu Carroll, White, Swift oder Tolkien
darstellen würden ?
schließe ich, dass du Carroll, White, Swift und Tolkien zur Fantasyliteratur rechnest.
Wenn das richtig ist, dann hatte ich bisher ein sehr eingeschränktes Verständnis von Fantsyliteratur. Der einzige Autor, der mich ein wenig beeindruckte und von dem ich einige Bücher las, ist Tery Pratchett. Und von ihm wurde auch meine Vorstellung dieser Literaturgattung geprägt.
Ich glaube also, dass ich ein wenig in mich gehen sollte, das jetzt gehörte in meinem Herzen bewegen und mich bekehren lassen sollte; falls das nötig oder möglich sein sollte.
White hat sein Werk selbst als historisches Werk betrachtet. Das ist kein Widerspruch zu einem Fantasywerk, auch wenn man das zunächst denkt. Denn Whites großes Vorbild war das Artus-Werk von Sir Thomas Malory „Le Morte d’Arthur“ aus dem 15. Jahrhundert. Für Malory war es ganz eindeutig die Geschichte Englands, die er da schrieb. Er führt in bester mittelalterlicher Tradition eine Menge Anachronismen ein, um das Werk seinen Zeitgenossen verständlich zu machen. Und darin folgt ihm White und benutzt Merlyn als Vehikel für Anspielungen auf das 20. Jahrhundert.
Wenn „Once and Future King“ ein Fantasywerk genannt wird, ist es doch eins der ersten, oder? Nach „Alice in Wonderland“ natürlich.