T-mobile fordert Simkarte zurück

Guten Tag!

Vor ca. 8 Jahren habe ich für meine Mutter ein Handy gekauft, das auf meinen Namen läuft.
Damals wurde mein Personalausweis kopiert, als ich diese X-tra-Card kaufte.
Das Handy wird nur als mobile Notrufsäule benutzt, und während des letzten halben oder dreiviertel Jahres gab es keine Benutzung.
T-mobile teilte mir am 15.4. mit, dass das Telefon wegen Nichtnutzung zum 06.05.2010 abgemeldet würde.
Meine Mutter war mit dem Telefon auf einer Reise, und während am 2.5. noch alles funktionierte, war es ab 3.5. weder möglich zu telefonieren, noch sie anzurufen. Sie musste über die teure Hotelleitung telefonieren!
Habe eine mail an T-mobile geschickt und um Überweisung des Restguthabens gebeten.
Die wollen nun, dass ich die Sim-Karte zurücksende und eine Kopie meines Personalausweises. Sonst bekäme ich das Guthaben nicht erstattet.Zu der wesentlich früheren Deaktivierung hat sich T-mobile nicht geäußert. Ich bin richtig sauer.

Wer hat das auch erlebt? Ist T-mobile damit im Recht?

Danke
sagt der Wackelpudding

Hallo,

Ist T-mobile damit im Recht?

ja.
Es darf zwar kein Guthaben verfallen, aber die Simkarte kann wegen längerer Inaktivität deaktiviert werden.

Meine persönliche Meinung:
Wer über ein halbes Jahr ein Telefon nicht benutzt, und auf mehrere SMS die die Abschaltung ankündigen nicht reagiert, braucht vermutlich auch keines. Er verursacht dem Provider nur Kosten, ohne Gegenleistung

Gruß,
Woody

Guten Morgen, Woody!

Es geht mir nicht darum, dass die Simkarte deaktiviert wird, sondern darum, dass T-mobile den angekündigten Abschalttermin nicht eingehalten hat.
Wäre es bei dem Termin geblieben, wäre kein Guthaben mehr drauf.
Meine Mutter ist 80 und benutzt das Handy nur auf Reisen und für Notfälle.
Mich ärgert, dass das Guthaben nur überwiesen wird, wenn ich die Simkarte hinschicke und eine Kopie meines Personalausweises noch dazu.
Dann, so T-mobile, würde in ca. 2 Monaten das Guthaben überwiesen.
Für mich grenzt das an Erpressung.

Wackelpudding

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Guten Morgen, Woody!

Hallo Wackelpudding!

Punkt 1: das hier gehört wohl eher ins Rechtsbrett mit den dazugehörigen Besonderheiten…

Es geht mir nicht darum, dass die Simkarte deaktiviert wird,
sondern darum, dass T-mobile den angekündigten
Abschalttermin nicht eingehalten
hat.
Wäre es bei dem Termin geblieben, wäre kein Guthaben mehr
drauf.

Tja, „Verklag’ mich doch!“ ist wohl die einhellige Meinung bei vielen Providern (zumindest hat es für mich immer mehr den Anschein). Und Recht haben und Recht bekommen sind in Deutschland nun mal zwei verschiedene Paar Schuhe…
Wahrscheinlich will der Provider eh nur erreichen, dass dir der Aufwand für die paar Euro Restguthaben zu groß wird und du deshalb irgendwann darauf verzichtest.

Meine Mutter ist 80 und benutzt das Handy nur auf Reisen und
für Notfälle.
Mich ärgert, dass das Guthaben nur überwiesen wird, wenn ich
die Simkarte hinschicke und eine Kopie meines
Personalausweises noch dazu.

Die SIM-Karte ist und bleibt Eigentum des Providers und wird dem Nutzer nur (mehr oder weniger unentgeldlich) zur Verfügung gestellt, von daher ist die Rückforderung legitim (aber längst nicht bei jedem Provider üblich).
Und eine Kopie des Personalausweises finde ich auch gerechtfertigt, da ja sonst jeder zu denen kommen könnte, der eine SIM-Karte ‚gefunden‘ hat und sich das Guthaben auszahlen lassen will. Quasi alles ‚im Interesse des Kunden‘… ;o)

Dann, so T-mobile, würde in ca. 2 Monaten das Guthaben
überwiesen.

Diese Frist ist natürlich alles andere als kundenfreundlich, aber wenn die das so sagen und du auf das Geld nicht verzichten möchtest, musst du das wohl oder übel hin nehmen oder eben mit anderen rechtlichen Schritten dagegen vorgehen - allerdings wird das Restguthaben wohl keinen ausreichenden Streitwert darstellen…

Für mich grenzt das an Erpressung.

Gut, dass du die Einschränkung eingebaut hast, sonst könnte man dich jetzt wegen Verleumdung, Rufschädigung o.ä. belangen. ;o)

Es ist wie es ist - nimm es hin, wenn du die Kohle wieder haben willst! Außerdem wird es in den AGB des Providers sicherlich einen entsprechenden Passus geben, der das Ganze für den Provider absichert ;o)

Fazit: Neue Kunden wird der Provider mit einem solchen Verhalten wohl nicht gewinnen, aber das stört ihn in diesem Falle wohl auch gar nicht, da solche Kunden wie deine Mutter für den Provider nur Geld kosten und nichts einbringen (ohne deiner Mutter jetzt zu nahe treten zu wollen!)

Wackelpudding

MfG und immer locker bleiben
Olli

Hallo Wackelpudding,

…genau so steht es aber in den AGB von T-Mobile. Ich kann deren gebaren nachvollziehen. Wenn die Karte jahrelang nur Kosten verursacht und nicht genutzt wird, scheint der Abschalttermin tatsächlich völlig nebensächlich.
Vermutlich hattest Du auch noch Glück. Denn nach den AGB ist T-Mobile ziemlich schnell dabei und lässt nicht so viel Zeit verstreichen.

Sputki