T-Online Flaterate Mogelpackung (16Kbits/Sek)

Aus der Internet World Online:
http://www.internetworld.de/index_1667.html

„Mogelpackung der Telekom“

(10.02.00) Die Flatrate-Pläne der deutschen Telekom konkretisieren sich (wir berichteten mehrfach). Die Bonner wollen zur CeBIT 2000 den als „T-ISDN@active“ bezeichneten Tarif der Allgemeinheit vorstellen.

Um die eigenen Backbone-Netze vor allzu viel Traffic zu schützen, wird die Kapazität auf maximal 16 KBit/s begrenzt und der bei ISDN genutzte D-Kanal („dial“) für die Internet-Nutzung zweckentfremdet. Über den D-Kanal erfolgt der Verbindungsaufbau, -abbau
und die Kommunikationssteuerung. Die Idee, den Steuerungskanal für Datenübertragung zu nutzen ist nicht neu, und durch ein paketorientiertes Protokoll auch so von der Telekom vorgesehen.

Kritiker wie die „Initiative ohne Taktung“ (IoT) bezeichnen den Telekom-Vorstoß schon jetzt als Mogelpackung: „Sollte die Telekom ihre Pläne tatsächlich so verwirklichen, wird dies kein echter Pauschaltarif, sondern eine Mogelpackung auf veraltetem
technischen Niveau“, so Philipp Sudholt.

Für Wirbel sorgt auch die Ankündigung der Telekom, zukünftige Nutzer mit einem eigenen Informationsprogramm zu versorgen. Nachrichten und Börsenkurse sollen über die „Standleitung“ (Telekom-Jargon) dann automatisch ins Haus kommen. Der Plan hört sich
nicht nur proprietär an, er ist es auch. In alter Tradition der Bonner könnten Fremdanbieter von der Nutzung des D-Kanals der Telekom zukünftig ausgeschlossen bleiben. Bei den Bonnern sieht man das anders: Nach einer gewissen Erprobungsphase werde man
auch anderen Dienstleistern den Service anbieten.

„Datenübertragung auf dem D-Kanal ist kein Schritt nach vorne, sondern ein großer Schritt in die Vergangenheit. Echte Internet-Nutzung wird damit nicht möglich sein, die Bandbreite des D-Kanals reicht dazu bei weitem nicht aus“, so Sudholt. Verglichen mit
der Situation in anderen Ländern sei die deutsche Situation absurd. „Bedenkt man, das sich überall schnelle Breitband-Lösungen etablieren“, könne es nicht angehen, daß der deutsche Internet-Nutzer auf langsame
Zwischenlösungen zurückgreifen müsse. (pk)

Dabei handelt es sich nicht um die angekündigte Original Flatrate. Hier zahlt man 10 DM zusätzlich zum Isdn Anschluss und dann kann man Emails und vorgegebene infos abrufen und das nur mit den 16 Kbs.
Die 100,-DM Flatrate soll eine echte sein, wobei ich denke, das die Übertragunsraten auch da nicht viel höher liegen werden.
Gruß
Roland

Also könnte ich dann einen eMail-Request machen und mir 100 MB Files per eMail holen und das für 10,- DM / Monat… naja.

Wenn Du dir das antuhen möchtest bei der Geschwindigkeit

Am Anfang wirds chaotisch
Nachdem sich ja bei den vergangenen Flatrates, allem voran das Angebot von Mobilcom, die Leute wie wild da drauf gestürzt haben, wird es wohl auch bei T-Online drastische Engpäße meiner Ansicht nach geben. Erst wenn die anderen Provider nachgezogen haben und ihre Kapazitäten ausgebaut haben, werden sich wieder normale Zustände einstellen. Ich hoffe, dass die Leute die Flatrate nicht mißbrauchen (z.B. für mehrere hundert MBytes große Downloads - da wirds dann nämlich eng im Netz.)

Michael

Was wollt ihr mehr?
Hey, schon mal daran gedacht, die 16Kb einfach nur als Rückkanal laufen zu lassen und den Downstream über z.B. Herzogtel laufen zu lassen. Dann zahlt ihr insgesamt 69.95DM im Monat und seit mit theoretisch 800KB drinnen! Also mir reicht das, weil ich eigentlich nicht viel Uploade!

Aus der Internet World Online:
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„Mogelpackung der Telekom“

16 kbit/sec sind 2 kbytes/sec., entspricht also der ersten Modemgeneration nach dem Akustik-Koppler. Es gabe eine Zeit, da war man happy über die heute als lahm bezeichnete Verbindung. Wenn das (fast) nix kostet, ist das trotzdem ein hervorragendes Angebot. Millennium Webpages dauern dann eben etwas länger. Wer hier in Wer-weiß-was postet, wird wohl nicht unbedingt mehr als 2 Kilobytes schreiben ;=) und dem reicht dann der Zugang der End-Achtziger aus. Wer es schneller mag, braucht dann die FullFlatRate 2000, die weniger als 50 Euro im Monat kosten soll. Bis Weihnachten werden die Preise wohl auch noch etwas weicher und wir haben ein Niveau um ca. 30 Marx/Monat. Surfen, bis der Arzt kommt.
Viel Spaß!

(10.02.00) Die Flatrate-Pläne der
deutschen Telekom konkretisieren sich
(wir berichteten mehrfach). Die Bonner
wollen zur CeBIT 2000 den als
„T-ISDN@active“ bezeichneten Tarif der
Allgemeinheit vorstellen.

Um die eigenen Backbone-Netze vor allzu
viel Traffic zu schützen, wird die
Kapazität auf maximal 16 KBit/s begrenzt
und der bei ISDN genutzte D-Kanal
(„dial“) für die Internet-Nutzung
zweckentfremdet. Über den D-Kanal erfolgt
der Verbindungsaufbau, -abbau
und die Kommunikationssteuerung. Die
Idee, den Steuerungskanal für
Datenübertragung zu nutzen ist nicht neu,
und durch ein paketorientiertes Protokoll
auch so von der Telekom vorgesehen.

Kritiker wie die „Initiative ohne
Taktung“ (IoT) bezeichnen den
Telekom-Vorstoß schon jetzt als
Mogelpackung: „Sollte die Telekom ihre
Pläne tatsächlich so verwirklichen, wird
dies kein echter Pauschaltarif, sondern
eine Mogelpackung auf veraltetem
technischen Niveau“, so Philipp Sudholt.

Für Wirbel sorgt auch die Ankündigung
der Telekom, zukünftige Nutzer mit einem
eigenen Informationsprogramm zu
versorgen. Nachrichten und Börsenkurse
sollen über die „Standleitung“
(Telekom-Jargon) dann automatisch ins
Haus kommen. Der Plan hört sich
nicht nur proprietär an, er ist es auch.
In alter Tradition der Bonner könnten
Fremdanbieter von der Nutzung des
D-Kanals der Telekom zukünftig
ausgeschlossen bleiben. Bei den Bonnern
sieht man das anders: Nach einer gewissen
Erprobungsphase werde man
auch anderen Dienstleistern den Service
anbieten.

„Datenübertragung auf dem D-Kanal ist
kein Schritt nach vorne, sondern ein
großer Schritt in die Vergangenheit.
Echte Internet-Nutzung wird damit nicht
möglich sein, die Bandbreite des D-Kanals
reicht dazu bei weitem nicht aus“, so
Sudholt. Verglichen mit
der Situation in anderen Ländern sei die
deutsche Situation absurd. „Bedenkt man,
das sich überall schnelle
Breitband-Lösungen etablieren“, könne es
nicht angehen, daß der deutsche
Internet-Nutzer auf langsame
Zwischenlösungen zurückgreifen müsse.
(pk)

Denke mal nach:
Mehrere hundert MEGAbytes (!!!) mit 2 Kilobytes pro Sekunde sind bei angenommenen 500 MBytes Datendownload eine halbe Million Sekunden, also rund 138 Stunden, resp. fast sechs Tage.
Damit legt man sich seinen Zugang selber platt. Wer das macht, hat zuviel Zeit und sollte sich etwas anderes suchen.
Bist Du im Urlaub und läßt den PC von Sonntag bis Samstag laufen, braucht nur der Download kurz vor knapp einzubrechen und eine zweite Downloadwoche ist angesagt.
Na denn.

EIN Megabyte sind bei der gegebenen Speed 500 Sekunden, also gut acht Minuten. Zeit genug für einen Kaffee.

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