es hieß doch, dass das Übernahme"angebot" von der Telekom bei einer Fusion angenommen werden muss, wenn 75% von T-Online dafür stimmen. Und daran gibt es wohl keinen Zweifel. Bevor ich jetzt frage, lest euch mal das hier durch:
_Hedge-Fonds spekulieren auf T-Online-Aktien - Handelsblatt
DÜSSELDORF (Dow Jones-VWD)–Internationale Hedge-Fonds spekulieren einem
Bericht des „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) zufolge massiv auf eine
Nachbesserung des Mitte bis Ende November beginnenden Barangebots für den
Rückkauf von T-Online-Aktien durch die Deutsche Telekom AG, Bonn. T-Online
stehe bei fast allen US-Hedge-Fonds derzeit ganz weit oben auf der
Kaufliste, will die Zeitung aus Kreisen von Investmentbanken erfahren haben.
Ziel der Aufkäufe sei es, mehr als 10% der T-Online-Aktien unter Kontrolle
zu bekommen.
Würde es der Telekom nämlich nicht gelingen, 90% der T-Online-Anteile zu
bekommen, müsste T-Online bis zum endgültigen Abschluss der Verschmelzung
zum Beispiel weiterhin kostspielige Hauptversammlungen organisieren. Die
T-Online-Pressestelle war am frühen Morgen nicht für eine Stellungnahme zu
erreichen.
(ENDE) Dow Jones Newswires/29.10.2004/11/rib/mim
Quelle: VWD 29.10.2004 08:18:13_
Nun die Frage: Was nützt es, wenn man 10% hat, aber dann doch zum Umtausch gezwungen wird? Irgendwas muss ich wohl falsch verstanden haben.
kann man denn als T-Online-Aktionär sowohl Barangebot als auch Umtauschangebot ablehnen und somit seine Aktien behalten? Auch wenn für eine Fusion gestimmt wird?
abgesehen vom Fall des Squeeze-Out, gibt es KEINE Möglichkeit die Aktienbesitzer zu einem Umtausch oder zur Barabfindung zu zwingen.
Allerdings hat man dann eventuell Titel in seinem Depot die nirgends mehr gelistet sind und nahezu unverkäuflich vor sich hin schlummern.
Ich hatte einen Kunden der hatte 4 Jahre lang so ein Papier aus den Niederlanden im Depot.
Im Rahmen eines Buy-Out’s durch die englische Gesellschaft die die niederländische geschluckt hatte, ist er letztendlich gut gefahren.
Wie sieht es denn mit den Gewinnen von T-Online aus? Kann die Telekom diese an den verbliebenen T-Online Aktionären vorbeischummeln oder würde sie nur durch Dividendenzahlungen von T-Online daran kommen?
Wie sieht es denn mit den Gewinnen von T-Online aus? Kann die
Telekom diese an den verbliebenen T-Online Aktionären
vorbeischummeln oder würde sie nur durch Dividendenzahlungen
von T-Online daran kommen?
im Prinzip letzteres, denn ein Mehrheitsaktionär kann sich nur weniger Dividende genehmigen als dem Rest und nicht mehr. Aber es gibt bei solchen Strukturen trotz aller Kontrolle der Wirtschaftsprüfer und Finanzbehörden immer Möglichkeiten, Gewinne der Tochter an die Mutter abzuführen, nur heißt es dann nicht mehr Gewinnabführung, sondern es werden Zinsen in Rechnung gestellt, Verrechungspreise berechnet usw. Natürlich alles nicht mit der Holzhammermethode.
Ich persönlich halte nicht allzu viel davon, bis zum Schluß Aktionär einer Gesellschaft zu bleiben, bei der ein Großaktionär bekannterweise das gesamte Kapital übernehmen möchte. Wenn es ganz dumm läuft, findet man sich nämlich sonst schnell als Kommanditist einer KG wieder und dann kommt nicht wirklich Freude auf, wenn man die Anteile veräußern will oder Gewinne versteuern muß.
Das soll nicht heißen, daß sich ein bißchen pokern nicht lohnen kann, aber für jemanden, der nebenbei auch noch arbeiten muß, lassen sich geeignetere Methoden zur Freizeitgestaltung finden. Bei Rentnern und Anwälten scheint sich sowas allerdings zunehmend zu einem Breitensport zu entwickeln.