Hallo,
Ich bin anderer Meinung. Die genannten Werte sind momentan
nicht so schlimm. Es besteht eine leichte fT3 Erhöhung.
…und eine TSH-Erhöhung…
Das Problem ist meist, wie erwähnt, dass die Untersuchungsergebnisse nicht einheitlich bestimmt werden. Alternativ liegt Konversionsstörung vor. Das hat jetzt nichts mit Einheiten zu tun, sondern liegt in er Analytik der Ergebnisse. Gerade Schilddrüsenwerte sind empfindlich und reagiere mit starken Ausreissern in alle Richtungen, ohne das was vorliegen muss.
Beispiel: Man nehme während einer Blutabnahme mehrere Röhrchen ab und schicke sie in unterschiedliche Labors oder in das gleiche Labor um einige Zeit versetzt. Wer dieses Spiel mal gemacht hat, wird sehen, dass schon unterschiedliche Werte resultieren. Jetzt stellt man sich natürlich die Frage, warum dann messen, wenn die Werte ungenau sein können. Das Problem liegt aber an vielen Faktoren, die meist durch „Fehler“ sich aufsummieren. Die Werte bei genauer Einhaltung der empfohlenen Messmethode stimmt meist innerhalb der normalen Schwankungsbreite.
Bevor man überhaupt eine Szinitgraphie macht, sollte man Sonographie
und noch weitere Schilddrüsenwerte machen.
Wer hat denn von einer Szintigraphie gesprochen? Der Nuk kann
sicherlich auch wesentlich genauer ein Sono der Schilddrüse
beurteilen als der Hausarzt, der sieht das immerhin wesentlich
öfter. Und die Werte und deren Interpretation sind ihm auch
geläufiger als dem Hausarzt.
Da mag ich den Denkfehler haben, dass fast jeder Patient beim Nuklearmediziner eine Szinitgraphie bekommt - leider erlebe ich das in der Gegend hier sehr oft. Ich hoffe aber das das regional nicht überall so ist.
Das kann der Hausarzt genauso gut, dazu bedarf es keinerlei :Spezialisten.
Offensichtlich kann der betreffende Hausarzt das nicht, sonst
hätte er den UP nicht weitergeschickt zum Spezialisten…
Das stimmt.
Zudem sollte man wissen, dass gerade Schilddrüsenwerte
manchmal mit unterschiedlichen Verfahren gemessen werden, so
das Laborenten leider so oft sind.
Den letzten Teil des Satzes verstehe ich nicht, der erste Teil
ist auch mir klar, daher sprach ich in meinem Vorpost auch von
„gängigen Referenzwerten“
Ich wollte damit ausdrücken, dass das fT4, TSH, fT3 … unterschiedlich bestimmt werden kann, und dadurch manchmal bei grenzwertigen Befunden, unterschiedliche Werte resultieren… (unabhängig vom Referenzbereich der unterschiedlichen Methode)
Erst wenn im Verlauf die weiteren Schilddrüsenwerte auffällig
sind, das Sonogramm auffällig ist, die entsprechende Therapie
ohne Erfolg ist, würde ein Spezialist helfen.
Für genau diese weiteren Schilddrüsenwerte und eine
Überprüfung des hausärztlichen Sonos wurde ich von meinem
Hausarzt zum Spezialisten geschickt…
Ok, wenn das der Hausarzt nicht hinbekommt, wird das wohl so sein. Aber meines Erachtens sollte das der Hausarzt hinbekommen.
In der Regel
wird der Patient meist beim Hausarzt ausreichend betreut. Denn
auch der Hausarzt kennt bei Fragen einen Kollegen, der er
primär zu Rate zieht, ohne dass der Patient weiter geschickt
wird.
Bei gestellter und gesicherter Diagnose gebe ich dir recht.
Ok, dann kann er ja immerhin die Nachbetreuung übernehmen.
Aber wenn der Hausarzt sich diese selbst nicht zutraut (gerade
bei Schilddrüse verstehe ich das, das ist irgendwie doch ein
recht komplexes Feld), warum nicht zum Spezialisten? Und das
muss ja nicht unbedingt ein Nuk sein, sondern z.B. ein
Endokrinologe.
Also die Endokrinologen werden meiner Erfahrung nach, eher selten kontaktiert am Anfang. Erst im Verlauf. Aber das ist wohl auch regional sehr unterschiedlich.
Was spricht dagegen? Und ich möchte jetzt nur
ungern etwas von „Mehrkosten“ hören.
Ja, daran liegt es nicht direkt. Liegt daran, dass aufgrund der niedrigen Fachärzteanzahl regional die Termine schwierig zu bekommen sind, und die einfacheren Dinge primär versucht werden über den Hausarzt zu regeln. Das mag doof klingen, aber der Patient hat mehr davon, wenn der Endokrinolge mehr Zeit für den schwierigen Fall hat. Soll ja nicht heissen, keiner soll hin, nur sollte im Vorfeld die Basis abgeklärt worden sein.
Eine nicht oder falsch behandelte Über-oder Unterfunktion
dürfte in der Folge mehr kosten als ein einmaliger Befund
von Nuk oder Endo.
Das stimmt uneingeschränkt, und gilt für jede Erkrankung ebenso.
Nur muss man sich davor hüten, grundsätzlich für jede Erkrankung einen Spezialisten zu suchen, auch wenn man dazu geneigt ist. Die Anzahl ist leider zu gering, damit dieser Wunsch erfüllt werden kann.
Liebe Grüsse
Anja