t3-Hyperthyreose?

Hallo,

Ich hab von meinem arzt meine schilddrüsenwerte bekommen und steig da nicht durch…
TSH 5,3 (+)
T3 4.5 (+)
T4 14,3 (normal)

Er sagt es sei vielleicht eine t3-Hyperthyreose… Ich solle mal zum schilddrüsenspezialisten gehen…
Das t4 normal ist könne er nicht richtig zuordnen…

Hat vielleicht jemand eine ahnung was da los ist?
Kann so im internet nichts richtiges finden :frowning:

Lg

Hi maumau!

Ich hab von meinem arzt meine schilddrüsenwerte bekommen und
steig da nicht durch…
TSH 5,3 (+)
T3 4.5 (+)
T4 14,3 (normal)

Er sagt es sei vielleicht eine t3-Hyperthyreose… Ich solle
mal zum schilddrüsenspezialisten gehen…
Das t4 normal ist könne er nicht richtig zuordnen…

Die Einschätzung deines Hausarztes, dass du damit einen Spezialisten (Endokrinologe oder zunächst einmal Nuklearmediziner) aufsuchen solltest, teile ich. Diese kennen sich besser mit den Werten aus. Diesem solltest du auch vom Verdacht deines Arztes erzählen.

Es wäre ganz gut gewesen, wenn du die Referenzwerte (von…bis) gepostet hättest, vielleicht holst du das noch nach ?!

Eher ungewöhnlich finde ich, dass dein (Haus?-)Arzt die T-Werte (T3 + T4) und nicht die freien T-Werte (fT3 + fT4) bestimmt hat. Letztere sind bei Blutuntersuchungen aussagekräftiger.

Laut deinem TSH-Wert hast du nach vielen gängigen Labor-Referenzwerten, auf jeden Fall aber nach dem neuerdings auf einen Grenzwert von 2,5 gesenkten oberen Referenzbereich eine Schilddrüsenunterfunktion (also eine Hypo thyreose).
Wie das mit dem T3-Wert zusammenpasst, sollte in der Tat nochmal jemand untersuchen, der sich damit auskennt und der dann auch die Ursachen (ob Hypothyreose oder High-T3) bestimmen kann.

Viele Grüße
Dine

Hallo,

bitte Deinen Arzt Dich direkt beim Speziallisten anzumelden.Er hat die aktuellen Schilddrüsenwerte bestimmt nicht ohne Grund bestimmen lassen.
Und Du brauchst Klarheit! Viel Glück

sorry ich hab mich da verschrieben!

also
TSH 5,3
fT3 (LIA) 4,5 (normal 2,0-4,2)
fT4 (LIA) 14,3 (normal 8,0-17,0)

ich habe jetzt einen termin beim spezialisten aber erst im september…
mich beunruhigt nur das der arzt sagte das es ungewöhnlich sei das der fT4 wert normal ist…

dachte nur das vielleicht jemand erfahrung damit hat…
klar ist es besser auf die diagnose des arztes zu warten aber würde am liebsten sofort wissen was los ist :frowning:

Hi maumau!

sorry ich hab mich da verschrieben!

also
TSH 5,3
fT3 (LIA) 4,5 (normal 2,0-4,2)
fT4 (LIA) 14,3 (normal 8,0-17,0)

Ah, okay! Wobei ich jetzt nicht zwingend finde, dass dein fT3 dramatisch hoch liegt bei dem Referenzbereich.
Hat dein Arzt denn gar nichts zum erhöhten TSH gesagt?
Leidest du an irgendwelchen Symptomen? Oder anders gefragt: Wie geht es dir mit den Werten? Und warum wurden sie überhaupt bestimmt?

ich habe jetzt einen termin beim spezialisten aber erst im
september…

Bei welchem Spezialisten?

mich beunruhigt nur das der arzt sagte das es ungewöhnlich sei
das der fT4 wert normal ist…

Das ein Wert normal ist, sollte dich nun eher nicht beunruhigen. Dein Arzt meinte dies nur im Kontext einer t3-Hyperthyreose, da laut ihm für diesen Befund ein normaler fT4 ungewöhnlich wäre. Das heißt nichts anderes als dass der Befund eigentlich eher gegen seinen eigenen Verdacht spricht.

Gruß
Dine

Hallo,

Ich bin anderer Meinung. Die genannten Werte sind momentan nicht so schlimm. Es besteht eine leichte fT3 Erhöhung. Bevor man überhaupt eine Szinitgraphie macht, sollte man Sonographie und noch weitere Schilddrüsenwerte machen. Das kann der Hausarzt genauso gut, dazu bedarf es keinerlei Spezialisten. Zudem sollte man wissen, dass gerade Schilddrüsenwerte manchmal mit unterschiedlichen Verfahren gemessen werden, so das Laborenten leider so oft sind.

Erst wenn im Verlauf die weiteren Schilddrüsenwerte auffällig sind, das Sonogramm auffällig ist, die entsprechende Therapie ohne Erfolg ist, würde ein Spezialist helfen. In der Regel wird der Patient meist beim Hausarzt ausreichend betreut. Denn auch der Hausarzt kennt bei Fragen einen Kollegen, der er primär zu Rate zieht, ohne dass der Patient weiter geschickt wird.

Anja

Hallo,

Ich bin anderer Meinung. Die genannten Werte sind momentan
nicht so schlimm. Es besteht eine leichte fT3 Erhöhung.

…und eine TSH-Erhöhung…

Bevor man überhaupt eine Szinitgraphie macht, sollte man Sonographie
und noch weitere Schilddrüsenwerte machen.

Wer hat denn von einer Szintigraphie gesprochen? Der Nuk kann sicherlich auch wesentlich genauer ein Sono der Schilddrüse beurteilen als der Hausarzt, der sieht das immerhin wesentlich öfter. Und die Werte und deren Interpretation sind ihm auch geläufiger als dem Hausarzt.

Das kann der Hausarzt genauso gut, dazu bedarf es keinerlei :Spezialisten.

Offensichtlich kann der betreffende Hausarzt das nicht, sonst hätte er den UP nicht weitergeschickt zum Spezialisten…

Zudem sollte man wissen, dass gerade Schilddrüsenwerte
manchmal mit unterschiedlichen Verfahren gemessen werden, so
das Laborenten leider so oft sind.

Den letzten Teil des Satzes verstehe ich nicht, der erste Teil ist auch mir klar, daher sprach ich in meinem Vorpost auch von „gängigen Referenzwerten“
.

Erst wenn im Verlauf die weiteren Schilddrüsenwerte auffällig
sind, das Sonogramm auffällig ist, die entsprechende Therapie
ohne Erfolg ist, würde ein Spezialist helfen.

Für genau diese weiteren Schilddrüsenwerte und eine Überprüfung des hausärztlichen Sonos wurde ich von meinem Hausarzt zum Spezialisten geschickt…

In der Regel
wird der Patient meist beim Hausarzt ausreichend betreut. Denn
auch der Hausarzt kennt bei Fragen einen Kollegen, der er
primär zu Rate zieht, ohne dass der Patient weiter geschickt
wird.

Bei gestellter und gesicherter Diagnose gebe ich dir recht. Aber wenn der Hausarzt sich diese selbst nicht zutraut (gerade bei Schilddrüse verstehe ich das, das ist irgendwie doch ein recht komplexes Feld), warum nicht zum Spezialisten? Und das muss ja nicht unbedingt ein Nuk sein, sondern z.B. ein Endokrinologe. Was spricht dagegen? Und ich möchte jetzt nur ungern etwas von „Mehrkosten“ hören. Eine nicht oder falsch behandelte Über-oder Unterfunktion dürfte in der Folge mehr kosten als ein einmaliger Befund von Nuk oder Endo.

Viele Grüße
Dine

Hallo,

Ich bin anderer Meinung. Die genannten Werte sind momentan
nicht so schlimm. Es besteht eine leichte fT3 Erhöhung.

…und eine TSH-Erhöhung…

Das Problem ist meist, wie erwähnt, dass die Untersuchungsergebnisse nicht einheitlich bestimmt werden. Alternativ liegt Konversionsstörung vor. Das hat jetzt nichts mit Einheiten zu tun, sondern liegt in er Analytik der Ergebnisse. Gerade Schilddrüsenwerte sind empfindlich und reagiere mit starken Ausreissern in alle Richtungen, ohne das was vorliegen muss.

Beispiel: Man nehme während einer Blutabnahme mehrere Röhrchen ab und schicke sie in unterschiedliche Labors oder in das gleiche Labor um einige Zeit versetzt. Wer dieses Spiel mal gemacht hat, wird sehen, dass schon unterschiedliche Werte resultieren. Jetzt stellt man sich natürlich die Frage, warum dann messen, wenn die Werte ungenau sein können. Das Problem liegt aber an vielen Faktoren, die meist durch „Fehler“ sich aufsummieren. Die Werte bei genauer Einhaltung der empfohlenen Messmethode stimmt meist innerhalb der normalen Schwankungsbreite.

Bevor man überhaupt eine Szinitgraphie macht, sollte man Sonographie
und noch weitere Schilddrüsenwerte machen.

Wer hat denn von einer Szintigraphie gesprochen? Der Nuk kann
sicherlich auch wesentlich genauer ein Sono der Schilddrüse
beurteilen als der Hausarzt, der sieht das immerhin wesentlich
öfter. Und die Werte und deren Interpretation sind ihm auch
geläufiger als dem Hausarzt.

Da mag ich den Denkfehler haben, dass fast jeder Patient beim Nuklearmediziner eine Szinitgraphie bekommt - leider erlebe ich das in der Gegend hier sehr oft. Ich hoffe aber das das regional nicht überall so ist.

Das kann der Hausarzt genauso gut, dazu bedarf es keinerlei :Spezialisten.

Offensichtlich kann der betreffende Hausarzt das nicht, sonst
hätte er den UP nicht weitergeschickt zum Spezialisten…

Das stimmt.

Zudem sollte man wissen, dass gerade Schilddrüsenwerte
manchmal mit unterschiedlichen Verfahren gemessen werden, so
das Laborenten leider so oft sind.

Den letzten Teil des Satzes verstehe ich nicht, der erste Teil
ist auch mir klar, daher sprach ich in meinem Vorpost auch von
„gängigen Referenzwerten“

Ich wollte damit ausdrücken, dass das fT4, TSH, fT3 … unterschiedlich bestimmt werden kann, und dadurch manchmal bei grenzwertigen Befunden, unterschiedliche Werte resultieren… (unabhängig vom Referenzbereich der unterschiedlichen Methode)

Erst wenn im Verlauf die weiteren Schilddrüsenwerte auffällig
sind, das Sonogramm auffällig ist, die entsprechende Therapie
ohne Erfolg ist, würde ein Spezialist helfen.

Für genau diese weiteren Schilddrüsenwerte und eine
Überprüfung des hausärztlichen Sonos wurde ich von meinem
Hausarzt zum Spezialisten geschickt…

Ok, wenn das der Hausarzt nicht hinbekommt, wird das wohl so sein. Aber meines Erachtens sollte das der Hausarzt hinbekommen.

In der Regel
wird der Patient meist beim Hausarzt ausreichend betreut. Denn
auch der Hausarzt kennt bei Fragen einen Kollegen, der er
primär zu Rate zieht, ohne dass der Patient weiter geschickt
wird.

Bei gestellter und gesicherter Diagnose gebe ich dir recht.

Ok, dann kann er ja immerhin die Nachbetreuung übernehmen.

Aber wenn der Hausarzt sich diese selbst nicht zutraut (gerade
bei Schilddrüse verstehe ich das, das ist irgendwie doch ein
recht komplexes Feld), warum nicht zum Spezialisten? Und das
muss ja nicht unbedingt ein Nuk sein, sondern z.B. ein
Endokrinologe.

Also die Endokrinologen werden meiner Erfahrung nach, eher selten kontaktiert am Anfang. Erst im Verlauf. Aber das ist wohl auch regional sehr unterschiedlich.

Was spricht dagegen? Und ich möchte jetzt nur
ungern etwas von „Mehrkosten“ hören.

Ja, daran liegt es nicht direkt. Liegt daran, dass aufgrund der niedrigen Fachärzteanzahl regional die Termine schwierig zu bekommen sind, und die einfacheren Dinge primär versucht werden über den Hausarzt zu regeln. Das mag doof klingen, aber der Patient hat mehr davon, wenn der Endokrinolge mehr Zeit für den schwierigen Fall hat. Soll ja nicht heissen, keiner soll hin, nur sollte im Vorfeld die Basis abgeklärt worden sein.

Eine nicht oder falsch behandelte Über-oder Unterfunktion
dürfte in der Folge mehr kosten als ein einmaliger Befund
von Nuk oder Endo.

Das stimmt uneingeschränkt, und gilt für jede Erkrankung ebenso.

Nur muss man sich davor hüten, grundsätzlich für jede Erkrankung einen Spezialisten zu suchen, auch wenn man dazu geneigt ist. Die Anzahl ist leider zu gering, damit dieser Wunsch erfüllt werden kann.

Liebe Grüsse

Anja

Hi Anja!

Da mag ich den Denkfehler haben, dass fast jeder Patient beim
Nuklearmediziner eine Szinitgraphie bekommt - leider erlebe
ich das in der Gegend hier sehr oft.

Das wundert nicht, eine Szintigraphie ist immerhin schön teuer, und die teuer angeschafften Geräte müssen sich ja lohnen :smile:. Mir hat man jedoch gesagt, dass eine Szinti hauptsächlich notwendig sei bei einem knotigen Befund, ansonsten sei sie eher wenig aussagekräftig. Daher hoffe ich mal, dass Ärzte sie nicht flächendeckend einsetzen.

Ich wollte damit ausdrücken, dass das fT4, TSH, fT3 …
unterschiedlich bestimmt werden kann, und dadurch manchmal bei
grenzwertigen Befunden, unterschiedliche Werte resultieren…
(unabhängig vom Referenzbereich der unterschiedlichen Methode)

Ah, jetzt hab ich´s!

Nur muss man sich davor hüten, grundsätzlich für jede
Erkrankung einen Spezialisten zu suchen, auch wenn man dazu
geneigt ist. Die Anzahl ist leider zu gering, damit dieser
Wunsch erfüllt werden kann.

Da gebe ich dir absolut recht. Ich bin auch dagegen, bei jedem Schnüpfchen direkt zum HNO zu rennen, statt sich einfach mal ins Bett zu legen und sich auszukurieren. Allerdings finde ich, dass es in einigen Bereichen Sinn macht, ein Mal „flott“ eine Diagnose von einem Spezialisten stellen zu lassen, statt fünf mal zum Hausarzt zu gehen.
Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben (ich weiß, man kann es nicht ganz mit der UP-Situation vergleichen, aber ich hoffe, es wird deutlich, was ich sagen möchte):

Im zarten Alter von 16 hatte ich eine Zyste am Eierstock, die erhebliche Beschwerden gemacht hat. Ich war zunächst beim Hausarzt (Gemeinschaftspraxis). Die Ärztin dort hat mich aufgrund der diffusen, zwar deutlich linksseitigen, aber nicht wirklich zu lokalisierenden Bauchschmerzen auf Magen-Darm-Beschwerden behandelt. Ich bekam Tropfen, die kurioserweise zu helfen schienen.
Im Monat drauf jedoch kamen die Schmerzen wieder, und es zog sich hin über mehrere Monate, in denen ich von Arzt zu Arzt (hauptsächlich Hausärzte und Internisten, aber auch ein Orthopäde)tingelte. Einer der Internisten mutmaßte sogar, dass ich seitenvertauschte Organe haben könnte und meine Schmerzen von einer Blinddarmreizung kommen könnten ^^.

Nach weiteren Wochen Schmerzen und einem zwischenzeitlichen Besuch beim Notdienst-Hausarzt, in dessen Praxis ich fast zusammengeklappt bin, ohne dass er mir helfen konnte, ging ich noch einmal in die erstgenannte Gemeinschaftspraxis zum ansässigen Internisten. Der schallte meinen Bauch und sagte :„Da ist irgendwas zu sehen, aber ich kann das nicht beurteilen, geh zum Gynäkologen!“

Dort angekommen warf der Gynäkologe (praktizierte in einer Klinik) nur zwei Sekunden einen Blick auf das mitgegebene Ultraschallbild und fragte nur noch, wann ich das letzte Mal etwas gegessen hätte. Ich musste sofort operiert werden.

Du siehst also, nicht jeder Hausarzt kann jede Krankheit diagnostizieren. Und das muss er ja auch gar nicht, dafür gibt es ja die Spezialisten:wink: Aber immerhin konnte mich der letzte Arzt definitiv an den richtigen Kollegen weiterverweisen.

Traurigerweise muss ich jedoch sagen, dass sogar der Gang zum Spezialisten keine Garantie ist, denn einen Monat vor meiner OP war ich bei einer Gynäkologin, die trotz Ultraschall meinte, mit mir sei alles okay und ich wolle ja sicher nur die Schule schwänzen…

Viele Grüße
Dine

Hallo,

Es gibt vieles im Bereich der Medizin, wo die Grenzen unklar sind.

Da hat kein Mensch was dagegen, wenn man zum Fachkollegen geht.

Nur ein Schnupfen muss nicht beim Virologen oder Mikrobiolgen behandelt werden, genauso wenig wie ein erstmalig aufgetretener leichter Durchfall den Gastroenterolgen braucht.

Anja

Tja, von einem banalen Schnupfen oder Durchfall ist aber nicht die Rede, sondern von einer Hyperthyreose.
Daher ist der Gang zu einem Spezialisten gerechtfertigt.
Die Patientin war bereits beim Hausarzt und nun will sie zu einem Facharzt gehen, was steht ihr also im Wege…Ihre Meinung etwa?