Off-Topic. Immer-Word-Nutzer, bitte nicht lesen!
Hallo Wiz,
kannst Du mir jetzt mal sagen, was Dein Kommentar hier soll?
Er soll zur Diskussion und zum Nachdenken anregen.
Jemand hat eine konkrete Frage und bekommt eine konkrete
Antwort. Warum müssen sich da immer ungefragt Leute berufen
fühlen, Produktkritik zu üben.
Ja, wirklich, unglaublich diese Impertinenz! Aber ich erlaube mir trotzdem den Luxus einer eigenen Meinung und obendrein das Recht, diese auch zu äußern. Und zwar jederzeit auch OHNE Dich vorher um Erlaubnis zu fragen.
Die hat hier überhaupt nichts
verloren.
Sehe ich anders. Wenn Du Deine Augen in der Themenliste ein klein wenig nach Unten wandern lässt, kannst Du unschwer eine weitere „Inhaltsverzeichnis“ Frage erkennen. Dort war der Fragesteller so pfiffig, nicht einmal anzugeben, mit welcher Software er denn die angegebene Fehlermeldung produziert hat.
Viele Anwender haben überhaupt keinen Einfluss auf
die Wahl der von ihnen zu verwendenden Software
doch, haben sie. Indem sie nämlich nicht die Support-Arbeit der ach so problemlosen Lösung hier ins Forum bringen, in dem dann Menschen ihre Freizeit dafür opfern dürfen, dass die für diese Software Verantwortlichen ihren Büroschlaf fortsetzen können und bei Anfragen seitens der Geschäftsleitung brav antworten können, dass überhaupt keinerlei Probleme im Zusammenhang mit der eingesetzten Software bekannt wären.
Profi-Software verdient auch Profi-Support, meinst Du nicht? Schließlich wurde ja teuer genug dafür bezahlt.
und da bringt
es sie überhaupt nicht weiter, wenn man ihnen statt möglicher
Hilfe zum konkreten Problem ständig um die Ohren haut, es gäbe
bessere Software,
ich haue das nicht „ständig um die Ohren“, ich erlaube mir aber dennoch, das Vorgehen bei vermeintlich „optimalen“ und durchaus teuren Produkten kritisch zu hinterfragen. Beachte: Es handelt sich hier um ein Forum zum Thema „Textverarbeitung“. Nicht „Gratishotline für Word-Nutzer“
zumal „besser“ überhaupt erst einmal
definiert werden müsste, und zwar aus Anwendersicht!
In der Tat aus Anwendersicht.
Wenn
jemand täglich zig Briefe vollkommen problemlos mit Word
schreibt, und vielleicht nur einmal im Jahr ein
umfangreicheres Dokument mit Inhaltsverzeichnis braucht, und
hierzu dann nur eine Frage hat, um diese Aufgabe zu
bewältigen, dann ist Word für ihn (unabhängig von allen
bekannten Macken und Nachteilen) das Programm der Wahl.
Briefe schreiben ist nun wirklich keine Funktion, mit der man sich rühmen kann. Das kann man sogar mit Wordpad oder jedem beliebigen Schnulli-Editor genauso gut, wie mit Word erledigen. Da ist die Software ein glatter Overkill.
Nur
für ein Dokument im Jahr den Aufwand zu betreiben, sich in
eine vollkommen andere Gattung von Software einzuarbeiten,
steht außerhalb jeglichen vernünftigen Verhältnisses, erst
recht, wenn es um bezahlte (und von einem anderen zu
bezahlende) Arbeitszeit geht.
Es zeigt sich leider immer wieder, dass die vermeintlich eingesparte Zeit (weil man ja Word bereits durch das Briefchen schreiben so toll kennt) doppelt und dreifach hinten angehängt werden muss, weil eben erstens die Funktionsvielfalt unterschätzt wird und zweitens die Funktionen voller Fehler stecken, die eine effiziente Arbeit erheblich erschweren.
Im Übrigen sehe ich die Zielgruppe hier nicht primär in Büroangestellten Briefvielschreibern, die nun ganz plötzlich eine umfangreiche Dokumentation anfertigen müssen, sondern vielmehr im Heimanwender, der vielleicht vor so etwas entscheidendem wie einer Diplom- oder Doktorarbeit sitzt und dort so problemlos wie irgend möglich durch kommen möchte. Da ist eine Installations/Einarbeitungszeit von sagen wir mal einer bummeligen Woche gar kein Problem. Obendrein, da die Software keinen Cent kostet und somit eine zumindest im Privaten Bereich sehr kanppe Resource schont. Wenn man die Leute hier und in anderen de-facto M$-Foren so anhört, sollte man meinen, in der sog. freien Wirtschaft spiele Geld überhaupt keine Rolle.
BTW: Ich frage mich wirklich, was man an der Erstellung eines
Inhaltsverzeichnisses einfacher machen kann,
Man schreibt einfach \tableofcontents in den Text, an die Stelle an der später das Inhaltsverzeichnis stehen soll. Den Rest macht die Software. Insbesondere das Layout.
wenn man dem
Anwender die Freiheit der äußeren Gestaltung geben will,
Nur bei einem Satzsystem hat der Anwender die FREIHEIT der Gestaltung. Bei Word & Co. hat der den ZWANG der Gestaltung. Und genau da liegt das Problem. Die wenigsten Menschen haben vor ihrer jetzigen Tätigkeit den Beruf des Setzers erlernt. Darum ist es für die allermeistens Menschen (Dich natürlich ausgenommen) eine nur sehr schwer lösbare Aufgabe, ein nach modernen ergonomischen Gesichtspunkten gestaltetes Layout mit Word-Bordmitteln zu fabrizieren. Die Standardvorgaben sind komplett indiskutabel.
Wer einen langen Text schreibt, der will sich aber gar nicht um das Layout kümmern, er/sie hat genug mit dem Inhalt zu tun. Darauf kommt es nämlich an. Den Inhalt ansprechend und leicht lesbar aufzubereiten sollte Aufgabe der Software sein, nicht des Autors. Dafür habe ich ja den Computer. Sonst könnte ich auch eine Schreibmaschine nehmen.
als
es bei Word der Fall ist. Soll das Programm raten, was ins
Inhaltsverzeichnis kommt, und wie dies auszusehen hat?
Was reinkommt ist klar: Alle Überschriften von Kapiteln und Abschnitten, bis zu einer gewissen Schachtelungstiefe, die man ggf. einmal angibt.
Was
rein soll, muss in irgend einer Form markiert werden, und da
ist es sinnig, pro Ebene einfach ein Absatzformat zu
definieren, durch das dann auch gleich sichergestellt wird,
dass die Überschriften einer Ebene alle gleich aussehen.
In der Tat. Nur überlasse ich das „Wie“ leiber einem erfahrenen Setzer, als meinem guten(?) Geschmack.
Und
um eine von den Überschriften abweichende Gestaltung im
Verzeichnis selbst zu ermöglichen, muss man auch hier ja wohl
eine möglichst pro Ebene einheitliche Gestaltung definieren.
Nicht „Man“, sondern der Setzer. Ich will nur meinen Text schreiben und sagen: Hey, hier kommt eine neue Überschrift! Ich will auch jederzeit Inhalt bewegen können, ohne das eine Nummerierung durcheinander gerät oder Fußnoten im Nirvana landen. Ich will das Querreferenzen stimmen, ich will Tabellen-, Abbildungs- und Literaturverzeichnisse nicht mühsam selbst erstellen, etc.
Was spricht also dagegen, dies genauso zu lösen, wie bei den
Überschriften?
Der hohe Aufwand. Nicht zuletzt beim erlernen der Software. Ich bekomme lieber erst einmal automatisch ein sehr gutes Ergebnis. Wenn ich dann damit nicht zufrieden bin und noch Zeit übrig habe vor dem Abgabetermin, dann kann ich mich ja mal mit dem Layout auseinandersetzen.
Sorry, aber diese Sache ist nun wirklich in
Word logisch und sauber implementiert (im Gegensatz zu
diversen anderen Dingen) und einfach zu durchschauen, wenn man
sich hiermit nur einmal vertraut macht. Und genau hieran
hapert es bei vielen Leuten (ganz unabhängig von der
verwendeten Software).
Aber genau das ist ja meine Kritik. Word benötigt nicht ein Stück weniger Einarbeitungsaufwand, als LaTeX, wenn man es über die Funktion einer mechanischen Schreibmaschine hinaus benutzen möchte. Und dann zeigt sich, dass es vergleichsweise kompliziert, unergonomisch und fehlerhaft implementiert ist.
Gruß
Fritze