Tachometer, digital, Synchronität

Guten Tag,
ich habe bei verschiedenen elektronischen Tachometern in Autos (BMW, OPEL, HYUNDAI) festgestellt, dass die Gesamtkilometer und Tageskilometer-Anzeigen nicht synchron laufen. D.h. nach einigen tausend Kilometern geht differieren die anzeigen immer mehr.
Warum ist das so? Bei der Elektronik sollte das doch heute kein Problem mehr sein.
Bin gespannt…
Gruß
S. götz

Hallo,

da bin ich auch mal gespannt, was hier für Antworten kommen. Bei meinem Ford kann ich das jedenfalls nicht feststellen.

Was allerdings unterschiedlich ist: Mit einem Trick kann ich am elektronischen KM-Zähler auch andere Werte anzeigen lassen, z.B. die Geschwindigkeit. Und die kann vom Tachowert abweichen. Das hat sicherlich den Grund, dass ein Tacho zwar etwas vorgehen darf, aber nicht nachgehen darf, obwohl Reifen mit geringfügig anderem Umfang gefahren werden dürfen. Deswegen kann der digitale Wert sogar genauer sein, als der auf dem Tacho angezeigte Wert.

Beste Grüße
Guido

Hallo

ich habe bei verschiedenen elektronischen Tachometern in Autos
(BMW, OPEL, HYUNDAI) festgestellt, dass die Gesamtkilometer
und Tageskilometer-Anzeigen nicht synchron laufen. D.h. nach
einigen tausend Kilometern geht differieren die anzeigen immer
mehr.
Warum ist das so? Bei der Elektronik sollte das doch heute
kein Problem mehr sein.

Ich habe da eine Vermutung, habe das selber aber nie so genau verfolgt… Zuvor habe ich dann aber eine Frage, ist die Zahl des Tageskilometer höher als die Gesamtkilometer?

Also meine Vermutung ist folgende:
Von dem Halgeber im Getriebe kommen ja Umdrehungsimpilse zum Tacho. Beim Golf3 sind das z.B. ca. 2500 Impulse pro gefahrenen Kilometer (die genaue Zahl ist ja egal, muss nicht stimmen, ist sowieso von Getriebe abhängig). Nun müssen diese Impulse gezählt und in Kilometeranzeige umgewandelt werden. Gesamtkilometer zählt ja nur die vollen Kilometer, also wird vermutlich pro 2500 gezählte Impulse +1 in den Speicher/Kilometerzähler eingetragen. Tageskilometer zählt meistens 100m genau, dort wird also vermutlich +0.1 pro 250 Impulse eingetragen. Jetzt könnte es sein, dass die zwischen den Eintragungen gezählten Impulse verloren gehen, wenn man den Motor abstellt. Stellt man den Motor also grad zufälligerweise bei 2499 Impulsen ab, hat man im Gesamtkilometer noch keine Änderung, im Tageskilometer aber 0.9 mehr. Bei der nächsten Fahrt beginnt die Zählung von vorne, nach 100 Meter, hat man im Gesamtzähler immernoch 0, im Tageskilometerzähler aber schon 1 km mehr.
Es muss auch nicht genau kilometerweise sein, denkbar wäre auch z.B., dass beim Gesamtkilometerzähler pro 10/100m gezählt wird und bei Tageskilometer jeder Impuls gespeichert wird. Würde den Effekt minimieren, aber im Grunde ähnlich sein.

Ob’s nun stimmt, weiß ich nicht. Wäre aber aus meiner Sicht eine logische Erklärung… Wenn die Kilometerangaben sich auch ohne Stop unterscheiden, muss ich passen, da fällt mir keine Erklärung grad ein.

Gruß,
Andreas

Hallo,

wenn Deine Idee stimmen würde, dann würden theoretisch im Schnitt (0+100+200+…+900)/10=450m pro Fahrt fehlen. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass das ein Hersteller macht.
Auch dürfte dann nach dem Motorstart der nächste volle KM immer erst nach genau einem gefahrenen KM umspringen. Probiere mal bei Deinem Auto aus, ob das immer so ist.

Beste Grüße
Guido

Hallo,

wenn Deine Idee stimmen würde, dann würden theoretisch im
Schnitt (0+100+200+…+900)/10=450m pro Fahrt fehlen. Das kann
ich mir nicht vorstellen, dass das ein Hersteller macht.
Auch dürfte dann nach dem Motorstart der nächste volle KM
immer erst nach genau einem gefahrenen KM umspringen. Probiere
mal bei Deinem Auto aus, ob das immer so ist.

Deswegen war auch der Zusatz da, dass es nicht unbedingt kilometerweise funktionieren muss. Ist sogar sehr wahrscheinlich, dass es nicht auf volle KM gerundet wird. Mit vollen KM war nur ein Bespiel zur besseren Rechnung/Verständnis. In welchen Schritten und wie genau das jeder Hersteller macht, kann vermutlich nur der Hersteller selber beantworten.
Das Problem ist, je kleiner man die Schritte wählt, desto öffter muss man in den nicht flüchtigen Speicher schreiben. Die Anzahl der Schreibzyklen ist aber begrenzt, schreibt man z.B. alle 100m einen neuen Wert, hat man nach 100.000 km die Lebenserwartung von NVM u.U. weit überschritten. Es gibt wohl durchaus Versuche, den Wert so oft wie möglich zu speichern und dabei auf mehrere Speicherzellen zu verteilen um die „Abnutzung“ jeder einzelnen zu minimieren. Aber wie gesagt, dass ist Know-How von jedem Hersteller. Sicher ist jedoch, dass man irgendwo Abstriche in der Genauigkeit machen muss (eben wegen der Begrenzung der möglichen Schreibvorgänge) und da ist es durchaus verständlich/vorstellbar, dass Gesamtzahl vs. Tageskilometer nicht gleichbehandelt werden könnten.

Gruß,
Andreas