Hallo liebe Gelehrte,
kann mir jemand verständlich erklären was ein Tachyon ist. Und wo die Wissenschaft heute auf diesem Gebiet steht ?
rewe
Hallo liebe Gelehrte,
kann mir jemand verständlich erklären was ein Tachyon ist. Und wo die Wissenschaft heute auf diesem Gebiet steht ?
rewe
kann mir jemand verständlich erklären was
ein Tachyon ist. Und wo die Wissenschaft heute auf diesem
Gebiet steht ?
Hallo REWE,
Wenn man das Spektrum der Elementarteilchen beschreiben will, so bedient man sich der Gleichungen der Quantenfeldtheorie. Die Lösungen dieser Gleichungen beschreiben jeweils ein Elementarteilchen.
Nun kommen noch weitere Lösungen heraus, deren zugehörige Teilchen man (noch?) nicht gefunden hat. Einige davon haben die Eigenschaft, schneller als Lichtgeschwindigkeit zu fliegen (und nach der Relativitätstheorie somit in der Zeit rückwarts zu laufen). Diese „Teilchen“ (sollten sie existieren?) werden Tachyonen genannt (von griechisch tachys=schnell).
Sie sind also (noch?) nur Theorie.
Die Existenz dieser Lösungen könnte auch bedeuten, dass die Theorie zu allgemein formuliert ist (=zuviele Lösungen zulässt).
Peace,
Kevin.
Sie sind also (noch?) nur Theorie.
Sie werden auch Theorie bleiben. Wenn es nämlich nicht zu kausalen Problemen kommen soll, dann dürfen sie nicht mit unserer Welt in Wechselwirkung treten und sind deshalb nicht nachweisbar.
Tag, REWE!
In der Tat glauben einige Wissenschaftler, sie hätten vielleicht schon Tachyonen entdeckt. Angeblich ist es mal Wissenschaftlern vor einiger Zeit gelungen, ein Teilchen an einem Ort B ankommen zu lassen, bevor es am Ort A abgeschickt worden war, d.h., es hätte sich in der Zeit rückwärts bewegen müssen. Das Problem ist allerdings - und deswegen konnte diese Theorie nicht bewiesen werden, dass sich diese Teilchen so sehr ähneln, dass es auch locker ein anderes hätte sein können (und so war es sicher auch). Wir sollten uns lieber an den Gedanken gewöhnen, dass wir lokal (also ohne Raumverzerrung, für den Fall, dass jetzt einige Star Trekker Einspruch erheben möchten) nichts, was Masse besitzt - und sei sie noch so klein - auf c, geschweige denn darüber, beschleunigen können. Was nicht heißen soll, dass die so genannten Wurmlöcher nach Stephen Hawking nicht wenigstens theoretisch möglich sein sollten.
Ch
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Hallo christoph,
wie willst du von zeitlicher Rückläufigkeit auf Überlichtgeschwindigkeit schließen??
Wenn man der Mathematik noch etwas Glauben schenken darf, diese überlichtschnellen Teilchen in Wurzel aus 1-v²/c² eingesetzt ergäbe einen imaginären Wert und keinen zeitlich rückläufigen.
Frank, der nicht versteht, wieso viele Wissenschaftler das immer anders behaupten.
Lee Wang ?
HAllo
In der Tat glauben einige Wissenschaftler, sie hätten
vielleicht schon Tachyonen entdeckt. Angeblich ist es mal
Wissenschaftlern vor einiger Zeit gelungen, ein Teilchen an
einem Ort B ankommen zu lassen, bevor es am Ort A abgeschickt
worden war, d.h., es hätte sich in der Zeit rückwärts bewegen
müssen.
Wenn du das Experiment von Lee Wang meinst bei dem ein Puls mit Überlichtgeschwindigkeit übertragen wurde, das erklärt sich so, dass der übertragene Gauß-Puls als holomorphe Funktion nach dem Identitätssatz der Funktionentheorie bereits von Anfang an überall (und damit auch am Empfänger) bestimmt war. Weil aber die Information (GAuß-Puls) schon da war, wurde also KEINE neue Information übertragen und damit gibt es auch kein Widerspruch zu Einstein. Hätte man eine Störung in den Puls einspielt wäre die übertagen Funktion nicht mehr holomorph und man hätte gesehen, dass sich zumindest die Störung (=neue Information) nur mit c ausbreitet.
Gruß
Oliver
Oder man verabschiedet sich von der Lokalität.
Peace,
Kevin.
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Danke ! Danke ! owt
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Hallo Frank:
tja, also das ist wohl am besten so zu erklären: Die von dir genannte Formel geht wohl davon aus, dass sich der Faktor zwar verlangsamt, aber nur bei vorwärts schreitender Zeit. Man kann das mit einem Minkowski-Raum-Zeit-Koordinatensystem (eine Achse für die Zeit, eine fr den Raum), welches ich hier leider nicht zeichnen kann, am besten nachweisen, sogar errechnen: Bewegt sich etwas mit c, ist also lichtartig, dann ist es an allen Orten des Universums zur selben Zeit zu sehen, bewegt sich also für einen langsameren Beobachter unendlich schnell (dafür ist das Universum aus des Teilchens Sicht auf die Größe einer Erbse, nein kleiner, eines Punktes kontrahiert). Bewegt es sich nun - theoretisch - schneller als mit Licht, so stellen wir fest, das sich plötzlich die Achsen Raum und Zeit umkehren, die Gesetze also „vertauscht“ werden und sich ein solches „Hypersignal“ in der Zeit rückwärts bewegt. Ich hab’s irgendwann mal erklärt bekommen, hatte es sogar verstanden, aber mittlerweile bin ich zum Glück wieder in die Experimentalphysik zurückgerutscht.
Übrigens soll Einstein nach der Weiterentwicklung seiner Formeln durch Monkowski gesagt haben: „Ich verstehe meine eigenen Formeln nicht mehr.“
Chris
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