Hallo Katrin,
vielleicht hilft Dir folgendes weiter:
Gebärdensprachdolmetscher/in: Aufgaben/Tätigkeiten
- Aufgaben und Tätigkeiten:
Gebärdensprachdolmetscher/innen sind ausschließlich als Dolmetscher/innen tätig, vergleichbar mit Dolmetschern/Dolmetscherinnen für lautsprachliche Fremdsprachen. Berufsfelder sind überall dort zu finden, wo gehörlose und hörende Menschen zusammentreffen, so auf Ämtern, im Arbeitsleben, in der Berufsausbildung, im Gesundheitssektor, an Schulen und Hochschulen sowie auf Kongressen und in den Medien.
1-1) Tätigkeitsbezeichnungen
Gebärdendolmetschen in alltäglichen Lebenssituationen wie bei Behördengängen oder im medizinischen Bereich erfolgt auch durch den/die
Begleitdolmetscher/in
Gebärdendolmetschen im universitären Bereich und auf Konferenzen oder bei Kongressen erfolgt durch den/die
Konferenzdolmetscher/in
Übliche Abschlussbezeichnungen der Studiengänge:
Begleitdolmetscher/in (1. Stufe)
Konferenzdolmetscher/in (2. Stufe)
Diplom-Gebärdendolmetscher/in
Magister/Magistra Artium (M.A.) - Gebärdensprache und Gehörlosenkultur
Diplom-Gebärdensprachdolmetscher/in (FH)
- Tätigkeitsbeschreibung (Bild vom Beruf):
Gebärdensprachdolmetscher/innen sind fachkundige Mittler/innen zwischen Gehörlosen, Schwerhörigen und Ertaubten einerseits sowie Hörenden andererseits.
Sie begleiten hörbehinderte Menschen in vielen Lebenssituationen und Lebensbereichen, so auf Ämtern, im Arbeitsleben, in der Berufsausbildung, im Gesundheitssektor, an Schulen und Hochschulen sowie auf Kongressen und in den Medien. Die Aufgaben sind aber nicht zu verwechseln mit denen von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, Erzieherinnen und Erziehern , Heilpädagoginnen und Heilpädagogen und anderern, die gegebenenfalls auch mit Gehörlosen arbeiten und die Gebärdensprache verwenden: Gebärdensprachdolmetscher/innen sind ausschließlich als Dolmetscher/innen tätig, vergleichbar mit Dolmetschern/Dolmetscherinnen für lautsprachliche Fremdsprachen.
Der Kontakt mit gehörlosen Menschen ist spätestens während der Ausbildung, auch in Eigeninitiative, zu suchen oder auszubauen. Private praxisbezogene Kontakte mit Gehörlosen können für die Berufsausübung vorteilhaft sein, da so neben der Deutschen Gebärdensprache auch andere Kommunikationsformen hörgeschädigter Menschen, die zum Teil regional unterschiedlich sind, gepflegt werden. Entscheidend zur erfolgreichen Berufsausübung sind auch Kenntnisse im Bereich der Gehörlosenkultur, die psychologische, soziologische, geschichtliche und kulturelle Aspekte der Gebärdensprachgemeinschaft als sprachlicher Minderheit thematisiert.