Tätowierer macht Rechtschreibfehler

Hallo liebe Community,

anlässlich eines Themas im Mode-Brett hier meine Frage:

Was kann man machen, bzw. was für einen Anspruch hat man, wenn der Tätowierer sich „verschreibt“.

Bsp.: Man möchte einen Spruch tätowiert haben und legt dem Tätowierer diesen vor. Bspw. you’re my life und er tätowiert your my life.

Theoretisch gibt es ja mehrere Möglichkeiten hier eine Lösung zu finden. Drüber tätowieren (cover up) was man aber vielleicht gar nicht will. Schließlich wollte man den Spruch oder man lässt es weglasern und neu stechen bzw. ausbessern, was allerdings mit hohen Kosten, viel Zeit und Schmerzen verbunden ist. Ganz abgesehen von der zusätzlichen Belastung für die Haut.

Wie ist Eure Meinung dazu?

Danke und Gruß

Hallo

Was kann man machen, bzw. was für einen Anspruch hat man, wenn
der Tätowierer sich „verschreibt“.

Meiner Ansicht nach handelt es sich dabei um einen Werkvertrag. Man muss dem Tätowierer die Möglichkeit zur Nachbesserung geben - aber natürlich geht es weiterhin um die vorab vereinbarte Leistung, ein Schriftzug kann nicht durch einen großen schwarzen Fleck „repariert“ werden.

Im Einzelfall wird der Richter dann nötigenfalls eine Entscheidung darüber treffen müssen, welche Nachbesserung noch akzeptabel ist. Falls nicht, hat man Anspruch auf Schadensersatz (Kosten einer Laserbehandlung etc.)

Schmerzensgeld wahrscheinlich erstmal nicht, denn man hat ja in den körperlichen Eingriff ursprünglich eingewilligt, die Nachbesserung dürfte da noch zugehören. Erst wenn zusätzlich zur Nachbesserung noch schwere Eingriffe nötig sind, sehe ich die Chance auf Schmerzensgeld.

Grüße,
.L

OT: oder doch ‚korrekt‘?
Hi,

Bsp.: Man möchte einen Spruch tätowiert haben und legt dem
Tätowierer diesen vor. Bspw. you’re my life und er tätowiert
your my life.

nun, wenn es ein amerikanischer Tätowierer aus der Bronx ist, dann hast du wenig Chancen, denn von vielen Amerikanern wird das exakt so geschrieben.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich -als non-native- einer Horde amerikanischer Kinder einen ähnlichen Unterschied zwischen Schreibweise und Aussprache erklaert habe, den zwischen „they’re“, „their“ und „there“ (Aussprache gleich).

Fuer „your“ und „you’re“ gilt in einigen Gegenden exakt dasselbe.

Gruss
E.

ghoti

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich -als
non-native- einer Horde amerikanischer Kinder einen ähnlichen
Unterschied zwischen Schreibweise und Aussprache erklaert
habe, den zwischen „they’re“, „their“ und „there“ (Aussprache
gleich).

Fuer „your“ und „you’re“ gilt in einigen Gegenden exakt
dasselbe.

Was will man erwarten von einer Sprache, deren Rechtschreibung im Prinzip diejenige einer Bilderschrift ist (wobei jedes Bild aus einer willkürlichen und von der überlieferten Aussprache lateinischer Buchstaben weitgehend losgelösten Ansammlung lateinischer Buchstaben besteht)?

Das exakt gleiche Problem haben auch junge Franzosen, wobei da zumindest noch ein gewisser Schuldrill bemerkbar ist.

*****

Meine Meinung zum Tätowieren ist im allgemeinen die, dass die sinnfreie Beschriftung der Unterschicht ohnehin immer weiter voranschreitet, sei es auf Oberbekleidung, sei es auf der Haut, von daher ist ein Fehler auch kein Beinbruch.

Wen im speziellen Fall die englischen Rechtschreibfehler eines deutschen Tätowierers trotzdem stören, der sollte sich einfach mal überlegen, ob er sich chinesische Schriftzeichen auch von einem Indio stechen lassen würde.

s.

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Was kann man machen, bzw. was für einen Anspruch hat man, wenn
der Tätowierer sich „verschreibt“.

Meiner Ansicht nach handelt es sich dabei um einen
Werkvertrag. Man muss dem Tätowierer die Möglichkeit zur
Nachbesserung geben - aber natürlich geht es weiterhin um die
vorab vereinbarte Leistung, ein Schriftzug kann nicht durch
einen großen schwarzen Fleck „repariert“ werden.

es ist wohl eher unzumutbar, dass man den tätowierer noch einmal an seinen körper lassen muss,schließlich ist fall nicht mit einer fehlerhaften lackierung eine kfz zu vergleichen…

Hallo,

dass die
sinnfreie Beschriftung der Unterschicht

Genau so ist es.
Jede dicke Bratze ist heutzutage tätowiert.
Bei den Männern ist es nahezu genau so.

Von mir ein *

Gruß:
Manni

Hallo,

Ganz abgesehen von der zusätzlichen Belastung
für die Haut.

Ach neeee!
das fällt dir erst beim zweiten Tätowieren ein?

Gruß:
Manni

Moin!
Vielleicht hätte man vorher mit dem Tätowierer die gewünschte Schreibweise (wie sicherlich auch Größe u. Schriftbild/art) abklären sollen.
Würde ich mir z.B. ein Bild (egal was) tätowieren lassen wollen, würde ich das doch auch vorher möglichst genau (mit Muster z.B.) abklären und die gewünschte Körperstelle dabei auch gleich festlegen.
Wurde denn so Etwas nicht abgesprochen?
Gruß Walter

Hallo,

Ganz abgesehen von der zusätzlichen Belastung
für die Haut.

Ach neeee!
das fällt dir erst beim zweiten Tätowieren ein?

die Bedeutung des Begriffs ‚zusätzlich‘ ist Dir unbekannt?
Ganz abgesehen davon, dass niemand hier weiß, ob die Korrektur dann die zweite Tätowierung wäre oder die letzte, die überhaupt noch Platz hat.
Gruß
kb