Hi,
angenommen, folgender fiktiver Fall würde sich ereignen;
Privatperson/Gewerbetreibender kauft nach mehreren Vorgesprächen ein Grundstück zu einem recht hohen qm Preis von einer Firma (GmbH).
In den Vorgesprächen wird bestätigt; es gibt keine Auflagen, man kann dort alles bauen, was man will (Gewerbe, Haus, Bauform…).
Diese Aussage steht aber (möglicherweise) nicht in den KV.
Der erhöhte Kaufpreis wird u.a. aufgrund dieser mündlichen Aussage gezahlt.
Das ganze wird per Notar abgewickelt, den der Käufer auch bezahlt.
Nach einiger Zeit (Bauplanungsbeginn) stellt sich angenommen heraus, dass es sich lediglich um ein Gewerbegrundstück handelt, und man unter normalen Umständen kein Wohnhaus dort bauen darf.
Ein sog. „Befreiungsantrag“ der Gemeinde wird vom Landkreis abgelehnt.
Letzte Möglichkeit dort ein Haus bauen zu dürfen ist die Änderung des Flächennutzungsplanes. Das Ergebnis ist aber offen, und der Vorgang dauert auch sehr lange (min. 6 Monate).
Gibt es Regressansprüche seitens des Käufers?
Handelt es sich hier um Täuschung?
Hätte der Notar evlt. die Nutzung vorher klären müssen?
Wie ist dieser Fall moralisch zu bewerten?
Wie könnte der Käufer „zurückschlagen“, oder sonst irgendwie sinnvoll reagieren? Defakto hat der Käufer ja einen stark erhöhten Preis gezahlt (Gewerbegrundstückpreis = ca. 50% der bezahlten Summe).
Gibt es irgend welche Möglichkeiten, jetzt noch taktisch klug vorzugehen?
Danke.
J.