Täuschung und Manipulation durch Eltern

Wieso, verspricht Dir den nie jemand etwas zu bekommen?
Machst Du Dir nie Hoffnungen auf etwas mehr Wohlstand oder bessere Zeiten, besseres Leben?
Wer es nicht wagt enttäuscht zu werden, der denke ich mal führt ein sehr langweiliges Leben.

Können wir Enttäuschung vermeiden?

http://www.palverlag.de/enttaeuschungen.html

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Hallo,

Machst Du Dir nie Hoffnungen auf etwas mehr Wohlstand oder
bessere Zeiten, besseres Leben?

Ja, aber aus eigener Anstrengung.

Unsere Kinder werden sich ihr eigenes Geld / Haus / Status erarbeiten müssen. Wir planen so, dass wir bis wir 95 sind ,alles aufgebraucht haben. Sollten wir früher sterben, kriegen sie ein bisschen was. Sollten wir später sterben, dann haben wir Pech…

Gruß
Elke

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Hallo harwin,

ich erinnere mich an frühere Postings von dir.
Dir scheint trotz allem viel am Haus / Geld / Erbe zu liegen.
Hak es einfach ab, dann lebst du besser und deine Eltern haben keine Macht mehr über dich. Das wurde dir auch, wenn ich mich recht erinnere, schon bei den letzten Posts geraten.

Es wird immer geäußert wie sehr doch ihnen daran liegt, dass
der verheiratete Sohn sie besucht. Dann wenn er da ist,
interessieren sich die Eltern nicht um ihn sondern sie
erzählen ihm nur von sich oder irgendwelchen Verwandten.

Das machen alte Leute oft so. Sie brauchen jemanden, der sich für sie interessiert.

Sie
interessieren sich nicht wirklich für ihn oder seine Ehefrau.

Vielleicht können sie es nur nicht so richtig zeigen.

Deshalb auch die Distanz.

Auch gut, wenn es so ist. Dann akzeptier es. Und akzeptier die Folgen.

Man hat den Eindruck ,dass deine Eltern eben genau die Macht über dich haben, und du genau das nicht gern hast (eben weil es stimmt).

Gruß
Elke

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Wieso, verspricht Dir den nie jemand etwas zu bekommen?

Darum geht es hier doch nicht; ich bezog mich auf die Aussage

schwierig ist es für die Kinder, weil die Eltern damit sehr viel Macht ausüben.

Ausübung von Macht bedeutet für mich Einflussnahme auf das Leben eines anderen, ihn z. B. zu einer Verhaltensänderung nötigen. Aber das gelingt m. E. eben nur, wenn der Betreffende dem „Ausüber“ der Macht so ausgeliefert ist, dass er keinen anderen Weg sieht, als dem Druck nachzugeben.

Die - nachvollziehbare - Enttäuschung über eine leere Versprechung steht auf einem anderen Blatt.

Wer es nicht wagt enttäuscht zu werden, der denke ich mal
führt ein sehr langweiliges Leben.

Das mag auf Lebenssituationen zutreffen, in denen man etwas (auch eine Enttäuschung) riskiert, um seine Vorstellungen zu verwirklichen oder sich einen Traum zu erfüllen - aber was hat denn der jetzt enttäuschte Sohn aktiv gewagt? Er hat (wider besseres Wissen, denn es war nach seiner Aussage ja nicht das erste Mal) eine nicht ernst gemeinte Ankündigung für bare Münze (no pun intended) genommen. Ich gehe nicht davon aus, dass er im Vertrauen darauf (finanziell) folgenschwere Schritte unternahm?
.

Können wir Enttäuschung vermeiden?

Natürlich nicht. Aber wenn man aufgrund bisheriger Erfahrungen davon ausgehen muss, dass Enttäuschungen mehr oder weniger vorprogammiert sind, könnte man versuchen, sich darauf einzustellen und Versprechungen / Zusagen von dieser Seite nicht unbedingt Glauben zu schenken, also auf weitere Versuche der „Täuschung und Manipulation“ nicht mehr einzugehen.

Gruß
Kreszenz

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Es stimmt schon was Du sagst, ich denke aber auch das es an den Eltern liegt.
Denn wer Kinder in einer pathologischen Familienstrukur Erwachsen werden lässt und einen Sohn immer noch zu Hause wohnen lässt, weil sie ihm brauchen. Die haben ihren Kindern keinen guten Start ins Leben ermöglicht und die Möglichkeit beraubt eigenes Geld, Haus und Status zu erarbeiten.
Es gibt Eltern die fördern ihre Kinder um das zu erreichen, dann kann ich Deine Argumentation akzeptieren.
Warum denkst Du wohnt ein Sohn noch zu Hause, der verheiratete hat sich schon was Status angeht, Wohnung angeht und Geld angeht von den Eltern abgegrenzt.
Vor allem gibt es Eltern die schenken ihren Kinder etwas weil sie wollen das es ihnen gut geht, sie bereiten ihnen einen guten Start ins Leben. Das konnte ich sogar bei einer alleinerziehenden Frau erleben die ihre Kinder unterstützt hat auszuziehen um deren eigenes Leben zu fördern. Wenn das Ziel der Eltern es ist, das die Kinder zu Hause bleiben, und die Eltern nicht wollen das sie selbständig werden, dann denke ich brauchen sie sich nicht wundern wenn die Kinder so sind.

Habe ich gemacht, doch wenn der Vater anruft, und sagt er will mir uns reden weil es ums überschreiben geht, wie soll ich da darauf reagieren?
Meine Frau also die Schwiegertochter hat sich schon gewundert, weil er plötzlich von sich aus mit dem Thema auf uns zugekommen ist.
Wir hatten im Vorfeld schon akzeptiert das es nichts gibt, bis sie sterben.

Wieso wird es überhaupt angesprochen von ihm? Das verstehe ich nicht!
Und das ärgert mich. Das klingt für mich so „Wenn Du uns besuchten kommt übertragen Dir etwas“, irgendwie wie Erpressung. Ich fahre zu meine Eltern wann ich will, und jetzt erstmal gar nicht. Da vergeht es mir einfach.
Ich bin einfach enttäuscht darüber, das ich darauf reingefallen bin, auf diese Masche.Ich hätte es im Vorfeld besser wissen sollen.
Im Prinzip brauche ich deren Erbe nicht unbedingt, weil ich selbst genug habe. Ich denke aber darüber nach, mein Erbe zu regeln, damit meine Eltern, sollte ich vorher ableben nicht in den Genuss meines Geldes kommen.

Wieso wird es überhaupt angesprochen von ihm?

So, wie Du die Situation und Euer Verhältnis zueinander beschreibst, versucht er wohl ein (Druck-)Mittel bzw. einen Köder zu finden, um Dich wieder mehr ans Elternhaus zu binden.

Im Prinzip brauche ich deren Erbe nicht unbedingt, weil ich
selbst genug habe.

Dein Vater merkt aber offenbar, dass er bei Dir da trotzdem einen wunden Punkt trifft, dass es Dich doch einigermaßen beschäftigt, ob/wann Du etwas zu erwarten hat.
Hätte er nicht den Eindruck, Dir sei mehr an seinem Vermögen gelegen als an ihm selbst, könnte er solche Machtspielchen nicht veranstalten.
Und sooft Du darauf „anspringst“ (z. B. indem Du ihm Vorhaltungen machst, weil er sein Versprechen nicht eingehalten hat), bestätigst Du ihn in seiner Annahme, dass er Dich da packen kann.

Ich fahre zu meine Eltern wann ich will,

Dann sag ihnen das so - mit dem Hinweis, dass angedachte Vermögensregelungen kein Thema mehr für Dich sind (woran Du Dich dann aber auch halten solltest, sprich: der Punkt Geld wird nicht mehr erörtert - und schon gar nicht von Dir angesprochen).

Gruß
Kreszenz

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Hallo,

danke für die Antwort, ich habe das schon sehr oft gesagt, „Ich fahre zu ihnen wann ich will“. Momentan habe ich durch diese Aktion gar keine Lust überhaupt sie zu besuchen. Diese Aktion hat genau das Gegenteil gebracht.
Ich denke mal er will uns Geschwister geneneinander ausspielen, jetzt habe ich es zum Glück durchschaut. Der Bruder ist trotz seiner 41 Jahre immer noch zu Hause, wird bekocht, hat im Hause der Eltern eine eigene Wohnung (nicht überschrieben), es wird für ihn gewaschen etc. Was er den Eltern gibt ist Kostgeld. Dafür verzichtet er auf eine Frau.
Darum denke ich mal war er auch in der Psychiatrie.
Tatsache ist, dass meine Eltern auch nicht gerade viel an mir liegt. Besonders merke ich es wenn ich sie besuche, es geht nur um ihre Interessen, wehwehchen. Meine Frau hat mir mal gesagt, Deine Eltern wissen nichts von mir weil sie mich nie fragen wie es mir geht oder was ich so mache. Ich sehe den Gegenteil, und zwar meine Schwiegereltern, die geben ihrer Tochter ohne zu fordern. Sie wird unterstützt und sie wurde zur Selbstständigkeit erzogen.
Diese Heuchlei habe ich einfach satt. Entweder sie geben ohne Forderungen, oder sie lassen es bleiben.

Hi Harwin,

das hast du ziemlich gut erkannt. In der Familie ist wirklich so einiges schief gelaufen, die Eltern saßen am längeren Hebel und haben den auch ordentlich benutzt. Wenn irgendetwas nicht nach ihrer Pfeife geht, haben sie sicher immer oder sehr oft mit Druck agiert. Und Schuld kriegen am Ende immer die bösen, faulen Kinder. Die ganze Nachbarschaft glaubt am Ende dasselbe. Wenn einer der Söhne nicht selbständig geworden ist, wird er sich erst recht nicht einfach lösen können und bleibt dann zu Hause. Alternative wäre Harz IV. Im Job wird dem Sohn dasselbe bescheinigt: der kann nix. Ich kenne viele solcher Fälle. Die Eltern haben den Kindern von Geburt an für alles die Schuld gegeben. Eine Beziehung die auf Liebe basiert, ist so nie zustande gekommen. Und gerade wenn es bei einem der Kinder besonders gut läuft, ist es sehr einfach, das Versagen des anderen bei ihm selbst zu suchen („Hätt er sich halt mehr anstrengen sollen, das faule Schwein“). Fakt ist, dass solche Eltern für Kritik an ihrer Erziehung meist überhaupt kein offenes Ohr haben. Völlig taub. Sie winden sich irgendwie von jedem Haken, für alles haben sie eine Erklärung. Sie reden sich raus und merken gar nicht, dass gerade das Herausreden der Fehler ist. Anstatt einfach mal einen Ratschlag anzunehmen, wird immer nur gegenangeredet. Im Grunde sind sie selbst nie erwachsen geworden, verlangen aber von den Kindern, dass sie das werden, haben aber nicht dabei geholfen. Vielleicht haben sie sogar eines der Kinder mal als Sündenbock gebraucht.

H a a r e s p a l t e n?

Dein Vater merkt aber offenbar, dass er bei Dir da trotzdem
einen wunden Punkt trifft, dass es Dich doch einigermaßen
beschäftigt, ob/wann Du etwas zu erwarten hat.
Hätte er nicht den Eindruck, Dir sei mehr an seinem Vermögen
gelegen als an ihm selbst, könnte er solche Machtspielchen
nicht veranstalten.
Und sooft Du darauf „anspringst“ (z. B. indem Du ihm
Vorhaltungen machst, weil er sein Versprechen nicht
eingehalten hat), bestätigst Du ihn in seiner Annahme, dass er
Dich da packen kann.

wenn Harwin Glück hat, sehen die Eltern das so. Wenn er Pech hat, glauben sie nur, dass er sich aus „Trotz“ so verhält, weil sie das nicht glauben können. Oder sie glauben, er handt so, damit es scheint, als ob er nicht am Geld interessiert sei („Das macht er nur um uns eins auszuwischen, in Wahrheit hätte er gerne das Erbe“).
Ja, es gibt solche Menschen. Die glauben, dass immer hinter allem etwas stecke. Das sind Leute, die sich nicht kontrollieren lassen wollen, andere jedoch gerne kontrollieren. Die lassen sich auf nichts ein, haben immer Angst verletzt zu werden. Vielleicht das Ergebnis einer tiefsitzenden Kränkung mit einem Denkmuster, dass über die Familiengenerationen weitergegeben wurde. Da Denkmuster unbewusst erworben werden, ist es schwer sie zu erkennen und sie in Frage zu stellen. Meist fällt der Groschen erst sehr spät, wenn man die nötige Reife dazu hat und viele Erfahrungen die dem widersprechen gesammelt hat (z.B. andere Familien beobachtet). Oftmals geht das gar nicht ohne Therapie. Jemand muss einem dabei helfen.

Du hast es durchschaut und das ist schon mal gut! Nur sehr wenigen gelingt dieser erste Schritt und noch viel wenigeren gelingt es auszubrechen. Deinem Bruder wird es vielleicht niemals gelingen, du kannst ihn nur bemitleiden. Meiner Meinung nach triffst du den Nagel auf den Kopf bei der Einschätzung deiner Eltern. Sie geben nicht gerne etwas ohne Gegenleistung zu erwarten. Und da ist der Haken. Wie du richtig erkennst. Bei deinen Schwiegereltern ist es anders. Du spürst diese Erwartung latent immer und dann bekommst du Aggressionen gegenüber deinen Eltern. Zurecht natürlich.
Vielleicht sind das sogar Eltern die Kinder nur als Statussymbol haben („weil alle Kinder haben“) oder weil sie nicht alleine sterben wollen oder Pfleger brauchen, damit ihnen im Altenheim nicht irgenwas untergemischt wird. Ja, Kontrolle bis zum bitteren Ende! Ein ganz leeres trauriges Leben.

H a a r e s p a l t e n?

Eher: persönlich und politisch zugleich denken.

gute Idee, klappt aber meist nicht. Entweder wird man dem einen oder dem anderen nicht gerecht. Ich möchte jedenfalls nicht von jemandem therapiert werden, der das Politische so im Hintergrund mit bedenken will.

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berliner morgenpost artikel
…auch die Eltern MÜSSEN mitmachen!

http://www.morgenpost.de/familie/article1352877/Funk…

Grüße
Elmar

Hallo,

ich denke aber auch das es an
den Eltern liegt.

Es liegt immer an den Eltern.
Natürlich ist das eine WEchselbeziehung: du bist (zum Teil) Produkt der Erziehung deiner Eltern. Sie haben dir also (zum Teil) deine Einstellung zu Geld, Erbschaft, Familienbande, Abhängigkeit usw. mitgegeben. Und folglich wissen sie jetzt (bewusst oder unbewusst), dass sie sich genau da kriegen. Früher vielleicht besser als heute, wo du ausgezogen bist, aber dennoch zu einem gewissen Grad.

Jetzt ist es an dir zu sagen: ich bin erwachsen (im wahren Sinn des Wortes), ich hab durchschaut, was hier abläuft, ich spiele aber nicht mehr mit (oder spiele nur bedingt mit).

Schuld oder Nicht-Schuld, all das wird dann total nebensächlich.
Die Situation ist so, wie sie jetzt ist, - du musst das daraus machen, mit dem du dich wohlfühlst. Solange du versuchst, Schuld zu finden, hast du dich nicht aus der Situation gelöst und bist nachwievor erpressbar (vielleicht nicht mehr so, dass du Männchen machst, wenn es verlangt wird, aber immer noch so, dass es dich aufregt).

Gruß
Elke

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