Tag der offenen Moscheen

Hallo,

wie ihr bestimmt alle wisst, findet am 3. Oktober der Tag der offenen Moscheen statt. Die meisten Moscheen in Deutschland werden dann ihre Tore für Besucher öffnen und mit einem Programm aufwarten. Wir sind gerade dabei ein solches Programm auszuarbeiten und wissen nicht (da wir das zum ersten Mal mitmachen), was interessant wäre. Wichtig ist zum Einen, dass man längere Zeiten ohne Programm macht, damit man sich einfach zusammensetzen kann, aber wie sieht es mit Vorträgen aus??

Für Ideen und Anregungen wäre ich dankbar.

Gruss, Omar Abo-Namous

hallo omar

was bestimmt viele leute interessieren würde, ist, wie sich die betreffende moschee zur politik stellt, bzw. inwiefern sie politik und religion zu trennen vermag.

ein weiterer interessanter punkt wäre, gemeinsamkeiten zu anderen religionen aufzuzeigen (anstatt immer auf die unterschiede zu pochen).

wie wärs mit einer bilderausstellung?

ich würde nicht zu lange „nichts“ machen, da die leute ja eine grundlage zum sich unterhalten brauchen.

es wird wahrscheinlich sehr „diese-mosche-spezifisch“ werden, da es bei euch ja auch die verschiedensten richtungen/interpretationsarten gibt…

grüssli
coco

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Hallo, Omar

wie ihr bestimmt alle wisst, findet am 3. Oktober der Tag der
offenen Moscheen statt. … wie sieht es mit Vorträgen aus??
Für Ideen und Anregungen wäre ich dankbar.

Wußte nicht - super Vorhaben! Ich halte Vorträge für das Langweiligste überhaupt, denn es gibt so gut wie keine guten deutschsprachigen Redner/innen. (Und ich spreche nicht mehr öffentlich.) :wink:)

Vorschlag normal: Podiumsdiskussion mit VertreterInnen verschiedener Ausrichtung. Themen von einer Pinnwand, wo vorher die Besucher ihre Fragen abgeben konnten. Braucht einen sauguten Moderator. (Mache ich auch nicht mehr) ;-D
Zum Abschluß solch einer Diskussion empfehle ich unbedingt eine live-Musik, sehr friedlicher Art, möglichst einen geistlichen Gesang. Das entspannt die Energien.

Vorschlag unnormal: Damit habe ich mich schon bei der Kath. Kirche lächerlich gemacht. Fakt: Es bestehen Ängste, Vorurteile und Wut. Es gibt aus der Geschichte tiefe Wunden = Kriege in Europa Chr. gegen Islam. Fakt: Beide sind extrem patriarchalisch organisiert und haben böse gesündigt gegen Frauen.
„Unserer“ Kirche hatte ich - vor Jahren - vorgeschlagen, ein Tribunal Frauen gegen Priester zu veranstalten, während dessen die ersten ihrer Wut und Angst Ausdruck verleihen dürfen, worauf die Priester stellvertretend für ihre ganze historische Kirche symbolisch die Schuld anerkennen. Nachdem alles gesagt ist, fallen sie sich weinend in die Arme und feiern Vergebung und Versöhnung. (Im TV gabs plötzlich etwas Ähnliches in Südafrika - sehr bewegend!)
Das könnte ich mir also auch zwischen Islam und Christentum gut vorstellen. als Riesen-Presse-Ereignis mit allem Tamtam. What the world needs now ist love …
Schönes Feiern euch allen, mit oder ohne…
Geris

Hallo Omar,

betreffend Vorträge könnte ich mir vorstellen, dass es für Interessierte mit dem Hintergrund christlicher Erziehung oder Glaubens ganz spannend wäre, Begriffe erläutert zu hören, von denen sie „irgendwie“ glauben, etwas zu wissen (meistens ist dieses ärger als gar nix wissen). Um dann möglicherweise ziemlich überrascht zu sein von dem, was sie an der Quelle dazu hören. Die am besten gefüllten Töpfe mit Vorurteilen dürften zu finden sein unter den Punkten:

  • Was bedeutet Dschihad?
  • Was bedeutet Schariah?
  • Haben Frauen eine Seele?
  • Wie und wofür wird der Ramadan begangen?
  • Welche Gebote muss ein Moslem beachten, wenn er gottgefällig leben will?
  • Welche Bedeutung haben die Begriffe „Sünde“, „Gnade“, „Erlösung“ für einen Moslem?

Und, nicht einen Vortrag, sondern eher eine Preisfrage mit einem :wink: wert:

Wie heißt „Gott“ bei den Katholiken auf Malta?

Schöne Grüße

MM

Hallo Omar,

was mir gerade spontan durch den Kopf geht:

Kleine Ausstellung mit Bildern und kurzen Texten, über Grundzüge des Islams, Geschichte des Islams, Islam in der Welt, Islam in Deutschland, eure Moschee… In der Nähe immer eine kompetente Ansprechperson für Fragen aller Art. Zweck: spontan eintretende Besucher finden auch dann etwas vor, wenn gerade kein spezielles Programm läuft.

Plauderecke mit Verpflegung fürs Zusammensitzen.

Beim Programm kommt’s natürlich darauf an, was alles und wie viel ihr „anbieten“ könnt. Eine Möglichkeit wäre, im gleichen Raum wie Ausstellung und Plauderecke immer zu festen Zeiten (z.B. jede volle Stunde) etwas Kurzes zu präsentieren, maximal 10 Minuten: Kleine Einführung in den Islam, Vorstellen eurer „Gemeinde“, Musik/Tanz etc. Das Programm kann sich ja wiederholen (Morgen = Nachmittag), da die Besucher wechseln werden. Längere Veranstaltungen in einem Nebenraum: Filme? Podiumsdiskussion mit Vertretern christlicher und jüdischer Gemeinschaften über Gemeinsamkeiten und Unterschiede?

Wichtig: Rahmenprogramm für Kinder, damit auch Familien kommen. Malecke, Bilderbücher, Geschichten erzählen aus/über eure/r Kultur, lernen „Allah“ auf Arabisch zu schreiben (hat mich als Kind total fasziniert :wink: etc.

Oh je, das gibt alles ganz schön zu tun… Ich hoffe, dir einige Anregungen gebracht zu haben und wünsche viel Vergnügen. Leider wohne ich etwas zu weit weg, um selber auch bei euch vorbeizuschauen (Zürich)!

Ursu

Preisfrage…
Hallo Martin,

Wie heißt „Gott“ bei den Katholiken auf Malta?

So, wie arabische Christen ihn auch nennen: Allah

Grüessli, Nicola

Hallo Omar,

mir wäre wichtig, daß ich ungestört diskutieren kann; insofern wären mehrere Sitz- bzw. Plauderecken sinnvoll, damit sich die jeweiligen Gruppen nicht in die Quere kommen.

Was Vorträge angeht: das ist so eine Sache… Kann schnell langweilig wirken bzw. als Missionierungsversuch gedeutet werden. Grundzüge des Islams: OK; ellenlange Ausführungen zum Thema: nein! Ich würde eine Rede von maximal zehn Minuten mit anschließender - ca. eine halbe Stunde - offener Podiumsdiskussion einplanen. Danach mischen sich die Experten unters Volk und stehen in kleinen Gruppen (daher auch mehrere Sitzgruppen) für Diskussionen zur Verfügung.

Ach ja! Zur Geschichte der jeweiligen Moschee würde ich gerne etwas hören.

Viel Erfolg wünscht

Renee

danke an alle
ich kann aus den bisherigen Beitägen schon sehr viel mitnehmen. Einige Ideen werde ich definitiv versuchen durchzusetzen (Plauderecken, Familienprogramm/Kinderbetreuung) einige werde ich mir aufschreiben für die nächsten Male.

Wir sind ein relativ kleiner Verein, deshalb ist das Budget auch nicht sooo hoch, aber wir werden gucken, was sich machen lässt. Ich glaube letztendlich kommt es auf den Dialog an (wie einige gesagt haben) und den können wir liefern (zumindest das eine Ende).

Grüsse, Omar Abo-Namous

  • Was bedeutet Dschihad?
  • Was bedeutet Schariah?

das finde ich gut!

man könnte die sache sogar mit schwarzem humor angehen und ein riesen transparent über den eingang hängen: WIR SIND RADIKAL und darunter etwas kleiner: „gegen mißverständnisse, gewalt und unwissen!“.

ich wette das würde tausende dort hinlocken.

gruß
datafox