Ich würde gerne mehr arbeiten um mehr bezahlt zu bekommen
Genau deshalb hatte ich genau diese konkrete Frage gestellt, die immer noch nicht wirklich konkret beantwortet wurde, auch wenn man sich endlich nach dem letzten Post zusammenreimen kann, dass es wohl tatsächlich um letzteren Sachverhalt geht.
Das ist vollkommen normal und üblich und folgt aus dem Direktionsrecht des AG. Er muss sich keine für ihn kostenpflichtige Leistung aufdrängen lassen, die er gar nicht haben will. Was würdest Du sagen, wenn man Dir im Supermarkt statt vier Würstchen ungefragt sechs einpackt, und die an der Kasse dann bezahlt haben möchte? Es ist nicht umsonst so, dass Überstunden üblicherweise ausdrücklich angeordnet werden müssen, weil sonst immer mal wieder Leute auf die Idee kommen, nach eigenem Belieben sich mehr bezahlte Arbeitszeit zu verschaffen. Sei es, dass sie in dieser Zeit tatsächlich sogar etwas für das Unternehmen leisten, sei es, dass sie bewusst Dinge, die sie eigentlich in ihrer regulären Arbeitszeit erledigen sollten, in “Überstunden” verschieben, oder sogar bloße Anwesenheit in Zeiten erzeugen, in denen es gar nichts zu tun gibt. Erinnere mich da an einen Lageristen, der in einem noch recht überschaubaren, familiären Unternehmen immer früher kam, obwohl so früh noch keine LKW abzuladen oder zu beladen waren, niemand in der Werkstatt war, der Material brauchte, oder fertige Produkte einlagern wollte, … Das fiel dann erst dem neu einsteigenden Juniorchef auf, dass da fünf Tage die Woche mehr als eine Stunde Kaffeetrinken und Zeitunglesen bezahlt worden war.
ich bin eingestellt mit Vollvertrag ,also wenn ich im Monat, vor 6 mon. etwa, immer voll arbeiten durfte und auch bezahlt wurde ist meine Arbeitszeit auf einmal nur auf 180 Stunden begrenzt ,2 von meinen Kollegen geht es auch so , uns kommt das vor wie Mobbing
Wie @Pierre schon vorgerechnet hat, sind 180 Stunden pro Monat bei durchschnittlich 4,35 Wochen pro Monat eine Wochenarbeitszeit von mehr als 41 Stunden. Du sagst also, dass du früher „voll“ arbeiten durftest, jetzt aber nur noch gut 41 Stunden pro Woche. Wieviel Stunden pro Woche ist denn „voll arbeiten“, und wo kommt dieser Wert her?
Das hat soviel mit Mobbing, wie mit Erdbeereis zu tun. Wie ich schon geschrieben habe, macht hier der AG einfach nur von seinem ihm zustehenden Direktionsrecht Gebrauch. Vielleicht sogar zugunsten von Kollegen, denen es geht wie Dir, indem er die anfallende Arbeit gerecht auf alle so verteilt, dass jeder seine arbeitsvertraglich vereinbarten Stunden voll bekommt, der das will (aber eben auch niemand zulasten eines anderen, der auch gerne mehr arbeiten möchte, bevorzugt wird).
Dein Arbeitsvertrag verpflichtet den AG nur dazu die Arbeitsleistung von Dir abzunehmen, die darin vereinbart wurde, und Du hast nicht das Recht, Mehrarbeit einzufordern. Oder um auf das Beispiel mit den Würstchen zurückzukommen: Du darfst die zwei zusätzlichen Würstchen ablehnen, und der Laden kann von Dir nicht verlangen, dass Du sechs Würstchen kaufst. Das sind ganz banale gesetzliche Grundregeln, die für jeden in diesem Land gelten, und keine persönlichen Schikanen!
Wenn Du mehr arbeiten möchtest, dann sprich das offen an oder bitte um Erteilung einer Genehmigung für eine Nebentätigkeit, mit der Du noch etwas hinzuverdienen kannst. Oder bewirb Dich weg, zu einem AG, der Dir die Möglichkeit eines besseren Verdienstes eröffnet.
ich habe bis vor 6 mon. etwa immer 5 tage am stück gearbeitet, 2x 11,15 stunden und drei mal 7.30 stunden, da kommt schon mal 200 stunden oder etwas mehr zusammen ,kommt immer drauf an wie lang der monat ist , aber jetzt wird alles was mir mehr als 180 stunden geben wurde vorher im dienstpaln schon gestrichen
"In einem Tarifvertrag oder auf Grund eines Tarifvertrags in einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung kann zugelassen werden,
abweichend von § 3
a)
die Arbeitszeit über zehn Stunden werktäglich zu verlängern, wenn in die Arbeitszeit regelmäßig und in erheblichem Umfang Arbeitsbereitschaft oder Bereitschaftsdienst fällt,"
Das sagt der § 7 ArbZG
Und in diesem Tarifvertrag findest du dann in § 6 die Entsprechung:
Ich habe aber nun endlich auch verstanden, worum es geht. Die monatliche Arbeitszeit wurde gekürzt.
Ich hatte auch erst gedacht, da würde einfach die Entlohnung von Tagen gestrichen.
Dann ist zu prüfen:
Entspricht die Arbeitszeit noch dem, was im Arbeitsvertrag steht?
Kann es sein, dass man durch „betriebliche Übung“ dennoch inzwischen einen Anspruch auf längere Arbeitszeiten hat?
Ja, aber relativ weit oben hat er geschrieben, dass er in der Sicherheitsbranche arbeitet, wenn auch nicht genau, was er da macht. Gut denkbar, dass die Stelle sehr viel Leerlauf beinhaltet, und dann sind 12h durchaus erlaubt. Aber ja, oft steht der Leerlauf nur auf dem Papier.
man bedenke andere Kollegen haben auch mal über 200 Stunden im Monat , ist ja alles schön und gut ,aber man muss die Stunden uns nicht weg nehmen und andere damit zuballern, und beschweren ist sinn los ,da der Bereichsleiter die Schwester der Objektleiterin ist
wie oft muss man es Dir denn noch schreiben?
Es kommt nicht darauf an, was mit „anderen Kollegen“ ist, sondern was bei Dir im Arbeitsvertrag als Stundenzahl festgelegt ist.
Ich mag mich ja irren, aber sieht der aktuelle Tarifvertrag nicht sogar nur 168 Stunden pro Woche vor? Ich wies ein-, zweimal darauf hin, dass Du deswegen ggfs. Anspruch auf erhebliche Nachzahlungen hast.