folgende Situation: Unser Sohn kommt dieses Jahr in die Schule und wir sind beide berufstätig. Die Tagesbetreuung an der betreuten Grundschule nimmt keine Kinder mehr auf, so dass wir jetzt erwägen eine bekannte Kindergarten-Mutti als Betreuerin nach der Schule einzusetzen.
Es würde sich täglich um ca. 3-4 Stunden Betreuung handeln.
Ist jemand von Euch in einem ähnlichen Modell involviert - wieviel EURO pro Tag bzw. Stunde wären da angebracht?
meine Frau passt seit kurzen auf das Kinder Ihrer Freundin (unserer Nachbarin) auf. Wir haben uns lange über den Stundenlohn unterhalten aber je nachdem aus welchem Blickwinkel man es betrachtet kommt man auch zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Nur mal so als Beispiel, jemand der an Autos rumschraubt bekommt so um die 15 bis 20 Euro wobei eine Werkstattstunde mit ca. 50 Euro veranschlagt wird. Ich persönlich bin der Meinung das Kindererziehung wesentlich höher zu bewerten wäre, was finanziell gesehen aber nicht geschieht.
Nun woran liegt es. Kindererziehung / Betreuung muss bezahlbar bleiben. Wenn man sie so umhört liegt der Durchschnitt so zwischen 5 und 10 Euro die Stunde und wird somit ähnlich wie ein Hilfsarbeiterjob bezahlt.
Zurück zu deiner Frage, meine Frau hat sich dazu durchgerungen, eine Pauschale pro Monat zu vereinbaren und dabei auch das (vermeintliche) Einkommen ihrer Freundin berücksichtigt. Alles in allem steht zwar die Leistung (Betreuung, Essen, Ausflüge etc.) in keinem Verhältnis zur Vergütung aber es ist auch eher ein Freundschaftsdienst als ein Nebenjob.
Daher mein Tipp, schaut was es euch wert ist und was ihr verkraften könnt. Wenn eure Tagesmutter damit einverstanden ist, kann man auch nach einer Probephase noch einmal darüber sprechen.
Nur mal so als Beispiel, jemand der an Autos rumschraubt
bekommt so um die 15 bis 20 Euro wobei eine Werkstattstunde
mit ca. 50 Euro veranschlagt wird. Ich persönlich bin der
Meinung das Kindererziehung wesentlich höher zu bewerten wäre,
was finanziell gesehen aber nicht geschieht.
Ich denke der Vergleich hinkt ein bisschen zu sehr. Niemand lässt 4 Stunden täglich und das 5 Tage die Woche an seinem Auto schrauben. Wenn doch hat er ein echtes Problem )
Nein aber was ich damit meine ist das man handwerkliche Arbeiten die zeitlich begrenzt sind nicht Kindererziehung vergleichen kann.
Wenn du mal rechnest: 4 Stunden am Tag x 20 Arbeitstage im Monat dann sind das 80 Stunden. Wenn du da jetzt mit 10€ die Stunde rangehst sind das mal freundliche 800 Euronen im Monat. Das würde ich als entschieden zu viel ansehen.
Zurück zu deiner Frage, meine Frau hat sich dazu
durchgerungen, eine Pauschale pro Monat zu vereinbaren und
dabei auch das (vermeintliche) Einkommen ihrer Freundin
berücksichtigt.
Ich denke mal das ist auch das beste, dann gibt es hinterher keine Diskusionen über Stunden.
Daher mein Tipp, schaut was es euch wert ist und was ihr
verkraften könnt. Wenn eure Tagesmutter damit einverstanden
ist, kann man auch nach einer Probephase noch einmal darüber
sprechen.
Würd ich auch so sehen.
Bei uns wird die Hortbetreuung nach der Schule vom Beziksamt geregelt. Da ist einizg und allein das Einkommen der Eltern ausschlaggebend für die Höhe der Beiträge. Meines wissens liegen die bei ca 40€ minumum und 370€ maximum im Monat.
@Pecos:
vieleicht bekommst du raus was du in der Tagesbetreuung der Schule zahlen würdest und bietest es dann der Tagesmutti an.
Ronny
vieleicht bekommst du raus was du in der Tagesbetreuung der
Schule zahlen würdest und bietest es dann der Tagesmutti an.
Die Tagesbetreuung an der Schule haben eine Gruppe von wenigstens 8 Kindern pro Erwachsenem (würde ich schätzen). Wenn da also jeder 2 Euro pro Stunde bezahlt, kriegen sie mindestens 16 Euro in der Stunde pro Erwachsenem, deshlab kann man das nicht vergleichen.
Dass die Reparatur eines Autos und die Erziehungsarbeit mit so unterschiedlichem Maß gemessen wird, liegt hauptsächlich daran, dass diese letztere Arbeit traditionell völlig kostenlos von Ehefrauen ausgeübt wurde. Das ist man einfach noch so gewohnt, und kaum jemand ist bereit, da mal umzudenken. Die Qualität der Erziehung ist ja in Deutschland oft auch danach, und da braucht man sich nicht drüber zu wundern.
ich habe jahrelang den Knaben einer guten Bekannten als Tagesmutter betreut, und zwar zunächst zum Pausch.preis. Davor kann ich rückwirkend nur dringend warnen. In meinem Fall wurde es gnadenlos ausgenutzt. Es kamen schleichend immer mehr Stunden dazu. Madame mußte noch schnell nach dem Job einkaufen - Kind war ja bei mir gut aufgehoben. Madame ging zum Frisör, kein Problem: Kind war gut aufgehoben. Madame stand im Stau, und wieder mal wurde es später. Verabredete Zeiten wurde immer wieder geringfügig überschritten, aber das summierte sich. Nach einer Betreuungspause kamen wir erneut ins „Geschäft“, aber ich bestand auf stundenweiser Bezahlung. Ich muß dazu sagen, es ist 10 Jahre her, und mein Stundenlohn lag damals bei 7 DM. Die Zahl der Stunden, die der Junge bei mir verbrachte, hat sich durch die Umstellung der Bezahlung schlagartig auf Normalmaß reduziert. Und ich bekam bei „Überstunden“ keinen dicken Hals mehr.
Die Höhe des Entgelts würde ich übrigens davon abhängig machen, ob z.B. Hausaufgabenbetreuung enthalten ist, was bei einem Grundschulkind ja vermutlich der Fall sein wird. Mit „meinem“ Tageskind habe ich manche Stunde gesessen, mehr als mit meinen eigenen, und da fand ich mich damals schon unterbezahlt.
Hallo,
ich leite seit vier Jahren eine Tagesmutterbörse. Der Durchschnittsstundenstatz liegt fast bundesweit bei 3-6 Euro pro Stunde. Das Alter des Kindes und somit der Betreuungsaufwand ist entscheidend. Das Mittagessen für dein Kind muß extra bezahlt werden. Sollten Hausaufgaben gemacht werden, ist nicht der niedrigste Preis angegeben.
Liebe Grüße Susanne
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