Tagesmutter oder Krippe?

Hallo ihr lieben Eltern,
ich möchte meinen Kleinen, wenn er im August 7 Monate alt ist, tagsüber betreuen lassen, aber ich kann mich nicht so recht entschließen, wo - Krippe oder Tagesmutter.
Einen Krippenplatz ab August hätten wir, aber vielleicht ist ja eine Tagesmutter die bessere Wahl. Viel billiger wäre das mit 141 Euro für einen Ganztagsplatz auf alle Fälle (Krippe: 232 Euro ) und auch etwas dichter vom Weg her.
Die Tagesmütter, die ich ins Áuge gefasst habe, betreuen zu zweit 10 Kinder in einer Dreiraumwohnung. Etwas zu klein, wie ich finde, aber es geht noch. Aber ich fühle mich irgendwie etwas unwohl dabei, nicht zu wissen, was die Tagesmütter so den ganzen Tag mit den Kleinen machen. Vielleicht setzen sie sie ja viel vor den Fernseher oder tun andere Dinge, um ihre Ruhe zu haben…
Bei der Krippe würde ich mich diesbezüglich sicherer fühlen, hätte aber die Befürchtung, dass dort noch mehr Krankheitskeime umherschwirren und mein kleiner Zwerg dann womöglich dauernd krank ist.
In der Krippe betreuen übrigens 3 Erzieherinnen 18 Kinder, aber da ist ja auch mehr Platz.
Was würdet ihr mir raten? Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht?
Gruß von la gioia

hi und hallo,

wenn Du wegen ansteckenden Krankheiten Sorge hast ist es meiner Meinung nach egal ob Dein Kind in der Krippe oder bei einer Tagesmutter ist.
Ich würde eine Krippe vorziehen…erstens weil die Erzieherinnen eine pädagogische Ausbildung haben und zweitens weil der Platz sicherer ist.
Wenn die Tagesmütter beschliessen nicht mehr arbeiten zu wollen bist Du nämlich aufgeschmissen.
Ich kann mir auch vorstellen dass der Kontakt zu anderen Eltern und der Austausch in einer Krippe besser ist weil es ja immer wieder gemeinsame Aktionen gibt.

Viele Grüße
Susanne

Hallo,

ich persönlich würde eine Kinderkrippe vorziehen. Die Kinder werden dort von geschultem Personal betreut, die Einrichtung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit kindergerecht und du hast die Gewissheit, daß die Kinder nicht einfach in die Ecke gesetzt/gelegt werden und ruhe geben müssen.
Was die Krankheiten angeht - je öfters dein Kind sich bei den anderen Kindern ansteckt, desto besser bildet sich sein Immunsystem aus. Glaub mir, bei unserem Sohnemann war eher ich derjenige, der dann flach lag, er hat alles weggesteckt als ob nix wäre.

Ich will jetzt eine private Kinderkrippe-Einrichtung nicht madig machen, aber in einer 3-Zimmer-Wohnung mit zwei Müttern finde ich nicht sooo optimal. Wenn eine der Mütter mal krank ist, was ist dann ? In einer öffentlichen Einrichtung gibt es für solche Fälle meist Krankheitsvertretungen etc.

Das allerletzte Kriterium sollte jedoch das Geld sein. Wichtiger ist doch, bei welcher Einrichtung du das bessere Gefühl hast und wo dein Kind einfach kindgerecht betreut wird.

Gruss
A.J.

Hallo,

also soweit ich weiss, brauchen ab diesem Jahr auch Tagesmütter zumindest einen Kurs über 160 Stunden um diese Tätigkeit überhaupt ausüben zu dürfen (ob das in jedem Bundesland so ist, kann ich allerdings nicht genau sagen). Soweit zum pädagogischen Hintergrund. Die Räumlichkeiten müssen in der Regel auch vom Jugendamt begutachtet werden, ansonsten bekommst du als Tagesmutter keine Genehmigung.
Ich würde mich auf jeden Fall erkundigen, ob diese Tagesmütter vom Jugendamt anerkannt sind.
Zum Thema Krankheiten: selbst wenn dein Kind später mal in den Kindergarten kommt, ist es meistens so, dass die Kleinen erst einmal öfters krank sind, das legt sich aber meist schnell wieder und das Immunsystem rüstet richtig auf! Deshalb würde ich mir in dieser Hinsicht weniger Sorgen machen.

Also ich würde in dem Alter deines Kleinen eher eine Tagesmutter als eine Krippe vorziehen (ist aber nur meine persönliche Meinung!).

Hör dich doch mal bei den Müttern der anderen Kindern, die durch die Tagesmütter betreut werden um, wie die zufrieden sind! Aber natürlich bringt eine Tagesmutter nur was, wenn du persönlich auch ein gutes Gefühl dabei hast!!!

Liebe Grüße, Nina

Hi,

Die Tagesmütter, die ich ins Áuge gefasst habe, betreuen zu
zweit 10 Kinder in einer Dreiraumwohnung.

Das ist nur nicht ganz das, was ich mir unter einer
Tagesmutter vorstelle. Eher eine private Krippe.

Gruß
Elke

Hallo,

also, ich habe mit meiner Kleinen sehr gute Erfahrungen in der Krippe gemacht. Sie fing dort mit 6 Monaten an (inzwischen ist sie 2 Jahre alt). Man sollte in jedem Fall das Gefühl haben, dass das Kind dort gut aufgehoben ist. Bei uns ist es auch so, dass sie dann, wenn sie in den Kindergarten kommt, nur noch die Gruppe wechseln muß und nicht die Einrichtung.
Auf der anderen Seite habe ich auch schon viele Mütter gehört, die mit ei ner Tagesmutter absolut zufrieden waren. Beide Lösungen können gut oder schlecht sein, je nach dem, ob die Einrichtung gut oder schlecht ist (auch eine Krippe kann schlecht sein).

Wir haben damals unserem Gefühl vertraut.

Ich wünsche Euch, dass Du mit deiner Entscheidung zufrieden bist

Viele Grüße

Bianca

Kommt auf die Erziehungsmethoden an!
hallo la giola

Es kommt auf die Erziehungsmethoden an und die kann man bei
Tagesmüttern schwer einsehen; aus diesem Grund würde meine Wahl auf
die Kinderkrippe fallen:

Es gibt Tagesmütter (auch Kindergärten), die Kinder aus mehreren
Altersstufen in der gleichen Gruppe ‚betreuen‘, so wie in einer
Großfamilie. Das kann eine tolle Sache sein, das will ich gar nicht
bestreiten. Wenn du aber Pech wie ich damals hast, bist du an eine
Gruppe von Sozial-Darvinisten geraten, die die natürliche Auslese und
das Recht des Stärkeren gut finden: dann sitzt dein Baby heulend in
der Ecke, während die Großen sich einen Spaß daraus machen, dein Kind
ganz fies beim Spielen zu stören und auszugrenzen, und die
Betreuerinnen lassen der Natur ihren Lauf. Man darf sich nämlich
nicht in die Entfaltung von Gruppenprozessen einmischen und den
Anführer, der sich gerade entwickelt, bei der Manifestation seines
Statuses stöhren. Solch einen Mist musste meine kleine Tochter
mitmachen, bis ich zufällig mal (im Sommer waren sie draußen, wo ich
die Kinder aus der Ferne sehen konnte) mitbekommen habe, was in
dieser Einrichtung so abläuft.

In der Kinderkrippe ist sie dann aufgeblüht.
Dort hat man eine andere Methode eingesetzt, um die Kinder
‚natürlich‘ zu erziehen. Jede Erzieherin hatte eine Gruppe von
Kindern, die sie intensiv betreute, um als Bezugsperson zu fungieren.
So wie Kinder unterschiedliche Temperamente haben, so gibt es auch
Erwachsene, die mit dem einen Kind besser klar kommen als mit dem
anderen. Nicht jeder findet zu ruhigen Kindern Zugang, genauso wie
manch einer nicht mit wild gerum tobenden Kindern harmoniert.

Zwei Leute zur Auswahl zu haben, um festzustellen, wer mit deinem
Kind kann, finde ich in Anbetracht dessen, was sich alles Tagesmutter
nennen darf, viel zu wenig. Eine dreijährige Lehre zur Erzieherin
inklusive Prüfungen und überzeugendem Auftreten beim
Vorstellungsgespräch, noch dazu drei-monatiger Probezeit ist etwas
ganz anderes als ein Okay-Zettel vom Jugendamt für Tagesmütter.

Du merkst, dass ich wirklich schlechte Erfahrungen gemacht habe und
immernoch sehr emotional an die ganze Sache zurück denke, obwohl
meine Süße inzwischen einen Zentimeter größer ist als ich.

Wenn dein Gefühl dir sagt, dass etwas in der einen oder anderen Art
der Kinderbetreuung nicht stimmt, dann hake auf jeden Fall nach.

Dann noch eine andere Sache, die man vorab klären sollte:
Die Tagesmütter nehmen irgendwann Urlaub und dann? Betreut eine
Person allein alle 10 Kinder? Oder ist die 3Raumwohnung dann ganz
geschlossen?
Ebenso solltest du dich bei der KK erkundigen, wie Ferien geregelt
werden.

Grüße

Sprite