Taktung bei Service-Rufnummern im Krankenhaus

Hallo,

meine Frau war in einer Reha-Einrichtung in Bad Meinberg. Dort hatte sie ein Patiententelefon angemeldet. Der Patienteninformation war zu entnehmen, dass eingehende Telefonate von extern 0,14 €/Min. kosten und ausgehende Telefonate nach extern 0,15 €/Einheit.
Trotz mehrfacher Vorsprache konnte uns niemand in der Klinik sagen, wie die Taktung für ausgehende Telefonate ist. Als meine Frau ihre Rechnung am Ende erhielt, überraschte es uns nicht weiter, dass die Einheit nachweislich (!) nicht mit 60 Sekunden gleichzusetzen war; wir gehen davon aus, dass die Einheit => 20 Sekunden berechnet wird.

Nun die Fragen:

  • Ist das Krankenhaus nicht verpflichtet, die Patienten über die Taktung vorab zu informieren, so dass sie die Kosten für die Telefonate zumindest abschätzen können?
  • Handelt es sich hier nicht um eine Form der Abzocke, die gesetzeswidrig ist?
  • Wie kann man argumentieren, wenn man die Kosten nicht bereit ist, in der Höhe zu übernehmen?

Möglicherweise wäre diese Frage in einem Rechteforum besser aufgehoben, aber ich stelle sie hier einfach mal und freue mich auf verläßliche Antworten.

Gruß und noch frohes Rest-Fest und einen guten Rutsch!

Hallo,

meine Frau war in einer Reha-Einrichtung in Bad Meinberg. Dort
hatte sie ein Patiententelefon angemeldet. Der
Patienteninformation war zu entnehmen, dass eingehende
Telefonate von extern 0,14 €/Min. kosten und ausgehende
Telefonate nach extern 0,15 €/Einheit.
Trotz mehrfacher Vorsprache konnte uns niemand in der Klinik
sagen, wie die Taktung für ausgehende Telefonate ist.

Wahrscheinlich wird einfach die Gebührenanzeige des Providers übernommen und mit 15c pro Takt multipliziert.
Die Gebühren, die der Provider übermittelt, sind aber oft extrem ungenau und immer zu hoch.
Davon abgesehen ist aber die Aussage „15c pro Einheit“ immer noch richtig.
Die Klinik macht es sich hier leicht, eine korrektere Berechnung wäre möglich, bedeutet aber Aufwand.
Ein Kunde mit einem BuisinessComplete Anschluss bezahlt pro Minute ins Festnetz 0c für Mobilfunk 15,9c bis 17,9c netto. Trotzdem übermittelt die Telekom für ein einminütiges Gespräch ins Festnetz „eine Einheit“ = 6,1c, für eine Minute Mobilfunk 8 Einheiten = 49c.
Hier kann der Betreiber es sich einfach machen und diese falschen Infos mit dem Benutzerfaktor 15 multiplizieren oder selber die Sekunden addieren und an Hand seines Tarifes die echten Kosten berechnen.

Nun die Fragen:

  • Ist das Krankenhaus nicht verpflichtet, die Patienten über
    die Taktung vorab zu informieren, so dass sie die Kosten für
    die Telefonate zumindest abschätzen können?

Ich denke: Ja.

  • Handelt es sich hier nicht um eine Form der Abzocke, die
    gesetzeswidrig ist?

Da das Krankenhaus erhebliche Kosten für den Unterhalt der Telefonanlage hat, wird es evtl. kaum Gewinn damit erwirtschaften.
Dies ist auch der Grund, wieso sie für ankommende Gespräche Kosten berechnen, obwohl keine Gebühren anfallen.