hallo zusammen,
meine mutter hat nun schon mehrere monate starke schmerzen in einer schulter- permanent.
nach vielen versuchen ihrerseits heruaszufinden was da los ist,
fand sie nun endlich einen arzt, der dann die ursache gefunden
hat.
eben jenetalkschulter (tendinosuv calasea heissts wohl- falls
sie es mir richtig buchstabiert hat*glaubehernicht)
nun, sie bekommt nun einmal in der woche über eine längere zeit
cortisonspritzen.
jetzt meine frage - ist das die richtige methode?
oder gibts was besseres, hilfreicheres oder kann sie selbst noch
irgendwie aktiv mitwirken?
in der ecke, in der meine eltern leben ists ein wenig merkwürdig mit
ärzten*gelinde gesagt - deshalb sind wir nun auch skeptisch.
toll wäre es,wenn jemand einen link weiss, damit ich mal nachlesen kann. wikepedia gibt nix her…
danke im voraus!
LG
nina
Hallo Nina,
ich denke, dass es sich eher um eine Kalk-Schulter handelt. Wenn Du im Internet unter „Tendinitis calcarea“ suchst, wirst Du auch fündig werden. Die Hauptursache für eine Kalkeinlagerung in der Sehne ist ein sog. Engpaß-Syndrom oder auch „Impingement-Syndrom“. Dabei ist der Subacromialraum, als der Platz zwischen Schulterdach und Oberarmkopf, verringert. Bei jedem seitlichen Anheben des Armes wird jetzt der Oberarmkopf näher an das Schulterdach gebracht. Zwischen diesen beiden Strukturen läuft eine Sehne, die Supraspinatussehne. Wenn diese jetzt zunehmend geärgert wird, so kann sie sich entzünden oder sogar einreißen. Abgelaufene Entzündungen sind als Kalkdepots in der Röntgenaufnahme sichtbar.
Cortison-Spritzen sind dann erstmal das Mittel der Wahl, um eine akute Entzündung abklingen zu lassen, aber die Ursache wird nicht behoben.
Treten weiterhin Beschwerden auf, so bleibt nur eine OP. Bei der sog. ESD (endoskopisch subacromiale Dekompression) wird der Teil des Knochens von unten weggefräst, der die Sehne tangiert. Natürlich bleibt noch genügend Knochensubstanz stehen, so dass man nicht bei jedem Schulterklopfer frakturgefährdet ist.
Die Ergebnisse dieser OP sind allgemein sehr gut - sie kann auch ambulant ausgeführt werden.
Gruß, Jürgen
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super! vielen dank jürgen!!! - nun verstehe ich und es wird ihr auch klarer. (sie hatte gedacht die spritzen lösen den kalk ab…)
werd nochmal im netz schauen ob ich da nochwas neues finde.
noch ne frage habe ich in diesem zusammenhang - muttern bekommt ja nun jene cortisonspritzen und meinte, ihre haut sei so rot und irgendwie alles geschwollen.
kann man dem entgegenwirken?
2 wird sie noch bekommen, der schmerz ist nun viel weniger meint sie.
nach abschluss der behandlung: kann man dann mittels röntgen und ultraschall erkennen wie gross die besserung ist?
und wenns wieder losgeht - lieber gleich ne OP oder macht mans dann nochmal von vorn mit den spritzen?
danke nochmals für die sehr hilfreichen infos!
LG
nina
hallo nina,
es gibt eine menge mehr oder weniger obskurer therapien gegen kalkschultern. eine ist z.b. die von orthopäden gern empfohlene stoßwellentherapie, weil der doc da so richtig schön was für berechnen kann. (die erfolgsquote liegt jedoch unterhalb der des zufalls.)
langfristig einzig wirksame therapie ist: was gegen die akuten schmerzen tun (z.b. voltaren, aber das „richtige“, nicht den rezeptfreien spielkram) und dann bewegung bewegung bewegung.
gruß
ann
Hallo Ann,
bei einem Impingement-Syndrom ist aber Dein Ratschlag „Bewegung, Bewegung, Bewegung“ genau verkehrt. Natürlich sollte die Schulter im Rahmen der Bewegungseinschränkung bewegt werden, damit sich keine Inaktivitäts-Arthrofibrose (Verklebung der Gelenkkapsel) bildet, aber es muß die Ursache angegangen werden.
Die Cortison-Spritzen sind wesentlich effektiver, als nicht-steroidale Antirheumatika zu schlucken. Wenn schon der Ratschlag zu Voltaren (was ich durchaus als probates Medikament und Mittel der Wahl ansehe), dann sollte auch ein Magenschutz wie Omeprazol o.ä. empfohlen werden.
Gruß, Jürgen
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Hallo Nina,
das Spannungsgefühl und die Hautrötung sind übliche und hin und wieder auftretende Nebenwirkungen des Cortisons und verschwinden im allgemeinen nach Absetzen des Präparates wieder rückstandslos.
Entgegenwirken kann man dem nur, indem man die Corticoid-Dosis reduziert, was aber u.U. mehrere Spritzen vonnöten macht.
Man kann nach Abschluß der Behandlung eine Röntgenaufnahme (am besten eine sog. „Outlet-View-Aufnahme“) machen, um zu sehen, ob sich die Kalkdepots aufgelöst oder verkleinert haben.
Bei einer erneuten Beschwerdesymptomatik KANN man natürlich eine erneute Spritzenkur machen, aber das ist -wie bereits gesagt- keine Ursachenbekämpfung. Erst eine OP wird zu langanhaltender (und vielleicht dauerhafter) Beschwerdefreiheit führen.
Gruß, Jürgen
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warst mir/uns eine grosse hilfe!!!
*knicksmach 
LG
nina