wer schon mal mit einer yamaha XS 400 DOHC zu tun hatte, der weiß, dass die tanks durchrosten. wegen diesem problem ist diese maschine mittlerweile fast ausgestorben.
wir haben hier eine schöne maschine, bei der es schade (und wegen dem beschriebenen problem vielleicht auch wenig lukrativ) wäre, diese auszuschlachten. wir haben die unterseiten des tanks nun schon fast komplett verzinnt, aber immer wieder kommen neue löcher raus - zum verzweifeln.
hat mal jemand eine wirkliche lösung gefunden, die das problem erfolgreich und nachhaltig abgestellt hat?
hat mal jemand eine wirkliche lösung gefunden, die das problem
erfolgreich und nachhaltig abgestellt hat?
jepp.
Hi erstmal, ich bin gerade beim restaurieren einer Geier BJ 1938, dabei hatte ich das gleiche Problem. Tank an der Unterseite und rund um den Tankstutzen Papierdünn und Löcher wie ein Sieb.
Einkaufsliste; Spiritus, Azeton, Epoxydharz, Härter, Farbpaste, Klebeband, Verschussstopfen für Benzinhahn- und Tankstutzen.
Habs so gemacht.
Tank zuerst innen grob entrostet. 1 Kilo mittelgroben Kies eingefüllt und tüchtig den Tank geschüttelt und geschwenkt.
Dann mit Wasser mit Spülmittel, losen Rost gut ausgespült.
Anschließend eine Flasche Spiritus rein um das Restwasser zu Binden, wieder geschüttelt und geschwenkt.
Tank entleeren und gut trocknen.
Benzinhahn abbauen und Anschluss abdichten, alle Stellen wo sich Löcher im Tank befinden mit Klebeband von außen abkleben.
Epoxydharz mit Härter und etwas Farbpaste besorgt (gibts alles u.a. bei Conrad Elektronik) nach Bescheibung angerührt. (Habe für einen 10l Tank ca 0,75l - 1l Harz benötigt)
Das Zeug in den Tank gefüllt Tankeinfüllstutzen Dicht verschließen und nun wieder geschwenkt und zwar so das alle Stellen der Innenwandung mit derm Harz überzogen wird und so lange bis das Harz geeliert, d.h. vom fast wässigem über honigartig bis Art festem Tortenguss wird.
Nun wird es Zeit die Stopfen des Benzinhahn- und Tankstutzens zu entfernen. Gewindegänge müssen mit Azeton (oder heist das Aceton??)und Wattestäbchen zu reinigen genauso am Einfüllstutzen. Nicht zu lange damit warten, denn wenn das Harz gehärtet ist geht auch nix mehr mit Azeton.
Tank über Nacht vollständig härten lassen,
Fertig.
Die Harzbeschichtung bei mir ist ca 5mm dick und voll Kraftstoffbeständig. Habe die Farbpaste weiss gewählt damit ich eine optische Kontrolle habe wo das Harz während der Beschichtung beim Schwenken noch fehlt. Condrad bietet 2 unterschiedliche Härter zu seinem Epoxydharz an. (unterschiedliche Verarbeitungszeiten) Habe den mit längerer Topfzeit gewählt, dauert halt dann schon ne Stunde bis zum geelieren aber dafür halt weniger Stress. Wenn du den Tank nicht neu Lackieren möchtest empfehle ich dir den Tank aussen total mit Klebeband (Kreppband) gegen Harzspritzer abzukleben. Das Harz wird nicht Glashart sondern beibt im gewissen Rahmen flexibel.
Huhu,
hatte noch vergessen zu schreiben, dass durch die Handwärme und dadurch die Erwärmung der Luft im inneren des Tankes ein gewisser Überdruck entsteht der das Harz (solange noch dünnflüssig) in alle Undichtigkeiten und auch nach aussen treibt. Deshalb Abkleben!
Von billigem Polyesterharz würde ich vollkommen abraten, da erstmal durch die hohe Ausdünstung von bedenklichem Styrol man schon mal 2 bis 3 Tage Kopfweh oder auf lange Sicht noch viel schlimmeres bekommt.
Zweitens die die Härterzugabe extrem schwierig ist die gewünschte Topfzeit einzustellen. Zudem wird das ausgehärtete Material fast immer Glashart und springt mit der Zeit.
Bei der Simson meines Neffen habe ich das schon vor über 3 Jahren so gemacht, klappt immer noch einwandfrei und keine Veränderung im oder am Tank sichtbar.
Damals habe ich sogar den Tank innen mit verdünnter Salzsäure total entrostet und anschliessend mit Natronlauge neutralisiert.
ich halte das jedoch für überflüssig, da alle losen Rostteile in dem Harz gebunden werden.
Es gibt auch fertige Tankversiegelungen im Handel ist aber das gleiche nur halt viel teuerer.