ich fahre nen Trabi und möchte mir nen Boardcomputer basteln. Ich weis schon wie ich die meisten Daten aufnehme. Nur beim Tankfüllstand fällt mir noch nix gutes ein.
Der Standartschwimmer schwankt sehr stark und selbst wenn ich mittelwerte vom Computer bilden lasse wird das nie exakt! (Wenn ich Berg auf fahre und das länger als ich mittelwerte bilden lasse wird er mehr anzeigen!)
Deshalb wollt ich euch mal fragen wie das bei neuen Hochmodernen Autos funktioniert die im Display den Füllstand auf eine stelle nach dem Komma angezeigt bekommen?
Dann würde ich versuchen eine solche apperatur auf den Trabi zu adaptieren.
Deshalb wollt ich euch mal fragen wie das bei neuen
Hochmodernen Autos funktioniert die im Display den Füllstand
auf eine stelle nach dem Komma angezeigt bekommen?
Soll ich Dir was verraten? Eine exakte Antwort bekommst Du auch mit allem technischen Mega- und Gigafax nicht zustande. Die Systeme, die mir bisher über den Weg gelaufen sind, werden ganz genauso durch Gefälle/Steigung beeinflusst wie die seit Anno Tobak bekannten mechanischen / elekrischen.
In meinem vier Wochen alten Benz befindet sich ein Bordcomputer, der die Tankfüllung, den Durchschnittsverbrauch und die resultierende Reichweite laufend anzeigt. Spätestens, wenn der Tank nur noch halb voll ist, kannst Du die Anzeigen - bis auf den Durchschnittsverbrauch bei genügend langer Fahrstrecke - getrost den Hasen geben : Auf Bergauf- und Bergabfahrt wie auch auf Beschleunigung bzw. Verzögerung reagiert die Anzeige gar putziglich (wenn die Reichweite, wie schon erlebt, innerhalb von zwei Minuten von unter 100 bis über 300 km schwankt, erfüllt ein Zufallsgenerator den gleichen Zweck). Selbst Kurvenfahrt verändert die Anzeigen, wenn auch nicht so gravierend. Und : Nein, das liegt nicht an diesem speziellen einzelnen Auto …
Wenn Du also ein halbwegs genaues Anzeigesystem haben willst, müsstest Du den Tank mehr oder weniger freischwebend einbauen, inklusive Kreiseln zur Lagestabilisierung. Und selbst damit hättest Du die Einflüsse der hin- und herschwappenden Flüssigkeit noch nicht eliminiert; dafür müsstest Du wieder Wellenbrecher- Bleche oder -siebe in den Tank schweißen.
Meines Erachtens lohnt es nicht, hier Gehirnschmalz zu investieren.
In meinem vier Wochen alten Benz befindet sich ein
Bordcomputer, der die Tankfüllung, den Durchschnittsverbrauch
und die resultierende Reichweite laufend anzeigt. Spätestens,
wenn der Tank nur noch halb voll ist, kannst Du die Anzeigen -
bis auf den Durchschnittsverbrauch bei genügend langer
Fahrstrecke - getrost den Hasen geben
Also ich weiß ja nicht, ob das jetzt ein spezielles Problem deines Wagens oder von DC im Allgemeinen ist, aber wenn ich an meinen letzten BMW denke, so funktionierte die Sache grundsätzlich gut. Wir hatten in der Firma jede Menge BMWs und über die Macken der Elektronik dieser Fahrzeuge gab es immer einen regen Austausch (im Getriebeschonprogramm mit 80 von Hamburg nach München oder die sich bei jedem Anfahren entriegelnde Kofferraumklappe waren schon nette Geschichten). Zur Restanzeige kann ich mich aber nur an eine Geschichte erinnern, wo einer der 7er mit ca. 30 Km Restanzeige plötzlich stehen blieb. Ich bin meinen oft auf die letzten Meter ausgefahren und hatte nie Schwierigkeiten und musste dann auch immer eine volle Tankfüllung nachlegen. Das Ding zeigte also offenbar doch sehr exakt an.
man könnte ja mind. 2 gegenüberliegende schwimmer in den tank befestigen und den mittelwert aus beiden errechnen. bsp. 1 schwimmer vorn, ein schwimmer hinten, fahre ich bergauf wird der hintere mehr anzeigen als der vordere, der mittelwert sollte aber stimmen. ganz genau wirds natürlich auch nicht.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Bei modernen Fz werden mehrere Maßnahmen ergriffen, wie z.B.:
mehrere Tankgeber
angepasste Tanks (das sind nicht nur einfache „Kanister“
Fahrzeuglagesensoren u.v.m.
und natürlich die Software, die die Signale auswertet und die Anzeige steuert.
Für die Anzeige der Restfahrstrecke kommt da noch einiges hinzu.
Ich vermute mal, dass das auf den Trabi so nicht umsetzbar sein wird, d.h., dass du diese Genauigkeit nicht hinbekommen wirst. Du müsstest u.a. wohl den Tank modifizieren, was allerdings zulassungspflichtig ist - aus gutem Grund.
von der realen Umsetzung in Serienfahrzeugen habe ich keine Ahnung.
Aber das Problem ist natürlich das schwappende Medium. Ich weiß, dass z.B. in Feuerwehrfahrzeugen in den Wassertanks eine Art Wabenstruktur eingebaut wird die genau das verhindert. Dabei geht’s zwar nicht um die Messung des Tankinhalts (sondern um die Fahrfähigkeit denn mit 10m³=10t schwappendem Wasser kann man auch einen LWK nicht kontrollieren), aber das ist ja egal.
Ansonsten kann man natürlich auch die Tankaufhängungen mit Dehnungsmessstreifen versehen und so die Durchschnittskraft (=Gewicht) messen und integrieren. Aber ohne langwierige Versuche und Umbauten geht das nicht.
von der realen Umsetzung in Serienfahrzeugen habe ich keine
Ahnung.
Da gibt’s vielerlei Methoden.
Eine - angesichts der geometrisch sehr ungleichförmigen und zudem toleranzbehafteten modernen Tanks - vorteilhafte Methode ist, einen elektrisch leitenden Kunststoffstreifen (Leiterbahn) im Tank für eine definierte Mess-Zeit mit Spannung zu beaufschlagen. Dadurch erwärmt und längt sich der Streifen, ändert seinen Widerstand. Ergo ändert sich der Strom über der Zeit. Der wird gemessen. Und da das Erwärmungsverhalten von der Masse/Menge des Kraftstoffes im Tank abhängt, funktioniert diese Messung. Natürlich ist das keine Lösung, die ein Bastler sich für seinen Trabbi austüfteln kann.
Erwärmung und Sprit führt zu keinen Problemen. Die Temperatur hält man niedrig genug, und außerdem ist die Wärmequelle vom Sprit überdeckt (kein Sauerstoff). Flüssiges Benzin entzündet sich nicht so schnell, nur wenn’s unter Lufteinwirkung Dämpfe entwickelt.
Aber das Problem ist natürlich das schwappende Medium.
Für eine Messung wäre das nicht ein Problem. Auch wenn das Sensorsignal schwankend ist, wird daraus für die Anzeige auf elektrischem/elektronischem Wege eine Mittelung gemacht.
Ansonsten kann man natürlich auch die Tankaufhängungen mit
Dehnungsmessstreifen versehen und so die Durchschnittskraft
(=Gewicht) messen und integrieren. Aber ohne langwierige
Versuche und Umbauten geht das nicht.
Darüber hinaus wären diese Messelemente für eine Serienanwendung viiieel zu teuer.
Gruß
Karl
Ich
weiß, dass z.B. in Feuerwehrfahrzeugen in den Wassertanks eine
Art Wabenstruktur eingebaut wird die genau das verhindert.
Dabei geht’s zwar nicht um die Messung des Tankinhalts
(sondern um die Fahrfähigkeit denn mit 10m³=10t schwappendem
Wasser kann man auch einen LWK nicht kontrollieren), aber das
ist ja egal.
Ein voller Tank ist nicht das Problem, da kann sich der Schwerpunkt gar nicht verlagern, wenn der bis oben gefüllt ist.
Das schlimmste ist wenn der Tank nur Halbvoll ist. Da hast du dann die maximale Masse welche sich maximal verlagern kann.
Das selbe Problem hat man auch bei Raketen.
Dadurch erwärmt und längt sich der
Streifen, ändert seinen Widerstand. Ergo ändert sich der Strom
über der Zeit. Der wird gemessen. Und da das
Erwärmungsverhalten von der Masse/Menge des Kraftstoffes im
Tank abhängt, funktioniert diese Messung.
Zuverlässig nur bei stehendem Fahrzeug.
Bei sich bewegendem Fahrzeug nicht mal als Schätzwert geeignet.
Aber das Problem ist natürlich das schwappende Medium.
Für eine Messung wäre das nicht ein Problem.
Doch.
Der Wärmeübergang Sensor-Kraftstoff ist stark von der Strömung um den Sensor herum abhängig. Diese ist aber fahrweiseabhängig.
Der Wärmeübergang Kraftstoff-Tankwand ist stark von der Strömung, Durchmischung und vom Schwappen abhängig.
Von der äußeren Einflüssen durch Strahlung (Fahrbahn, Auspuff ect.) und Luftbewegung reden wir erst mal gar nicht.
Dadurch erwärmt und längt sich der
Streifen, ändert seinen Widerstand. Ergo ändert sich der Strom
über der Zeit. Der wird gemessen. Und da das
Erwärmungsverhalten von der Masse/Menge des Kraftstoffes im
Tank abhängt, funktioniert diese Messung.
Zuverlässig nur bei stehendem Fahrzeug.
Bei sich bewegendem Fahrzeug nicht mal als Schätzwert
geeignet.
Aber das Problem ist natürlich das schwappende Medium.
Für eine Messung wäre das nicht ein Problem.
Doch.
Hallo.
bin von den Gegenargumenten überzeugt, bin da wohl einer schon länger zurückliegenden Veröffentlichung der Uni Kaiserslautern (die hatten daran entwickelt) aufgesessen. Nach der stand das Verfahren kurz vor der Serieneinführung.
Aber das ist offensichtlich der Unterschied zwischen Wissenschaft und Praxis.
Gruß
Karl