buenas 
die
Begriffe Ji, Hi und We in „spruch“ 14 des ersten Teils könnten
auf den Einfluss jüdischer Einwanderer des 4. Jh v. Chr.
zurückgehen, mit denen Lao Tse in Verbindung gekommen sei, und
von denen er das Tetragrammaton JHWH als den unaussprechlichen
Namen eines obersten göttlichen Prinzips übernommen habe.
Strauss’ Übersetzung (und wohl auch der Kommentarteil) stammt
aus dem Jahr 1870.
Ich will mal einen Schnellschuss wagen, hab grad nicht so viel Zeit.
Im Ganzen lautet der von dir Angesprochene Passus:
(shi zhi bu jian) ming yue yi,
(ting zhi bu wen) ming yue xi,
(bo zhi bu de) ming yue wei,
Ist der erste Teil derjenige, welcher negiert
(was nicht gesehen werden kann, was nicht gehört werden kann, was nicht erlangt,gehalten werden kann)
Im zweiten Teil, ist jedoch von einer konkreten Benennung/Bezeichung die Rede
nennt man (ming): yi
und zwar ganz konkret verbunden mit yue (ausssprechen, ausatmen).
Dies dürfte also genau das Gegenteil vom „unaussprechlichen“ sein.
Des weiteren ist die Rede davon, dass sie (die drei) unergründbar seien, und daher „eins“ bilden.
Aber was ist dieses „eins“ von dem hier die Rede ist ?
Im weiteren Text geht es um die Ursprünge des „Dao“. Also finde ich, dass hier die Vermutung naheliegt, das „eins“ ist das „Dao“.
Nun gibt es aber im Daoismus keinen Gottesbegriff. Dies mag für einen Menschen des 19. Jhd. wohl unvorstellbar gewesen sein, eine Religion ohne Gott ?
Also halte ich dieses Gedankenkonstrukt von Strauss für einen Notbehelf, um einem Menschen, der monotheistisch geprägt ist, etwas verständlich zu machen…und dabei zielt er meiner Meinung nach genau am eigentlichen Sinn des Textes vorbei, indem er jemanden glauben machen will, dieses sei gemeint.
So, das war mein Schnellschuss. Die Diskussion ist eröffnet 
Gruss
Marion