Der hier vorgestellte Fall ist fiktiv:
Herr Mustermann hat seit ca. 3 Jahren einen Handyvertrag bei T-Mobile. Er hat den für sich passenden Tarif Relax 50 gewählt und war damit zufrieden. Er sah keine Veranlassung, seinen Vertrag zu ändern. Im Durchschnitt betragen seine Handyrechnungen 20 Euro. Manchmal erhöht sich der Betrag auch, weil Mustermann manchen Monat mehr telefoniert hat. Wie auch immer, Herr Mustermann hatte keine Veranlassung, sich seine Rechnungen genauer anzusehen. Bis auf diesen Monat, wo eie hohe Handyrech nung kam, die ganz und gar nicht auf den Grundpreis vom Tarif Relax 50 passte. Mustermann wusste aber, dass er den Monat das Handy kaum genutzt hatte. Also las er sich die Rechnung genauer durch und stieß auf einen Tarif, den er nicht kannte: Max Friends. Bei der Internetrecherche stellte sich heraus, dass dieser Tarif um einiges teurer als der relax 50 war und somit diese Rechnung erklärt hat.
Jetzt kommt der Knackpunkt: Herr Mustermann hat nie seinen Tarif umstellen lassen, er hatte auch keinen Werbeanruf angenommen, wo ihm dies offeriert worden wäre. Er war gar nicht in der Lage, seinen Willen kund zu tun, sondern wurde völlig überrascht.
Er rief also sofort den Kundencenter an und beschwerte sich und ließ auch den Tarif sofort wieder ändern, damit die Kosten wieder minimiert sind. Auch wenn der Serviceberater anstandslos alles wieder zurückgesetzt hat, bleibt bei Mustermann ein Ärger zurück und möchte am liebsten fristlos kündigen.
Fragen:
- reicht das als fristloser Kündigungsgrund?
- gehen Callcenterangestellte mittlerweile schon so weit, eigenmächtig Daten zu ändern, ohne einwilligugn des Kunden, um ihre eigene Bilanz aufzubessern?
Gruß, Ostrogotho