Hallo,
hat jemand schon mal was von einem „Tarifkonflikt“ gehört? Es geht dabei aber nicht um Streiks oder Tarifverhandlungen, sondern um ein Wort, das Telekom-Mitarbeiter benutzen, um mir zu erklären, warum meine IP-Telefonie fast 3 Wochen lang nicht funktionierte.
Ich habe zwar einen Vertrag zuhause zu liegen, in dem meine 3 Rufnummern und „call&surf“ drinstehen, trotzdem aber benehmen sich die Hotline-Kollegen seltsam und stammeln immer wieder was von „Tarifkonflikt“, was mir aber auch nicht näher erklärt werden kann. Sie erzählen mir, ich habe „entertain“, ich sage „nein, ich habe call&surf“, sie sagen „na das ist doch dasselbe“, aber entertain ist mit TV. Sind die krank?
Braucht man drei Wochen um eine Genehmigung einzuholen, daß jemand überwacht werden darf? Oder ist das Angebot einfach noch so neu, daß bei denen komplettes Chaos herrscht?
na ja, ich vermute mal, du bist an ein call-center geraten, und die mitarbeiter waren nicht gerade geschult, um es mal höflich auszudrücken. es gibt zwar „entertain“…hier ist call& surf sowie auch tv enthalten. wenn du aber nur call&surf hast, dann ist das so. ich würde mal direkt in einen t-laden gehen, dort kann dir besser geholfen werden. mein eindruck ist der, dass die dir einfach noch etwas mehr aufdrängen wollen.
der Begriff „Tarifkonflikt“ ist so zu verstehen: Es gibt bei der Telekom (und vielen anderen) verschiedene Tarife, die bestimmte Leistungen ENTHALTEN, andere Leistungen aber NICHT ENTHALTEN, bedeutet: Wenn man einen Vertrag (z.B. „call&surf“) hat, aber trotzdem Leistungen eines anderen Vertragstyps in Anspruch nehmen will, dass diese Verträge miteinander kollidieren oder „in Konflikt“ geraten. Dass die Jungs vom Telekom-Call-Center das nicht erklären können, ist natürlich schlimm.
Einfachste Lösung (wenn auch etwas lästig) ist: Den aktuellen Vertrag einpacken und in den nächsten Telekom-Store gehen. Anhand der Kunden- oder Vertragsnummer kann man dann dort über das elektronische System einsehen, was für ein „Tarifkonflikt“ denn ggf. besteht und das Problem beheben.
Tipp: Wenn der Telekom-Store nicht richtig reagiert, sollte man mit Kündigung drohen - und zwar für alle Leistungen (also Internet, Domains, Festnetz- und Mobil-Telefonie). Da es für die Telekom VIEL teurer ist, neue Kunden zu gewinnen als alte Kunden zufrieden zu stellen, geben die sich normalerweise richtig Mühe. (Funktioniert aber leider nur im Telekom-Store und nicht am Telefon …)
nur meiner Kündigungsdrohung ist es zu verdanken, daß ich überhaupt seit zwei Tagen telefonieren kann. Eine Stellungnahme blieb aber aus. Jetzt höre ich von Anrufern, daß sie es bis zu fünf mal bei mir probiert haben, aber noch nicht mal ein Zeichen zu hören war.
Der Zirkus geht also wieder von vorne los. Zuletzt hatten die Fachleute schon nicht mehr mit mir gesprochen sondern nur noch gesmst; „Ihre Störung ist behoben“ während das Telefon nicht funktionierte.
Ich habe Schwierigkeiten, noch sachlich zu bleiben nach drei Wochen Irreführung, aber ich höre mir zum letzten mal die Leute vor Ort an. Weiteres dann hier…
ok danke für den Hinweis! Schon für den Router mußte ich Extrageld bezahlen, das nicht im Angebot aufgeführt war. Jetzt noch TV dazu, das nicht funktioniert? Ich bin jetzt eher auf einen Festnetzanschluß fixiert.
Kann Dir nicht wirklich helfen, da ich nicht aus der Ecke komme, aber: in der aktuellen ct`von Heise findest du unter Beschwerden einen Artikel, der genau dies beschreibt. Es ist wohl Praxis bei der Telekom erst „Entertain“ zu verkaufen. Dann primär Call-Surf zu schalten um die Leistungsfähigkeit der Leitung zu testen, und wenn Sie es nicht hinbekommen, ist der Kunde trotzdem in einem Call-Surf Vertrag gefangen, den er ja nie haben wollte.
Vermutlich wird C&S aktuell im Verhältnis zu Entertain so wenig gefragt, das die T damit überfordert war
von so was habe ich auch noch nicht gehört, wenn es um eine Technische Störung geht. Hatte aber letzte Woche auch einen ähnlichen Fall, da Sprach der Kundensupport was von einer Netzneutralisation. Dahinter verbarg sich nicht anderes, dass eine zugewiesene Rufnummer sich in der falschen Vermittlungsstelle befand und erst eine Netzneutralisation durchgeführt werden musste, um die Nummer an in die richtige Vermittlungsstelle umzuziehen.
Wenn es um nichts aussagekräftige Erklärungen geht, sind die Leite sehr kreativ.
hier noch, wie es weiterging:
Plötzlich ging das Telefon wieder. Ich erhielt einen Anruf von einem Techniker, der fragte, ob der Anschluß funktionierte, was der Fall war. Ende des Monats dann, ich mußte einen Anruf tätigen, war die Leitung wieder tot - Internet funktionierte.
Mir kam nun der Ärger wieder hoch. ich packte das Gerät ein, schrieb die Kündigung wegen nicht erbrachter Vertragsleistungen und schickte den Ärger nach Bonn, in die Telekoma-Zentrale. Ich erhielt eine Woche später eine Kündigungsbestätigung, in der stand, daß der Vertrag noch ein Jahr Gültigkeit hatte. Ich suchte also einen Anwalt, der mich aus dem Vertrag raushauen sollte. Der war allerdings mit dieser Art Anliegen dermaßen überlastet, daß er mich aufs neue Jahr vertröstete.
Ich rief dann die Beschwerdestelle an und -schwupps - war ich wieder in der Wartehölle. Und ich flog einfach wieder raus. Ich versuchte es nochmal, und wurde nach 10 Minuten weitervermittelt. Diesmal hatte ich allerdings das Gefühl, die Mitarbeiter waren über mein Anliegen und was passiert war informiert - nach der Kündigung! „Alles klar, sie werden zurückgerufen!“ und was passierte? NICHTS.
Ich fand mich damit ab, mir und meiner Bezugsgruppe Trommeln zu besorgen. 14 Tage später kam ein Anruf: „Wie kann ich ihnen helfen?“ Zermürbt und vom Kommunikationsnetz abgeschnitten bestand ich auf einen Festnetzanschluß und mietete erneut ein Speedport. Zwei Tage später hatte ich den Krempel und die Anschlüsse funktionierten sofort. Telefon, Internet. Festnetz ab Februar.
Eine Woche später bekam ich einen Anruf von der Technik: „Funktioniert alles?“ „Ja.“ „Das versteh ich nicht. Eigentlich kann es nicht funktionieren, aber ich werde das mal so hinnehmen.“