Hallo,
ich beziehe mich auf den Tarifvertrag 2003 des öffentlichen Dienstes. Darin hatten die Tarifparteien vereinbart, dass im Dezember die Gehalts- und Lohnzahlungen vom 15. auf den 30. verschoben werden können.
Dies hat zur Folge, dass (zumindes hier in Schleswig-Holstein im Bereich der Landesverwaltung) alle Angestellten und Arbeiter später ihr Geld bekommen.
Somit gebe ich doch dem Arbeitgeber bis zum Renteneintrittsalter ein zinsloses Darlehen in Höhe von einem halben Monatsgehalt.
Es stellt sich die Frage, ob und ggfls. was dagegen rechtlich zu unternehmen ist.
Weiter war vereinbart, dass die Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld) statt am 15.11.2003 am 30.11.2003 geleistet werden.
Hiervon ist nun nicht mehr die Rede.
Wie kann ich die finanziellen Auswirkungen berechen, wenn
a) das Weihnachtsgeld zusammen mit der Gehalt für November bezahlt wird (Stichwort höhere Steuern usw.)
b) Weihnachtsgeld und Gehalt zu verschiedenen Zeitpunkten überwiesen werden ? Wie sind diese Sonderzahlungen zu versteuern ?
Gruss
Andreas
Hallo Andreas,
das mag für dich im Moment bitter sein, eine halben Monat später das Gehalt zu bekommen, aber letztendlich ist es doch so, dass deine Gehaltszahlung lediglich an die in der freien Wirtschaft übliche Zahlungsweise angepasst wird. Jeder normale Arbeitnehmer erhält erst am Monatsende seinen Lohn.
Du hast bisher die Hälfte deines Lohnes im Voraus erhalten!
Viele Grüße
Utemaus
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Wo ist genau Dein Problem?
Hi!
Somit gebe ich doch dem Arbeitgeber bis zum
Renteneintrittsalter ein zinsloses Darlehen in Höhe von einem
halben Monatsgehalt.
War es wirklich so, dass Du bislang Dein Septembergehalt am 15.09. bekommen hast? Dann hätte Dein AG Dir ja bislang ein zinsloses Darlehen eingeräumt! Du hättest ja Entgeld für 2 Wochen im Voraus bekommen!!!
Es stellt sich die Frage, ob und ggfls. was dagegen rechtlich
zu unternehmen ist.
Abgesegneter Tarif! Du kannst NICHTS tun!
a) das Weihnachtsgeld zusammen mit der Gehalt für November
bezahlt wird (Stichwort höhere Steuern usw.)
Ganz einfach: Es gibt keine finanziellen Auswirkungen (zumindestens keine steuerlichen oder in der Sozialversicherung!).
b) Weihnachtsgeld und Gehalt zu verschiedenen Zeitpunkten
überwiesen werden ? Wie sind diese Sonderzahlungen zu
versteuern ?
Als Einmalbezug! Es ist vollkommen Schnuppe, ob Du Dein Weihnachtsgeld im September oder zum 31.12. bekommst! Es sei denn, da wären noch andere Einmalzahlungen zwischen - aber selbst dann hätte es keine Auswirkungen, da diese dann anders versteuert würden…
Es wird Dein bisheriges Einkommen genommen und fiktiv auf das Jahr hochgerechnet. Davon liest man die Jahressteuern (Lohnsteuern sind JAHRESsteuern!!!) ab. Nun schlägt man Deinen Einmalbezug auf die ursprüngliche fiktive Jahressumme und liest erneut ab. Die Differenz taucht dann als „Lohnsteuer sonstiger Bezug“ oder so ähnlich auf Deiner Abrechnung auf!
Sozialversicherungstechnisch machen die 2 Wochen auch nichts aus! Es gäbe zwar die Möglichkeit, dass es relevant sein könnte, das trifft aber bei einem Tarifangestellten im ÖD normalerweise nicht zu…
Grüße
Guido
Hallo,
ich beziehe mich auf den Tarifvertrag 2003 des öffentlichen
Dienstes. Darin hatten die Tarifparteien vereinbart, dass im
Dezember die Gehalts- und Lohnzahlungen vom 15. auf den 30.
verschoben werden können.
Nicht im Dezember, sondern im November!
Ausserdem wurde bei der Redaktionsverhandlung aus dem „Kann“ leider ein „muss“.
Dies hat zur Folge, dass (zumindes hier in Schleswig-Holstein
im Bereich der Landesverwaltung) alle Angestellten und
Arbeiter später ihr Geld bekommen.
Stimmt wohl für alle „öffentlichen Angestellten“.
Bedank Dich bei dem von Dir zur Tarifverhandlung gewählten Vertreter!
UNSER Vertreter hatte jedenfalls seinen letzten Auftritt!
Andreas, ich fürchte, es wird noch viel schlimmer kommen, denn demnächst ist die Frage, ob es
überhaupt noch Weihnachtsgeld gibt wohl viel interessanter, als die Frage, WANN es das Geld
gibt!
gewerkschaftliche Grüsse
Ulli, die sich innerlich auf 41 Stunden pro Woche einstellt, bei halbem Weihnachtsgeld und
ohne Urlaubsgeld
Sorry, wenn ich Dir jetzt böse auf die Füße trete!
Hi!
Andreas, ich fürchte, es wird noch viel schlimmer kommen, denn
demnächst ist die Frage, ob es
überhaupt noch Weihnachtsgeld gibt wohl viel interessanter,
als die Frage, WANN es das Geld
gibt!
Ähm, jedes Wirtschaftsunternehmen, dass derart pleite ist, wie unser Bund, unsere Länder und unsere Kommunen zahlt schon seit Jahren keine Einmalzahlungen mehr! Abgesehen davon, dass die dort Beschäftigten in der Regel bei solchen Situationen gekickt werden!
Ulli, die sich innerlich auf 41 Stunden pro Woche einstellt,
bei halbem Weihnachtsgeld und
ohne Urlaubsgeld
Ich träume auch gelegentlich von einer 41-Std-Woche!
Ist nicht böse gemeint!
Liebe Grüße
Guido