Taschengeld

Liebe Leute.
Eine ganz einfache Frage:
Wieviel Taschengeld gebt ihr euren 14 - 16-jährigen Kindern und was müssen sie davon bezahlen.
Mein ältester Sohn mault, das 20€ im Monat zu wenig seien. Davon muss er aber nix weiter bezahlen, Fahrkarten und Eintrittspreise zahlen bisher wir. Da er fast nicht weggeht, braucht er dafür bisher kein Geld. Er kauft sich immer mal eine CD, aber auch keine Süßigkeiten. Er bunkert alles auf sein Girokonto. Irgendwie seh ich nicht so richtig ein, warum ich es erhöhen soll. Angebote, sich mal etwas zu verdienen ( wir haben ein eigenes Geschäft ) hat er bisher immer abgelehnt.
Beratet mich mal, mein Sohn wirds euch ewig danken, wenn ihr mich überredet, das Taschengeld zu erhöhen.
Danke.
R.

Hi,

folgendes hab ich als „Richtwerte“ gefunden:

http://www.eltern.de/forfamily/schule_erziehung/erzi…

Gruß ivo

Hi Rabchen,

die ungefähren Richtwerte stehen ja schon unten, Du bewegst Dich also am unteren Ende der Skala, aber noch im grünen Bereich.

Auch andere Seiten widersprechen da wenig:

So sagt der beratungsdienst der Sparkassen:
12- bis 13jährige, monatlich etwa 17,50 €
14- bis 15jährige, monatlich etwa 22,50 €
16- bis 17jährige, monatlich etwa 30, €- bis 40,- €
18 Jahre, monatlich etwa 50,- €

[Quelle: http://www.tips-n-trips.de/lebensalltag/geld/lgetasc…]

Was mich aber wundert ist Deine Begründung, warum Du das Taschengeld nicht erhöhen willst:
Er gibt es ja eh nicht aus, sondern spart alles auf seinem Girokonto - deswegen gibt es keinen Grund, zu erhöhen?

Ich kenne viele Eltern, die auf Knien danken würden, wenn ihre Kinder ihr Taschengeld so akribisch sparen wollten. Wenn Du Deinem Sohn mit dieser Begründung eine Erhöhung verwehrst, vermiest Du ihm das Sparsam-Sein. Und das halte ich für ein falsches Signal.

Ich würd’s mir mal durch den Kopf gehen lassen.
Liebe Grüße,
Nike

Hi,
die Antwort gefällt jetzt deinem Sohn vermutlich besser als dir, aber: 50 Mark hab ich in dem Alter auch bekommen (so ab 16), das war vor 17 Jahren!!!

Gruß, die Elbin

Was mich aber wundert ist Deine Begründung, warum Du das
Taschengeld nicht erhöhen willst:
Er gibt es ja eh nicht aus, sondern spart alles auf seinem
Girokonto - deswegen gibt es keinen Grund, zu erhöhen?

Ich kenne viele Eltern, die auf Knien danken würden, wenn ihre
Kinder ihr Taschengeld so akribisch sparen wollten. Wenn Du
Deinem Sohn mit dieser Begründung eine Erhöhung verwehrst,
vermiest Du ihm das Sparsam-Sein. Und das halte ich für ein
falsches Signal.

Das kann ich nur voll und ganz unterstreichen. Wer Kinder hat, die schon in dem Alter mit Geld verantwortungvoll umgehen, kann nur dankbar sein. Vielleicht solltest Du Deinen Sohn mal fragen, ob er für etwas bestimmtes spart. Dann könnte man ja als Belohnung ggf. eine Teilübernahme der Erwerbskosten vereinbaren, wenn ein bestimmter Prozentsatz selbst gespart worden ist. So unterstützt man seinen verantwortungsvollen Umgang mit Geld, ohne sich gleich auf Dauer an ein höheres Taschengeld zu binden.

Gruß vom Wiz

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Hi!
Ich krieg mit 16 25€ (glaub ich zumindest). Ich muss aber auch nicht viel selber bezahlen.
Allerdings würde das Geld bei weitem nicht reichen, wenn ich nicht noch andere Geldquellen hätte. Vielleicht sollte sich dein Sohn lieber mal nen Job suchen. Der kann ja froh sein, dass der bei euch arbeiten kann.
Gruß
freak

Hallo,

ich hab in dem Alter so 20 - 30 DM bekommen.
Dazu muss ich aber sagen, dass ich nicht gerne ausgehe und mir auch nicht CD’s, Musikvideos etc. gekauft habe/kaufe.
Bezahlt bekommen habe ich Busfahrkarte, Schulmaterial (Hefte, Stifte, Bücher die man sich kaufen muss wie z.B. Atlas oder Formelsammlung), Klamotten (musste ich nur selber etwas zuzahlen, wenn ich etwas teureres haben wollte, was der Meinung meiner Eltern nach „nicht sein muss“), „kleinere Wünsche“ (ca. monatlich ein Buch, oder mal Modeschmuck, oder irgendwas zum Basteln etc.).
Selber kaufen musste ich mir: Zeitschriften, Kino, die meisten Bücher, Software & Hardware für meinen Computer (den Computer habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen; wenn was kaputt war habe ich einen Teil davon bezahlt bekommen, der Rest war zum selber zahlen; wenn ich was Neues für den PC haben wollte, war das entweder zum selber zahlen oder als vorgezogenes Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk)

Von den 20 - 30 DM monatlich blieb meist 2/3 übrig, was dann aufs Konto kam.
Dass ich nur so wenig ausgegeben habe, dazu muss ich aber auch sagen: wir wohnen auf dem Land, wirklich „hinterste Ecke bayerischer Wald“, und mit Shopping is da nicht viel *g*
Als ich mal 4 Wochen in Berlin war, hab ich schon gemerkt, dass man da ganz andere Sümmchen ausgibt *g*

Gruß,
Nina

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Hallo Rabchen,
Taschengeld ist eine heikle Angelegenheit und kann kaum durch Außenstehende richtig eingeschätzt werden.
OK ich versuchs mal an einem Beispiel zu erklären.
Einflußfaktoren sind meiner Meinung nach:
Wo lebt Ihr? Dorf, Kleinstadt, Großstadt
Wieviele Kinder leben im Haushalt?
Ist das Kind eher aktiv (mit freunden ins Kino, zum Schwimmen?
Welche interne Regelung trefft Ihr über die Verwendung des Taschengeldes?

Bei uns ist das so, daß unsere Große (auch 16) im Monat 15 € bekommt. Allerdings werden solche Dinge wie Klamotten, Schulbedarf, Lebensmittel, z.T. Naschen oder Eintrittgelder die durch die Schule anfallen kommplett durch uns gesponsort.
Mit etwas Geschick kann sie auch von Zeit zu Teit mal eine CD oder ein Buch bekommen.
Ich muß allerdings sagen, daß es ein ganzes Stück Arbeit war, sie davon zu überzeugen, in den Ferien arbeiten zu gehen. Aber am Ende hat dann doch das Geld gezogen, denn Sie wollte unbedingt einen Fernseher für Ihr Zimer haben. Das ist in meinen Augen eine Anschaffung, die nicht zwingend nötig ist. Bei Ihrem Ferienjob bekommt sie 200 € die Woche, das macht bei den drei möglichen Wochen im Jahr noch mal 50 € pro Monat. Sie hat also ohne Geldgeschenke von Oma u.ä. monatlich 75 €. Ich denke das reicht.
Ich muß allerdings auch sagen, das sie auch unter dem Dagobertsyndrom leidet und lieber die Kohle aufs Sparbuch schafft als sie auszugeben.
Da sie uns auch sehr viel hilft was bspw. die Beaufsichtigung unserer kleinen Tochter (1½ Jahre) anbelangt springt aber von Zeit zu Zeit auch mal ein Konigutschein oder eben der Eintritt für das Erlebnisbad mit ab, wenn sie mal hinwill.
Also um es noch mal zusammen zu fassen denke ich, daß 15 - 20 € im Monat völlig ausreichend sind. Wenn das „Kind“ dann noch Gelegenheit hat zu jobben, springt ja noch mal ein ziemlicher Brocken mit ab. Sollten allerdings die Wünsche zu sehr in den Himmer schießen (jeden Monat 1 - 2 CD, dazu noch KIno und Disco usw.) kann man ja Kompromisse schlagen und sagen - mehr Taschengeld, dafür aber auch mehr Verantwortung - nur wer steht das durch, wenn das „Kind“ ankommt und das Taschengeld ist alle, der Vorschuß ist aufgebraucht und die Sachen sind zu klein? Dann wird doch wieder zugeschossen.
Meine Meinung, und die hat sich bisher eigentlich bestätigt, lieber etwas weniger Taschengeld und statt dessen monatlich etwas in eine Art Ausbildungsversicherung, die zum 18 Geburtstag ausgezahlt wird. Denn dann kommen die richtigen Wünsche wie bspw. Fahrerlaubnis.

Hallo Wiz

Das kann ich nur voll und ganz unterstreichen. Wer Kinder hat,
die schon in dem Alter mit Geld verantwortungvoll umgehen,
kann nur dankbar sein.

Das bin ich ich bestimmt.

Vielleicht solltest Du Deinen Sohn mal
fragen, ob er für etwas bestimmtes spart. Dann könnte man ja
als Belohnung ggf. eine Teilübernahme der Erwerbskosten
vereinbaren, wenn ein bestimmter Prozentsatz selbst gespart
worden ist.

Das tun wir!

So unterstützt man seinen verantwortungsvollen
Umgang mit Geld, ohne sich gleich auf Dauer an ein höheres
Taschengeld zu binden.

Bisher hat er sich auch nie beschwert, dass er zu wenig hätte. Den Floh hat ihm meine Schwester ins Ohr gesetzt. Ich hätte ihm das Taschengeld vermutlich ohnehin demnächst mal erhöht.

Gruß vom Wiz

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Hallo Dobbs.

Taschengeld ist eine heikle Angelegenheit und kann kaum durch
Außenstehende richtig eingeschätzt werden.
OK ich versuchs mal an einem Beispiel zu erklären.
Einflußfaktoren sind meiner Meinung nach:
Wo lebt Ihr? Dorf, Kleinstadt, Großstadt

Dorf

Wieviele Kinder leben im Haushalt?

drei

Ist das Kind eher aktiv (mit freunden ins Kino, zum
Schwimmen?

sitzt vorwiegend zuhause, geht auch nicht mit seinen Brüdern (jünger) ins Kino o.ä.

Welche interne Regelung trefft Ihr über die Verwendung des
Taschengeldes?

Keine Einschränkung

Bei uns ist das so, daß unsere Große (auch 16) im Monat 15 €
bekommt. Allerdings werden solche Dinge wie Klamotten,
Schulbedarf, Lebensmittel, z.T. Naschen oder Eintrittgelder
die durch die Schule anfallen kommplett durch uns gesponsort.

Das ist bei uns ähnlich. Schwerere Hausarbeiten werden bisweilen auch finanziell honoriert. z.B. Holz stapeln, 20m Straße sauber kehren und alles wieder wegräumen. etc.
Arbeit in den Ferien möchte ich für ihn nicht so gerne, weil er in der Schulzeit sehr viel für die Schule arbeiten muss ( Nachhilfe in drei Fächern ) und wenig Freizeit hat, deshalb braucht er auch mal die Ferien zum Ausspannen.

Meine Meinung, und die hat sich bisher eigentlich bestätigt,
lieber etwas weniger Taschengeld und statt dessen monatlich
etwas in eine Art Ausbildungsversicherung, die zum 18
Geburtstag ausgezahlt wird.

Dazu kommt, dass wir finanziell recht gut ausgestattet sind und es unseren Kindern an nichts fehlt. Unser ältester Sohn wird allerdings „nur“ den Hauptschulabschluss schaffen und sicher nicht einen so hohen Lebensstandard erreichen, wir wie ihn jetzt haben. Deshalb finde ich es eigentlich wichtig, dass er rechtzeitig lernt mit weniger Geld auszukommen und lieber mal was dazuzuverdienen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Bisher hat er alle Angebote unsererseits im Geschäft mitzuhelfen, ausgeschlagen. Er hätte sich schon öfter mal was verdienen können.
Trotzdem denke ich, dass wir ihm mit dem 16.Geburtstag das Taschengeld mal erhöhen könnten.
Danke für deine ausführliche Antwort.
Grüße
R.
Denn dann kommen die richtigen

Wünsche wie bspw. Fahrerlaubnis.

Hi,

meine Tochter ist jetzt 14 1/2 und bekommt zurzeit 21,50 € im Monat. Wenn Sie 15 wird erhöhe ich auf 23 € oder 24 €.
Für uns (ältere) „Ossis“ ist das relativ viel, ich hab kein TG bekommen (mir hat aber auch nichts gefehlt, wir waren es gewöhnt, nichts zu haben :smile:
Dazu bekommt sie noch jeden Monat von der Oma 5-10 € und unregelmäßig auch mal 5 € von Onkel und/oder Tante.
Sie spart äußerst wenig davon.
CD’s, Süßigkeiten und Handykarte muss sie davon selbst löhnen,
eine Zeitschrift halten wir im Abo, die ich bezahle und eine Zeitschrift bekommt sie noch vom Onkel wöchentlich, will sie noch mehr solcher Wurschtblätter, dann muss sie diese selber kaufen.
Klamotten, Schulsachen und dergleichen kaufe ich, für ein neues Handy muss sie Weihnachtsgeld opfern. Kino (selten) bezahle ich auch, so wie (seltene) Busfahrten/Klassenausflüge.
Zum Arbeiten gibts bei uns im Dorf eigentlich nix, außer vielleicht Zeitungen austragen, aber das will sie nicht, weil sie gehört hat, dass man sich in unserem Dorf die Beine aus dem Bauch rennt. Pech für ihre Geldbörse.
Haushaltsarbeiten und dergleichen werden nicht belohnt, weil mir auch keiner was dafür bezahlt.

Der ein oder andere wird meine Meinung wohl nicht teilen, aber dafür ist es ja auch MEINE Meinung.

Ich habe von den zahlreichen Empfehlungen im Netz zur TG-Höhe versucht ein Mittelmaß zu finden.
Ausreichend ist das Geld in dem Alter ja nie… heutzutage.

Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung.
Ich würde es nicht übertreiben mit der Höhe!
Katrin

gutes Argument (off Topic)
Hi Karin,

Haushaltsarbeiten und dergleichen werden nicht belohnt, weil
mir auch keiner was dafür bezahlt.

*Sternchengeb*

Petzi

Hi Petzi.
Hausarbeiten belohne ich auch nur, wenn sie ausßergewöhnlich sind. Ansonsten gehört alles alltägliche zum Familienleben und muss kostenlos gemacht werden.

Gruß
R.

P.S. ich hatte das Gefühl, ich müsste mich verteidigen.:smile:

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Hallo,

ich hab das auch „besternt“, denn ich finde, im Haushalt können alle nach ihrem „Vermögen“ zu den Arbeiten beitragen.

Ich kann mich nicht erinnern, daß z.B. für mich jemand meine Wäsche gewaschen hat, seitdem ich älter als 10 war… ich wußte, wie es geht, also war es selbstverständlich (Mama hat Vollzeit gearbeitet), daß wir nachmittags mal die gesamte Wäsche sortieren und in die Waschmaschine stopfen.

Und meist gab es auch sonst einen Zettel mit kleinen Anweisungen…fegen, abspülen etc…

Wendy

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