Taschengeld für 18 Jährige?

Ok,…
runtergefahren *schmunzel*

Danke! *knuddel*

Hallo,

also angesichts der Depressionen Deiner Tochter finde ich es etwas schwierig, sinnig zu antworten.
Mal angenommen, dieses Problem, dessen Schwere und Auswirkungen ich ja nicht beurteilen kann, bestünde nicht: ich würde ihr Taschengeld geben, das auf jeden Fall. Ich würde versuchen, das Taschengeld langsam zu erhöhen, aber dafür auch den Anteil selbst zu kaufender Gebrauchsartikel (will sagen: wenn Du sonst im Monat 30 Euro für Ihre kleidung ausgibst, zahlst Du zukünftig ihr dieses Geld und sie muß sich dafür selbst um Kleidungsbedarf kümmern, etc.).

Minijob finde ich allerdings an sich keine gute Lösung. Ich würde sie nicht da rein drängen - sie könnte leicht da kleben bleiben und das wirst Du ja sicher auch nicht wollen. Lieber ein Bonustaschengeld in Aussicht stellen, wenn sie eine Ausbildung aufnimmt - man muß doch was lernen und man muß mehr und Sinnigeres zu tun haben, als einen Minijob, vor allem in dem Alter.

Alles Gute, Anne

Minijob als Übergang zur Ausbildung (owt)

.

So ungefähr stelle ich mir den Ausgang auch vor - als Eltern kann man leider seine Meinung nicht aufdrängen. Leider ist es immer wieder das selbe … jeder Mensch MUSS scheinbar seine eigenen Erfahrungen machen und die Eltern können nix anderes tun als zusehen und leiden, denn alles Reden hilft nix

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin,

ich tendiere dazu kein Taschengeld zu zahlen.
Was mich etwas irritiert: Wieso meint die therapeutin Du
„musst“?
Die Therapeutin hat dahingehend überhaupt nichts zu melden.
Sie kann Empfehlungen aussprechen, mehr nicht. Die Therapeutin
ist Dir gegenüber doch nicht weisungsbefugt.
Die Anmerkung zu ihrem Zimmer sehe ich ähnlich wie Bomba.
Solange keine Kakerlaken da rumtrollen ist es die Baustelle
Deiner Tochter.

Genauso sagt es auch die Therapeutin - irgendwie verstehe ich das auch ein wenig. Ich fühle mich aber von dem aus dem Zimmer kommenden Geruch belästigt und das fehlende Geschirr in meinem Schrank führt zu ständigen Ermahnungen. Vor Kurzem habe ich es nciht mehr ausgehalten und habe nach 4 Jahren doch mal wieder, in Abwesenheit meiner tochter, das Zimmer aufgeräumt. Ich habe 3 Tage benötigt, 2 gelbe Säcke an Wertstoffmüll, halbe Tonne an Restmüll und halbe Papiertonne voll rausgetragen. Dazu kamen 4 Maschinen Wäsche und wie gesagt, 3 Tage Arbeit am STück.
Ich bin in ihre Privatsphäre eingedrungen - ich weiß - aber danach ging es mir viel besser.

Dafür haben die Kinder oder Jugendlichen ja ihr Zimmer und ihr
Taschengeld. Um zu lernen wie es ist das Zimmer selbst
aufzuräumen oder eben wenn Ebbe in der Kasse ist.
Anfallende Arbeiten im Haushalt finanziell zu vergüten würde
mir, zumindest bei einer volljährigen, nicht im Traum
einfallen.
Wer dort Küche und Bad nutzt macht dort genauso sauber wie
alle anderen auch.
Das gleiche gilt fürs Einkaufen und Wäsche waschen.
Irgendwann ist Schluss. Sonst kannst Du noch in 5 Jahren (oder
noch länger) für Deine Tochter putzen, waschen, einkaufen und
ihr Taschengeld zahlen.
Wenn sie sich nicht um Ausbildung oder Job kümmert, dann geht
es ihr scheinbar gut genug. Klar, warum sollte man dann auch
arbeiten, wenn es doch viel bequemer geht?

Wenn ich mich nicht darum kümmere, dann wohnt sie sicher noch mit 30 daheim und das will ich nicht. Also soll ich zusehen, wie sie um 12 noch im Bett liegt oder soll ich sie um 8 wecken und zu Bewerbungen drängen?

Wie alles im Leben ist es ein Geben und Nehmen. Solange hier
die Balance stimmt ist alles ok. Alles andere sorgt nur für
Ärger und Verstimmung.
Ich benutze jetzt mal harte Worte, die man aber bitte nicht
auf die Goldwaage legen soll:
Irgendwann muss man mal anfangen, den Arsch in die Hose
stemmen und Selbstverantwortung übernehmen. Und wenn das nicht
einmal ansatzweise stattfindet, dann sollte man aber das Ganze
nicht noch durch vermeintliche Fürsorge oder finanzielle
Zuwendungen forcieren.

Wie recht du hast - wenn ich nur alles seinen Lauf lassen könnte, ohne einzugreifen. Als Mutter weiß man ja meist schon im Vorrasu, wie es kommt und das will man verhindern.
Danke, danke, danke … an Alle fleißigen Schreiber

Gruss Jakob

Zu allererst:
Hallo Beatrix,

18jährige Töchter sind schon so die Hölle, da muss gar kein weiterer Faktor mit reinspielen.
Bei euch spielt allerdings noch der Faktor Therapeutin mit rein und diese Frau scheint dir eindeutig die Suppe zu versalzen!

Du hast 2 Möglichkeiten:

Entweder nimmst du die ganze Sache selbst in die Hand und packst dir diese nette Frau einmal, um mit ihr mal Klartext zu reden…

…oder du entspannst dich mal für einen Moment.

Du kennst deine Tochter am besten und du kannst bestimmt auch ein kleeeiin wenig absehen, wie sich die Sache entwickeln wird.
Wenn es gerade eher so die Trotzphase ist- „meine Therapeutin hat aber gesagt…von daher lass mich in Ruhe“, lass sie in Ruhe.

Soll sie mal ihr Ding -und das der Therapeutin- durchziehen und sehen, wie sie zurecht kommt.

Aber Hotel Mutti (wie ich das immer gehasst habe…) is dann auch nicht mehr.

Und leiden hilft keinem. Du machst dich kaputt und deiner Tochter später -indirekt, ungewollt- Vorwürfe.

Klingt so nach Larifari, aber jeder weiß, dass Mütter nie auf beiden Augen blind sind.
Mach aber mal eine Zeit lang eins zu, für dich.

So, das war jetzt mein ganzes Arsenal an Aufbautraining, was ich bieten kann.
Nutz es bitte, damit wir auch mal einen entspannteren und gut gelaunten Beitrag von dir lesen dürfen. :smile:

Noch ein paar Schulterklopfer hinterherwerf und ganz lieb grüß!
Bomba

P.s.: Was das Zimmer angeht, hilft da etvl. ein ganz bestimmter Trick:

Wenn’s wieder nicht zum Aushalten ist, mal einfach einen Fremden mit rein nehmen. Dem willst du nur iiirgendetwas da zeigen und dann kommt „OH mein GOTT! Was ist DAS denn??!“ Vielleicht hilft es ja. :wink:

Moin,

Genauso sagt es auch die Therapeutin - irgendwie verstehe ich
das auch ein wenig. Ich fühle mich aber von dem aus dem Zimmer
kommenden Geruch belästigt und das fehlende Geschirr in meinem
Schrank führt zu ständigen Ermahnungen.

Da ist natürlich eine Grenze überschritten wo es andere belästigt. Somit ist die Grenze zwischen Zimmer und Rest der Räumlichkeiten nicht mehr da. Da würde ich nur so oft es geht das Fenster in ihrem Zimmer öffnen und die Tür schliessen. Beim Geschirr würde ich, heimtückisch wie ich bin, den Nachschub versiegen lassen.
Lege Dir einen Vorrat an Geschirr für Dich beiseite. Wenn nix mehr da ist muss sie entweder abwaschen oder mit den Fingern essen.

Vor Kurzem habe ich es
nciht mehr ausgehalten und habe nach 4 Jahren doch mal wieder,
in Abwesenheit meiner tochter, das Zimmer aufgeräumt. Ich habe
3 Tage benötigt, 2 gelbe Säcke an Wertstoffmüll, halbe Tonne
an Restmüll und halbe Papiertonne voll rausgetragen. Dazu
kamen 4 Maschinen Wäsche und wie gesagt, 3 Tage Arbeit am
STück.
Ich bin in ihre Privatsphäre eingedrungen - ich weiß - aber
danach ging es mir viel besser.

Und wie ging es Deiner Tochter? Wie hat sie, wenn überhaupt, darauf reagiert?

Wenn ich mich nicht darum kümmere, dann wohnt sie sicher noch
mit 30 daheim und das will ich nicht. Also soll ich zusehen,
wie sie um 12 noch im Bett liegt oder soll ich sie um 8 wecken
und zu Bewerbungen drängen?

Ich weiss ich bin fies :wink:
Aber morgens um 7:30Uhr vor dem Zimmer saugen und versehentlich mit der Düse ständig gegen die Tür stossen könnte helfen.
Auf jeden Fall jeglichen Nachschub versiegen lassen und ihr das Leben, so wie sie es gerade lebt möglichst unangenehm machen.

Wie recht du hast - wenn ich nur alles seinen Lauf lassen
könnte, ohne einzugreifen. Als Mutter weiß man ja meist schon
im Vorrasu, wie es kommt und das will man verhindern.

In diesem Fall würde ich es auch nicht laufen lassen da Du mit der Situation nicht leben möchtest und auch unzufrieden mit dem Zustand bist. Viel verhindern, ja, da müht man sich. Aber irgendwann müssen die Jungs und Mädels eben Selbstverantwortung übernemen. Das geht am schnellsten wenn sie durch äussere Umstände dazu gezwungen sind.
Wenn sie das Gefühl haben, dass die Eltern Schuld sind wird das nichts.
Denn dann sind ja die Eltern schuld an der Situation und nicht sie selbst. Da kann man viel argumentieren, dass es so nicht weitergehen kann. Nützen wird das wenig. Es müssen wirklich äussere Umstände sein.
Gib z.B. vor, die Waschmaschine sei kaputt (Deine Wäsche kannst Du ja waschen wenn sie nicht da ist). Sie muss erfahren dass das Leben, so wie sie es lebt, unangenehm ist. Und für die Annehmlichkeiten in einem sozialen Netz, was ja bei der Familie anfängt, muss jeder etwas beitragen.

Gruss Jakob

Genauso sagt es auch die Therapeutin - irgendwie verstehe ich
das auch ein wenig. Ich fühle mich aber von dem aus dem Zimmer
kommenden Geruch belästigt und das fehlende Geschirr in meinem
Schrank führt zu ständigen Ermahnungen. Vor Kurzem habe ich es
nciht mehr ausgehalten und habe nach 4 Jahren doch mal wieder,
in Abwesenheit meiner tochter, das Zimmer aufgeräumt. Ich habe
3 Tage benötigt, 2 gelbe Säcke an Wertstoffmüll, halbe Tonne
an Restmüll und halbe Papiertonne voll rausgetragen. Dazu
kamen 4 Maschinen Wäsche und wie gesagt, 3 Tage Arbeit am
STück.
Ich bin in ihre Privatsphäre eingedrungen - ich weiß - aber
danach ging es mir viel besser.

Da hast du eindeutig eine Grenze überschritten. Warum machst du das eigentlich auf diese Art und Weise? Wäre es nicht einfacher klare Verhaltensregeln für eure Familiengemeinschaft aufzustellen? Wer sich nicht entsprechend verhält, muss halt mit den Konsequenzen, wie z.B. kein Taschengeld, rechnen.

Wenn ich mich nicht darum kümmere, dann wohnt sie sicher noch
mit 30 daheim und das will ich nicht. Also soll ich zusehen,
wie sie um 12 noch im Bett liegt oder soll ich sie um 8 wecken
und zu Bewerbungen drängen?

Sei mir nicht böse, aber auch hier verstehe ich nicht so ganz dein Konzept. Wie gesagt, es sollte gewisse Verhaltensregeln geben, an die sich jeder zu halten hat. Dazu würde z.B. das Aufstehen in der Woche z.B. bis um 8 gehören. Wird sich nicht daran gehalten, drohen entsprechende Konsequenzen. Genau das gleiche gilt für das Schreiben von Bewerbungen.

Eine Gemeinschaft, wie auch eine Familie, kann nur mit bestimmten sozialen Verhaltensregeln funktioniern. Anarchien haben noch nie einen besonders guten Existenzstandpunkt gehabt.

Gruß

Samria

Hallo,

Da hast du eindeutig eine Grenze überschritten.

Die Grenze wurde aber vorher von der Tochter überschritten. Geruchsbelästigung außerhalb ihres Zimmers ist nicht akzeptabel.

Warum machst
du das eigentlich auf diese Art und Weise? Wäre es nicht
einfacher klare Verhaltensregeln für eure Familiengemeinschaft
aufzustellen? Wer sich nicht entsprechend verhält, muss halt
mit den Konsequenzen, wie z.B. kein Taschengeld, rechnen.

Die Frau ist 18. Außerdem hat sie wohl psychische Probleme (Depression). Da kann ein wenn-dann, wie du es vorschlägst, sehr schnell nach hinten losgehen, nämlich in totaler Verweigerung (das scheint mir sogar bereits der Fall zu sein). Die Idee „kein Taschengeld“, wenn nicht XY - das kann man auf diese Weise mit jüngeren Jugendlichen machen, nicht mit Erwachsenen.
Ich hätte diese Putzaktion wahrscheinlich im Beisein (wenn schon keine Hilfe) der Tochter veranstaltet, aber mit simpler Erpressung / Belohnungspädagogik kommt man im vorliegenden Fall, glaube ich, nicht weiter.

Sei mir nicht böse, aber auch hier verstehe ich nicht so ganz
dein Konzept. Wie gesagt, es sollte gewisse Verhaltensregeln
geben, an die sich jeder zu halten hat.

Und wie bringst du eine sich weigernde Erwachsene (denn das ist sie nunmal) dazu, sich daran zu halten? Taschengeldverweigerung schön und gut, darum gings ja in der Ausgangsfrage, wird da wahrscheinlich moniert werden, aber kaum zu einer Verhaltensänderung führen.

Dazu würde z.B. das
Aufstehen in der Woche z.B. bis um 8 gehören.

Nochmal: wie setzt man das durch? Die Idee mit dem Radau vor ihrer Tür (hat jemand anders vorgeschlagen) würde bei meinen WE-Langschläfern lediglich bewirken, dass sie weiter unter die Decke kriechen würden.

Wird sich nicht
daran gehalten, drohen entsprechende Konsequenzen.

Welche?

Genau das
gleiche gilt für das Schreiben von Bewerbungen.

Die Konsequenz ist - keine Lehrstelle, keine Berufsperspektive. Da nützt ein simpler Taschengeldentzug erstmal gar nichts.

Eine Gemeinschaft, wie auch eine Familie, kann nur mit
bestimmten sozialen Verhaltensregeln funktioniern.

Richtig. Wenn sich aber ein Mitglied total verweigert, dann kann man nicht mit Konzepten kommen, die für jüngere gedacht sind.
Gäbe es hier die Diagnose Depression nicht, würde ich für hartes Durchgreifen plädieren. Da es sich um eine Krankheit handelt, halte ich mich mangels Kompetenz zurück. Meine Anmerkungen wollen nur aufzeigen, dass die Lösungsvorschläge, die die Situation auf ein vereinfachtes Schema reduzieren, hier nichts bringen.

Gruß
eklastic

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Hallo Elke,

deine Einwände sind berechtigt. Ich hätte schon in der Kinheit und Jugend damit angefangen bestimmte Verhaltensregeln (dem Alter angepasst) einzuführen. Wenn man es nicht macht, sieht man wie in diesem Fall was dabei rauskommt. Junge Erwachsene, die meinen sie wären alleine in ihrem Universum und könnten tun und lassen was sie wollen. Das funktioniert so nunmal nicht. Dem hätte man schon viel eher entgegen wirken müssen.

Gruß

Samira

1 „Gefällt mir“

HAllo,

deine Einwände sind berechtigt.

Danke.

Ich hätte schon in der Kinheit
und Jugend damit angefangen bestimmte Verhaltensregeln (dem
Alter angepasst) einzuführen. Wenn man es nicht macht, sieht
man wie in diesem Fall was dabei rauskommt.

Das ist ein viel zu vereinfachte Darstellung, die allen Eltern immer die A**karte zuschiebt. Natürlich sind Grenzen und Erziehung wichtig. Aber ich kenne nicht eben wenige Eltern, die im Großen und Ganzen in der Kindheit richtig agiert haben 8im „Großen und Ganzen“, da man nie immer alles richtig machen kann), und dennoch massive Probleme mit ihren Kindern haben, wenn sie älter werden.

Erwachsene,
die meinen sie wären alleine in ihrem Universum und könnten
tun und lassen was sie wollen. Das funktioniert so nunmal
nicht. Dem hätte man schon viel eher entgegen wirken müssen.

Da hier von Depression, einer Krankheit, die Rede ist, halte ich eine Schuldzuweisung für total daneben. Keiner von uns kann wissen, was diese Depression ausgelöst hat. Keiner von uns weiß, warum die Situation so verfahren ist, wie sie ist. Meine Erfahrungen sind die, dass es nicht immer möglich ist, die Ursachen zu benennen bzw. es möglich gewesen wäre, die Folgen zu verhindern.

Gruß
eklastic