Taschengeld für 4-jährige

Nochmal Thema Taschengeld, aber diesmal anders. Bekannte von uns zahlen ihrer 4-jährigen Tochter ein wöchentliches Taschengeld, und zwar immer vor dem Samstags-Shopping.

Zuerst war ich ziemlich erstaunt, zumal meine Tochter 3 1/2 ist. Aber es scheint zu funktionieren: Sie bekommt jede Woche DM 2 und kann sich überlegen, wofür sie das Geld ausgibt:

  • eines dieser elektrischen Schaukeltiere
  • ein Eis oder ein Kinderüberraschungs-Ei
  • und/oder etwas spart

Und kaum zu glauben, sie spart sogar! Ab uns zu hat sie dann DM 10 oder so zusammen und kann sich auch größere Dinge leisten, z.B. ein Spiel oder eine Pupppe oder sowas. Klar, dass sie den Wert nichtmal schätzen kann, aber die Eltern sagen einfach „dafür musst du noch weiter sparen“.

Was haltet ihr davon? Ich war doch überrascht und bin gespannt wie sich das Mädchen in Zukunft zu Geld verhält.

Liebe Grüße
Michael

grundsätzlich halte ich es nicht für falsch, früh mit taschengeld anzufangen. ob allerdings 4 jahre der richtige zeitpunkt ist, sei dahin gestellt. ich denke, das hängt auch vom kind ab.

auf alle fälle sind dm 2,- pro woche viel zu viel! höchstens 50 pfennig halte ich für vorschulkinder für angemessen.

natürlich kann man mit einem taschengeld einige diskussionen vermeiden, wenn es um „haben, haben“ geht. aber ich denke, man sollte sich keine illusionen darüber machen, dass ein kind in dem alter schon den „wert“ des geldes versteht. für ein 4-jähriges kind sind 4 groschen genausoviel „wert“, wie 4 markstücke, zumal kinder in dem alter ja meist noch nicht einmal rechnen können.

also meine meinung: ausprobieren kann man’s mal. aber nicht gleich mit so hohen beträgen (was soll es denn bekommen, wenn es 10 jahre ist???)

grüße
saskia

Ich persönlich finde das völlig in Ordnung, wenn es sich so verhält. Es kommt wohl auch immer auf die Familie an sich an. Meine Tochter ist 8 und hat keinen Bock auf Taschengeld. Das kommt für mich billiger letztendlich, da ich Ü-Eier vielleicht 1 x monatlich kaufe und die dann etwas Besonderes bleiben. Ich habe selbstverständlich Angst, daß sie irgendwann genauso gut mit Geld umgehen kann wie ich *grien*, aber so schlimm ist das nicht - ich messe dem Geld halt nicht soviel Wert bei. Freuden bereiten ist nicht unbedingt in DM zu messen woll?!

Gruss, Mel

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man
sollte sich keine illusionen darüber machen, dass ein kind in
dem alter schon den „wert“ des geldes versteht. für ein
4-jähriges kind sind 4 groschen genausoviel „wert“, wie 4
markstücke

Stimmt. Ich erinnere mich, daß ich ebeim gelegentlichen Samstagseis für eine Mark immer selbst das Geld übergeben wollte - selber bezahlen! Aber ich weigerte mich mit 3 Jahren entschieden das Markstück zu nehmen. Ich wollte immer die 10 Groschen :wink:

also meine meinung: ausprobieren kann man’s mal. aber nicht
gleich mit so hohen beträgen (was soll es denn bekommen, wenn
es 10 jahre ist???)

Das habe ich auch gedacht. Vielleicht weil ich (Jahrgang 1973) erst so mit 8 regelmäßig Taschengeld bekommen habe (10 DM im Monat). Meine Mutter hatte gleichzeitig mit mir zusammen ein Sparbuch eröffnet, auf das ich mächtig stolz war. Ich habe viel gespart und auch schon früh mit Jobs begonnen (erste Lohnsteuerkarte mit 13).

Aber das Grenzen-Setzen mit „dafür ist noch nicht genügend Geld gespart“ finde ich gut.

Im Allgemeinen würde ich es besser finden, wenn mit dem Schuleintritt oder mit dem jeweiligen Geburtstag (6/7) damit begonnen wird. Das hat auch was von Symbolik, da es ein neuer Lebensabschnitt mit mehr Verantwortung für einen selbst ist.

Den 10. Geburtstag fand ich aus diesem Grund auch wichtig, da es der erste zweistellige ist :smile:

Gruß, Faten