'Taschengeld' für Sechsjährigen

Hallo Wissende :smile:

Eure Meinung zu folgendem Thema würde mich sehr interessieren:

Ich habe mich im Januar von meiner Frau und meinem Sohn (wird im November 7) getrennt.

Mein Sohn ist jedes zweite Wochenende, von Freitagabend bis Sonntagabend, bei mir.

Meine Lebenspartnerin und ich sind uns in dem Punkt einig, dass mein Sohn lernen sollte, mit Geld umzugehen. Heute Mittag hatten wir eine ziemlich heftige Diskussion über die Höhe des Betrages, den ich ihm pro Wochenende zustecke. Meine Lebenspartnerin ist der Ansicht, dass rund 1.50 Euro (zwei Schweizer Franken) für ein Wochenende dem Alter meines Sohnes angemessen sei. Ich finde, es sollten so um die knapp 3 Euro (5 Franken) sein. Mein Argument ist insbesondere das, dass man sich heute in der Schweiz für zwei Franken kaum noch ein Eis kaufen kann. Was bringt es, wenn ich meinem Sohn zwar was zustecke, er sich aber trotzdem nichts kaufen kann? Andererseits will ich ihm auch nicht zu viel geben, sonst lernt er ja den Umgang mit dem Geld nicht.

Ich gebe zu, dass 5 Franken pro Wochenende viel sind, wenn man das auf einen Monat hoch rechnet. 10 Franken Taschengeld monatlich für einen knapp Siebenjährigen sind schon etwas viel, oder?

Wie handhabt Ihr das mit Euren Kindern?

Danke für Eure offenen Antworten!

Hallo Maximus,

vom Gefühl her würde ich sagen, dass im Schnitt 1€ pro Woche (also 2€ pro Wochenende bei dir) in dem Alter genug ist.
Und wenn das fürs Eis nicht genug ist, lernt er gleich, wie man spart.

Der Kleine geht aber doch vermutlich ohnehin kaum alleine weg. Und wenn er mal was vor hat (kino oder so), dann zahlst du z.B. die Karten und er muss ganz nach seinen Verhältnissen etwas dazu geben. So lernt er, dass nichts im Leben kostenlos ist - wird aber auch nicht gleich mit zuviel Verantwortung füs Geld belastet.
(Das klappt mit den Kindern meines Freundes ganz hervorragend - mittlerweile 9 und 12).

Wenn Du ihm gerne mehr geben würdest, dann mach ein sparkonto für ihn auf und spare mit ihm „gemeinsam“ sein taschengeld. Das macht Spaß, wird schnell mehr und irgendwann, wenn er größer ist, kann er sich mal was richtig tolles kaufen.

Bye,
die meli.

Hallo!

Möchte mich der Meinung anschließen, dass man/kind sich ja nicht jedes Wochenende etwas kaufen muß. Dann spart Dein Sohn eben das Geld 2 oder 3 Wochenenden und kann sich dann mal was kaufen. Sparen will auch ersteinmal gelernt sein. Unser Sohn (12) bekommt auch wöchentlich sein Geld und steckt es in den Spartopf. Wenn wir ihm die gesamte Summe monatlich geben würden, würd er es auch immer gleich „auf den Kopf hauen“. Kleinvieh macht eben auch Mist :wink:

Viel Spaß noch beim gemeinsamen Taschengeld"verprassen"!

Hallo,

schließe mich der Meinung ebenfalls an.

Bekommt dein Sohn von seiner Mutter ebenfalls Taschengeld? Falls ja müsste man dies in die Überlegungen mit einbeziehen.

Gruß

Phoebe

Hallo,

schließe mich der Meinung ebenfalls an.

Bekommt dein Sohn von seiner Mutter ebenfalls Taschengeld?
Falls ja müsste man dies in die Überlegungen mit einbeziehen.

Hi Phoebe

Die Frage kann ich dir leider momentan nicht beantworten. Der Kontakt zwischen meiner Frau und mir beschränkt sich momentan auf das absolut Notwendigste.

Als wir noch im gemeinsamen Haushalt gelebt haben, ging das so: Hat unser Sohn ganz kleine Dinge im Haushalt gemacht (z.B. seinen Teller in die Spülmaschine eingeräumt), dann gab es ca. 10 Cent für jedes Mal. Hab keinen Schimmer, ob das bei seiner Mutter immer noch so läuft.

Hallo maximus,

auch wenn es auch schwerfällt, über solche Dinge solltet ihr euch als Eltern unterhalten! Genauso wie es wichtig ist sich über andere Erziehungsdetails zu unterhalten. Zwischen den Eltern sollte immer Einigkeit herrschen, was die Erziehung des Kindes angeht - auch wenn die Eltern getrennt sind.

Gruß

Phoebe

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Hallo maximus,

auch wenn es auch schwerfällt, über solche Dinge solltet ihr
euch als Eltern unterhalten! Genauso wie es wichtig ist sich
über andere Erziehungsdetails zu unterhalten. Zwischen den
Eltern sollte immer Einigkeit herrschen, was die Erziehung des
Kindes angeht - auch wenn die Eltern getrennt sind.

Dein Wort in Gottes Ohr. Da gehe ich absolut einig mit dir. Bloss: Es war nicht meine Idee, die Trennungsangelegenheit zum Juristenfutter verkommen zu lassen :frowning:

Hallo Maximus,

Meine
Lebenspartnerin ist der Ansicht, dass rund 1.50 Euro (zwei
Schweizer Franken) für ein Wochenende dem Alter meines Sohnes
angemessen sei.

Unsere Jungs haben in dem Alter genauso viel gekriegt.
Aber wir leben in D und nicht in der CH
Daher möchte ich mich

Ich finde, es sollten so um die knapp 3 Euro
(5 Franken) sein.

diesem Betrag anschließen.

Leider wird unsere Taschengeldpolitik von diversen Verwandte unterminiert, die ihnen schon mal einen 20 € Schein zustecken.
Der Rekord war mal eine Tante, die 100 € gegeben hat, aber das Geld wurde umgehend eingezogen und aufs Sparbuch gegeben.

Der Umgang mit dem Geld könnte bei den beiden unterschiedlicher nicht sein. Der eine gibt es mit vollen Händen aus, der andere sitzt darauf und kauft höchst selten was.
Wir haben beschlossen, ihnen da keine Vorschriften zu machen und sind bisher gut damit gefahren.

Gandalf

Hallo Maximus,

wir machen es so, dass das Kind pro Monat soviel bekommt, wie es alt ist.
Allerdings haben wir anfangs den Fehler gemacht, dann doch ständig alles zu bezahlen…
Seit wir nun nur noch ausnahmsweise etwas spendieren, klappt es auf einmal viel besser mit dem Verhältnis zum Geld. Und das Spendieren sorgt auf einmal für Freude, wo es vorher selbstverständlich war.

Gruß!

Horst

Hi,

unser Großer ist jetzt 6 ½ und bekommt kein Taschengeld und er hat auch noch nicht danach gefragt. Ich finde genau deine Frage ausschlaggebend. Wieso ihm ein Euro geben wenn man dafür kaum noch eine Kugel Eis bekommt.

Für mich sollen Kinder lernen mit Geld umzugehen, soll heißen, kaufe ich mir dieses oder jenes bzw. spare ich eine Woche für etwas Größeres. Bei den heutigen Preisen, müsste er zum Teil ein halbes Jahr sein gesamtes Taschengeld sparen um sich vielleicht einen Lederball zu ersparen.

Da ist es mir lieber wir planen seine Wünsche noch nicht monetär und versuchen so Einfluss zu nehmen bzw. spielerisch and die Sache zu gehen (Beispiel wenn wir gemeinsam auf den Flohmarkt gehen, er bekommt dann z.B. 2 Euro für den Tag und darf sich etwas aussuchen, Jogijokarten oder wie der quatsch heißt, ein Auto, eine Kassette oder CD, Buch etc, etc.) Mittlerweile ist es schon mehrmals vorgekommen, dass er ohne etwas auszugeben mit uns von dannen gezogen ist und er das Geld anschließend in die Spardose geworfen hat.

Auch wenn ich glaube das wir für uns derzeit eine gute Lösung gefunden haben, ist es aber doch auch ein Stückchen vom Typ abhängig und wie der Freundeskreis des Kindes erzogen wird.

Viele Grüße
Me