Taschengeld

Sohn ab sept. 2000 4. klasse, 9 jahre
tochter ab sept. 2000 2. klasse, 8 jahre
was ist so wöchentlich oder monatlich üblich und angemessen?
kids erhalten schon seit mehreren jahren regelmäßig taschengeld und brauchen auch weiterhin kaum etwas für eigene wünsche mitbezahlen.

ich würd dem sohn so 50.-(7DM) im monat, und der tochter 20-30.-(3-4DM) geben, damit könen sie sich wirklich nur kleinigkeiten kaufen und ich kann mir sicher sein, dass sie ansonsten noch immer zu mir kommen müssen

Hi.

Gefällt mir nicht. Erstens scheint mir ein Betrag von DM 50,-- dem Alter von 9 entsprechend zu hoch, zweitens ist die Tochter nur wenig mehr als ein Jahr jünger, und dafür ist mir die Differenz zu gross.

Wenn man aus allen Empfehlungen und Statistiken, die so kursieren, einen Richtwert bildet, kommt man auf knapp 1 Mark*Lebensjahr*Woche, das sind für Deinen Sohn ca. DM 40,-- und für die Tochter ca. DM 35,-- im Monat als Obergrenze.

Meine sind damit auch supi klar gekommen, bisher …
im Endeffekt ist es aber allein Elternsache. Bei meinem „Grossen“ waren in der 4. Klasse Kinder, die bis zu DM 200,-- monatlich zur Verfügung hatten - Yuppie-Kidz halt, immer in den neuesten Design-Klamotten und von Mama mit’m Porsche zur „Arbeit“ chauffiert. Einer davon ist vor kurzem wegen besonderen Wohlverhaltens von der Penne geflogen - soweit zum Thema „Geld formt den Charakter“.

Ulli

Hallo Ulli,

ich habe auch erst gestutzt, aber es handelt sich nicht um 50 DM sondern vermutlich um Österr. Schilling, denn in Klammern steh ja die deutsche Währung explizit (3-5DM).

Im übrigen ist die Frage, was man unter Taschengeld versteht: müssen die Kinder davon alles bezahlen (Klamotten, Schulbedarf), oder ist es das, was sie für ihr eigenes Vergnügen ausgeben können (Kino, Eis, CD, Schminke)?

Viele Grüsse, Deborah

Hallo, Deborah, Ulli,
als Taschengeld würde ich es bezeichnen, wenn es dem Kind zur _freien_ Verfügung steht. Sobald davon auch Lebensnotwendigkeiten zu bezahlen sind, ist es wohl eher ein Gehalt.
Wir sind ganz gut gefahren mit ca 1.-- DM/Monat pro Lebensjahr (beginnend mit der Einschulung).
Ab dem 14. Lebensjahr wurde es dann etwas mehr, da die Wünsche, die dann erfüllt werden wollen, ja auch etwas kostspieliger werden.
Taschengeld vom „Wohlverhalten“ oder schulischen Leistungen abhängig zu machen, halte ich für grundsätzlich verfehlt.
Für Kleidung, Wohnung und den sonstigen Lebensunterhalt haben IMO die Eltern aufzukommen. Mit zunehmendem Alter sollten die Kinder aber auch bei der Anschaffung Dingen für ihren persönlichen Gebrauch (Kleidung, Kinderzimmermöbel usw.) ein Mitspracherecht bekommen.
Gruß Eckard.

Das ist sicherlich auch ein sensibles Thema…
Meine Tochter - gerade 10 geworden, ab Mitte August 4. Klasse - hat bei ihrem letzten Geburtstag die Forderung einer Taschengelderhöhung glatt vergessen, und ich auch, also bekommt sie jetzt immer noch 5,- DM pro Woche, die sie hauptsächlich für Süßigkeiten, Eis und Pokemon-Bildchen verprasst. Andererseits ist sie auch eine eiserne Sparerin und gibt manchmal wochenlang nichts von ihrem Taschengeld aus. Von ihrem Taschengeld braucht sie selbstverständlich keine notwendigen Sachen für die Schule zu kaufen, auch das Futter für ihre Haustiere wird großzügig gesponsert …

Die Jugendämter (zumindest das Stadtjugendamt München) geben
Empfehlungs-Tabellen heraus, die je nach finanzieller Situation
und Lebensstil der Familie nach oben/unten korrigiert werden
können.
Da Kinder mit dem Taschengeld lernen sollen, wie man mit Geld
umgeht, soll es wirklich zur freien Verfügung sein, und
nichts Obligatorisches davon bezahlt werden müssen.
Ebenso sollen sich Eltern zu 100% raushalten, wie und wofür das
Geld ausgegeben wird. Ob das Kind alles am ersten Tag raushaut
oder alles hortet und spart, muss ganz alleine ihm überlassen
bleiben. Nur so kann es die Erfahrung machen, die ihm zeigt, wie
schnell Geld verrinnt oder wie man sich auch mit wenig Geld teure
Sachen leisten kann. Eltern dürfen höchstens ganz ohne Druck
Ratschläge geben oder auch natürlich Hilfestellungen, wenn die
Kinder darum bitten.
Ist sicher nicht ganz einfach, ohne was zu sagen zuzusehen, wenn
ein Kind zur o.a. ersteren Sorte gehört, aber Zähne
zusammenbeißen, nur die eigene Erfahrung bringt dem Kind für fir
Zukunft wirklich was.
Gruß
R.B.