ich bin bei einem Gedicht von J.W. von Goethe auf
die Zeile gestoßen
… mit einer guten, erquickenden Tasse Coulade…
Was ist mit Coulade gemeint?
Mein Fremdwörterbuch sowie Herkunftswörterbuch geben nicht`s
her.
ich bin bei einem Gedicht von J.W. von Goethe auf
die Zeile gestoßen
… mit einer guten, erquickenden Tasse Coulade…
Was ist mit Coulade gemeint?
Mein Fremdwörterbuch sowie Herkunftswörterbuch geben nicht`s
her.
Tach Henry,
der Grimm kennts auch nicht; da es sich aber offenbar um etwas Trinkbares handelt, liegt der Gedanke an die Schokolade nicht fern.
ich finde keine Zeile von Goethe (oder jemand anderem),
wo dieser Ausdruck auftaucht.
Kannst du mal bitte das Gedicht nennen, dann könnte man
das verifizieren und weitersuchen.
Frz. couler = fließen, schmelzen, auch gießen (bei Eisen).
Wahrscheinlich eine „französisierende“ Verballhornung von Schokolade, die als chocolatl aus Lateinamerika über Spanien in den Rest Europas gekommen ist, also Inbegriff des auch noch nach 1789 und Napoleon nicht von allen geliebten katholischen Habsburger-Imperiums. Mit Verwendung eines ähnlich, aber eher nach Marseillaise klingenden Ausdrucks mag sich das Frankfurter Großbürgertum dem Zeitgeist angepasst haben.
ich habe mich da vertan.
Es ist von Catharina Elisabeth Goethe, Mutter des J.W. von Goethe
Rezeptvorschlag für ein erfolgreiches Jahr.
Und dieses endet mit dem Satz
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und mit einer guten, erquickenden Tasse Coulade…
‚Rezept für ein Neues Jahr‘ der Frau Rat(h) Goethe
Rezeptvorschlag für ein erfolgreiches Jahr.
Und dieses endet mit dem Satz
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner
Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und
mit einer guten, erquickenden Tasse Coulade…
Hallo Henry,
es scheint so, als ob da verschiedene Versionen des „Rezeptes“ im Umlauf sind.
Schon beim Titel fangen die Unterschiede an.
Bei Kenntnis des vollständigen Textes wird eigentlich klar, daß es dabei nicht um wirklich Trink- oder Eßbares geht.
_ Rezept fuer ein Neues Jahr
(erdacht und aufgeschrieben etwa 1784 von Frau Rat Goethe)
Man nehme zwoelf Monate,
Putze sie ganz sauber von Bitterkeit und Angst
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Tage.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet
aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man fuege drei gehaeufte Teeloeffel Optimismus hinzu,
einen Teeloeffel Toleranz,
ein Koernchen Ironie und eine Prise Takt.
Dann wird die Masse mit reichlich Liebe uebergossen.
Das fertige Gericht dekoriere man
mit Straeusschen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es taeglich mit Heiterkeit._
meine Quelle ist aus unserer Tageszeitung.
Es ist , wie Du schon geschrieben hast, dieses Gedicht.
Das Ende geht bei mir folgendermaßen:
Sodann wird die Masse mit reichlich Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und mit einer guten, erquickenden Tasse Coulade . . .
( Nach: Catharina Elisabeth Goethe, Mutter des J.W. von Goethe )
Ist das ein französischer Ausdruck?
Ich will nicht anzweifeln, aber mich interessiert das,
ich wüsste gerne mehr.
Liebe Elke,
Anscheinend ist das keineswegs ein französischer Ausdruck. Kräftig gesucht seit mehreren Tagen in allerhand Fachbüchern, auch bei Freunden, Romanisten der Uni Tours. Niemand kennt das Wort anders als in der Geographie(Google).Bei Wikiquote haben wir dann statt „Coulade“ Tee gefunden. Daraus haben wir auf einen Druckfehler der Zeitung geschlossen. Trotzdem bin ich mit der Erklärung noch nicht ganz zufrieden. Möchte den Original Text der guten Frau K.E.Goethe ausfindig machen. Wenn ich etwas finden sollte, liest du von mir.
Bis dahin die Adresse : http://de.wikiquote.org/wiki/Katharina_Elisabeth_Goethe