Die Taste hat aber noch den gleichen Anschlag wie die anderen
Tasten. Das „m“ ist auch nicht völlig ausgefallen, sondern
funktioniert bei jedem 5. oder 6. Mal. Es scheint mir mal so,
als hätten sich unter der Tastatur Schmutzpartikel/ Haare o.Ä.
angesammelt.
Unwahrschenlich, denn Du hast berits gepinselt und geblasen, und wenn Dreck drunter ist, spürt man das.
Wie könnte ich denn vorgehen?
Hol Dir eine andere Tastatur von EBay. Paar Häkchen aushängen, paar Schrauben raus, 2 Kabel abstecken, Tastatur wechseln ist eine Sache von ein paar Minuten. Ausnahmen wo die Tastatur so blöd verbaut ist dass man das halbe Gerät zerlegen muss soll es auch geben, aber sie sind wohl eher selten, ich hatte noch kein solches teil auf der Werkbank.
Da es eine Notebooktastatur ist, will ich nicht einfach
rumbasteln. Kann man denn irgendwie unter die Tastatur
gelangen, ohne das Notebook aufschrauben zu müssen? Soll ich
lieber zu einem „Computer“-Experten? Oder wie könnte ich sonst
das Problem lösen? Ich habe ein Thinkpad T41, falls das was
hilft.
Ich befürchte, dass die Tastaturkontakte verschlissen sind, das passiert bei häufig genützten Tasten nach einigen Jahren (4,5 Jahre oder so sind mal eine Hausnummer). Selbst wenn Du die eine Taste flicken kannst, dauert es meistens nicht lange, und dann fällt die nächste Taste aus.
danke für eventuelle Antworten!
Nun ja, Du möchtest es eventuell trotzdem probieren? Ich habe manchmal Tastaturen zerlegt, wenn Ersatz nicht zu bekommen war. Prinzipiell geht das bei den meisten Tastaturen folgendermaßen:
* Die Tastenkappe kann man abhebeln. Je nach Tastatur geht das durch beherzten Zug nach oben, oder Tastenkappe in eine bestimmte Richtung verschieben, dann geht sie ab. Problem: die Plastikhalterung darunter ist mit dem Alter meistens etwas brüchig, und wenn man nicht genau in die richtige Richtung zieht oder drückt bricht sie, und dann ist die Tastatur meistens futsch.
* Darunter ist ein federndes Element. Entweder eine richtige Feder, oder (häufiger) eine kleine Gummitülle (wie ein kleiner Zwergenhut). bei manchen Tastaturen ist der Hut mit der Tastaturgrundplatte verklebt --> Ende der Fahnenstange. Wenn man versucht, ihn abzulösen, reißt er. Bei anderen kann man den Hut aber einfach rausnehmen, und sieht dann direkt auf die Kontakte. Man kann sie ganz vorsichtig reinigen (Kontaktspray, Glasfaserpinsel, Radierer), ausblasen nicht mit dem Mund, sondern mit der Spraydose, sonst bekommt man Spucke drauf), der Genenkontakt findet sich, meistens in Form eines kleinen Stäbchens, im Inneren des Zwergenhutes (am unteren Ende vorsichtig reinigen), und dann setzt man das Teil wieder ein.
Die Herausforderung ist jetzt aber, die Tastenkappe wieder draufzubekommen. Erst mal gibt es filigrane Hebelchen richtig anzuordnen, und dann hat jede Tastatur einen Trick wie man die Kappe aufschnappen muss. Leicht versetzt auflegen und dann schieben ist eine Variante, oder mittig drauflegen und beherzt draufdrücken bis sie einschnappt eine andere. Weider gilt: wenn man es falsch macht, bricht oft etwas.
Trefferquote: 50/50, bestenfalls.
Fazit: ich würde auf jeden Fall erst einmal mit einer kaputten Tastatur des selben Typs forschen und üben. Und der Aufwand lohnt sich nur, wenn man wirklich keine Austauschtastatur auftreiben kann, was bei einem Thinkpad sicher nicht zutrifft. Neu kosten die Tastaturen irgendwo zwischen 50 und 100 Euro, der Austausch ist beherrschbar, und Du bekommst lauter neue Tasten die dann auch wieder jahrelang halten --> das ist m.E. der richtige Weg.
…Armin.