Hallo,
ich beziehe mich auf den heutigen Tatort (13.05.). Wenn man dem Film glauben darf, dann ist es ja ganz einfach, einen Betrug zu begehen.
In dem Film hatte ein Bankangestellter einfach die Konten verstorbener Kunden aufgelöst und die Guthaben sich selbst ausgezahlt.
Ein konstruierter Fall: ich stelle mir vor, dass ein Bankmitarbeiter durch die Zeitung vom Tode eines Kunden erfährt. Manche Angestellten kennen ihre Kunden und wissen, dass keine Verwandten/Erben existieren. Oder sie warten einfach eine Zeit ab, und wenn sich niemand meldet, dann wird abgeräumt.
Natürlich kann auch nach Jahren noch jemand kommen und sich nach dem Vermögen erkundigen. Dann wurde das Konto eben aufgelöst oder hat nie existiert.
Ist dies praktisch so möglich ? Dann muss man in seinem Testament ja die genaue Bankverbindung angeben, sonst kann das Geld weg sein ?
Für mich sieht es so aus, dass ich auf die Ehrlichkeit des Bankangestellten angewiesen bin. Auch im Hinblick auf meine Tätigkeit als ehrenamtlicher Betreuer. Wenn ich eine Betreuung übernehme und mal wieder die großen Banken abklappere bzw. einige anschreibe, ob Herr X dort ein Konto hat, dann muss die Auskunft der Bank einfach stimmen. Was, wenn da jemand schnell schaltet und ein Konto verschweigt ? Der Betreuer kann da kaum etwas machen, und wenn doch rauskommt, dass ein Konto existiert, dann war es eben ein peinlicher Fehler der Bank.
Sehe ich es richtig, dass eigentlich niemand eine wirkliche Chance hat, zu prüfen, ob ein Konto bestand ? Sei es als Erbe, sei es als Betreuer ?
Man muss der Bank ja glauben, der Frager kann ja nicht in den Computer der Bank sehen.
Manchmal hatte ich schon ein merkwürdiges Gefühl bei Betreuungen. Ein Ehepaar, der Mann verstorben, keine Kinder, keine teuren Hobbys, nichts. Die Frau dement, keine Auskunft möglich. Und dann keinen Euro auf der Bank ? Widerspricht eigentlich der Lebenserfahrung, aber man muss die Auskunft der Bank glauben. Unbefriedigend.
Gruß
Andreas
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