Tatort-Gestern abend (Außer Gefecht)

Hallo zusammen!
Wer hat gestern abend im Ersten den Tatort gesehen und kann mir evtl. weiterhelfen?
Der Täter Peschen hat doch dem Polizisten Leitmayer eine Injektion verpasst. Das „Gift“ sollte ihn doch nach 1 Stunde töten.
Später hat er sich selbst auch noch eine Injektion verpasst und war nahezu sofort tot.
Was hat er Leitmayer gespritzt und was sich selbst?
Nebenbei fand ich die Folge ganz schön hart.
Es war schon erschreckend zu sehen, wie es in Altenheimen abgeht (abgehen kann).

Gruß
Florian

Hallo Florian
Im Gegensatz zu in letzter Zeit sehr sauber recherchierten medizinischen Geschichten in deutschen Krimis war dieser TATORT doch medizinisch einigermaßen wirr, um es mal freundlich auszudrücken.
Zuerst sollte man als Zuschauer auf die Morphin-Schiene gebracht werden (Morphin führt aber nicht zu Schmerzzuständen, die soll es ja gerade nehmen, sondern allenfalls zu temstillstand bei Überdosierung), dann wurde mit dem zur Zeit sehr beliebten Serotonin herumgeeiert. Das gipfelte in der Bemerkung von Peschen, zuviel Glück würde eben zu Schmerzen führen.
„Hätten Sie die Märchenstunde nicht etwas kleiner ansetzen können?“ möchte man da fast fragen.
Ich würde also dem Ganzen da medizinisch nicht wirklich weiter nachforschen wollen, dazu war es von hinten bis vorne zu unausgegoren und noch dazu - ethisch halbgar, pseudomoralisch und unausgegoren.
Gruß,
Branden

Hallo nochmals…

Im Gegensatz zu in letzter Zeit sehr sauber recherchierten
medizinischen Geschichten in deutschen Krimis war dieser
TATORT doch medizinisch einigermaßen wirr, um es mal
freundlich auszudrücken.

Das kann ich sicherlich nicht beurteilen, da mir das Fachwissen fehlt.

Zuerst sollte man als Zuschauer auf die Morphin-Schiene
gebracht werden (Morphin führt aber nicht zu Schmerzzuständen,
die soll es ja gerade nehmen, sondern allenfalls zu
temstillstand bei Überdosierung), dann wurde mit dem zur Zeit
sehr beliebten Serotonin herumgeeiert. Das gipfelte in der
Bemerkung von Peschen, zuviel Glück würde eben zu Schmerzen
führen.

Hieß das Medikament nicht Dolortonsin oder so ähnlich? Es war doch ein Medikament, welches bei Krebs-Patienten im Endstadium eingesetzt wird.

dazu war es von hinten bis vorne zu
unausgegoren und noch dazu - ethisch halbgar, pseudomoralisch
und unausgegoren.

Wieso? Kannst Du mir das bitte mal erklären? Was hat Deiner Meinung nach gefehlt? Oder was war falsch?
Sorry, aber ich habe da wirklich keine Ahnung. Mich interessiert es aber.

Gruß
Florian

Hallo Florian

Wieso? Kannst Du mir das bitte mal erklären? Was hat Deiner
Meinung nach gefehlt? Oder was war falsch?
Sorry, aber ich habe da wirklich keine Ahnung. Mich
interessiert es aber.

Wo soll man da anfangen? Einen Teil habe ich ja bereits (oben)
gesagt. Aber der ganze Film war von vorne bis hinten pseudo. Bestenfalls Kinderstunde. Nicht nur medizinisch, auch psychologisch gesehen.
Der Kriminalbeamte hat sich doch völlig absurd verhalten. Wenn einem so ein Typ wie Peschke ne höchtwahrscheinlich tödliche, mindestens aber gefährliche Spritze verpasst, dann würd ich dem doch mindestens ins Knie schießen und dann, wenn er nix sagt, weitermachen mit dem nächsten Knie usw. usf.
Bei dem ganzen Teil merkte man, dass da so ein völlig unrealistischer Drehbuch-Heini am WSer gewesen ist.
Zeitverschwendung, da länger drüber zu diskutieren.
Gruß,
Branden

Hieß das Medikament nicht Dolortonsin oder so ähnlich? Es war
doch ein Medikament, welches bei Krebs-Patienten im Endstadium
eingesetzt wird.

Hi,

das Mittel für Krebspatienten im Endstadium war das mit -itin am Ende (den Namen habe ich vergessen), das waren die Tabletten, die Peschen genommen hat und von denen Batic den Schnipsel im Klo gefunden hat.

Peschen hat Leitmeier Serotonin gespritzt, das ist ein Glückshormon oder sowas. Sich selbst hat er Morphium gespritzt. Als die bei diesem Medikamenten-Dealer waren, hat der doch gesagt, dass Peschen zuletzt 2 Dosen Morphium und eine große Dosis Serotonin gekauft hat (er vermutete doch, gegen seine Depressionen, weil er so krank ist). Die eine Dosis Morphium hat er für die alte Dame genommen und die andere für sich.

Also mir war von Anfang an klar, dass das, was er Leitmeier gespritzt hat, nicht tödlich sein würde, schließlich überleben die Guten immer. Aber den Film fand ich nicht schlecht, wenn auch sehr unrealistisch (nicht im Bezug auf die Zustände in Altenheimen, das mag schon teilweise so sein). Aber im TV muss ja nicht immer alles realistisch sein.

Gruß
Nelly

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Hallo,

ich habe das auch so verstanden, allerdings hätte er Leitmayr schon eine tödliche Injektion spritzen können und dann mit der 2. Spritze evtl. das Gegenmittel bereit halten können. Das Motiv war nämlich nicht sofort klar.
Ansonsten war der Tatort mal wieder super, vor allem wegen dem Thema schon sehr interessant ob nun medizinisch korrekt oder nicht. Über das Thema Sterbehilfe sollte sich die Politik mal Gedanken machen, aber die haben ja besseres zu tun. ähm… ich glaube ich schweife jetzt etwas ab.

Gruss
Tobi

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