Ich ärgere mich jetzt schon einige Tage über unvollständige Datensicherungen. Zur Sicherung setze ich einen DDS4-Streamer ein, dessen Tapes lt. Herstellerauskunft 20/40 GB speichern können.
Der zu sichernde Datenbestand beträgt ca 26 GB. Die Sicherung läuft über Nacht, so dass ich erst morgens kontrollieren kann. Umso ärgerlicher ist es, dass die Sicherung bei 96% (heute ausnahmsweise mal 99%) stehen bleibt und ein neues Band verlangt - was ich natürlich nachts nicht nachreichen kann
Kompression ist im Backupprogramm (Tapeware) bereits aktiviert. Umso mehr wundert mich, dass dennoch die 26 GB anscheinend nicht vollständig auf Band passen.
Wie darf ich dann die Angaben „40 GB komprimiert“ verstehen, wenn gerade mal 26 GB Nettoaufnahmekapazität existieren? Es sei angemerkt, dass von diesen 26GB bereits gut 20 GB als zip-Datei vorliegen (also bereits komprimiert sind).
Darf ich die komprimierte Kapazitätsangabe bei DDS-Tapes also getrost vergessen und mich ausschließlich auf die unkomprimierte Kapazitätsangabe verlassen???
Wie darf ich dann die Angaben „40 GB komprimiert“ verstehen,
wenn gerade mal 26 GB Nettoaufnahmekapazität existieren? Es
sei angemerkt, dass von diesen 26GB bereits gut 20 GB als
zip-Datei vorliegen (also bereits komprimiert sind).
Gezippte Dateien enthalten nur noch recht wenig Redundanz, die sich „rauskomprimieren“ ließe, deswegen sind sie nur sehr beschränkt komprimierbar. Die Angabe bezieht sich wahrscheinlich auf „Durchschnittsdaten“ (was auch immer das sein soll), mit denen offenbar (zumindest für Marketingleute) eine 50%ige Reduktion erreicht werden kann.
Die Angabe bezieht sich
wahrscheinlich auf „Durchschnittsdaten“ (was auch immer das
sein soll), mit denen offenbar (zumindest für Marketingleute)
eine 50%ige Reduktion erreicht werden kann.
Heißt also, dass ich mich nicht auf den höheren Wert bei den Kapazitätsangaben verlassen darf, sondern die Orienierung immer (!) an dem kleineren Wert gesetzt werden muss, weil der größere Wert mit einer in der Praxis nicht zu erzielenden Komprimierung errechnet wurde?! Oder hab ich das jetzt falsch verstanden?
Heißt also, dass ich mich nicht auf den höheren Wert bei den
Kapazitätsangaben verlassen darf, sondern die Orienierung
immer (!) an dem kleineren Wert gesetzt werden muss, weil der
größere Wert mit einer in der Praxis nicht zu erzielenden
Komprimierung errechnet wurde?! Oder hab ich das jetzt falsch
verstanden?
Bei einem 20/40GB-Tape ist das so:
Das Band kann formatiert 20GB an Daten speichern.
Bei eingeschalteter Kompression kann man im Durchschnitt (Ein Gemisch aus Programmen und Daten) dann 40GB auf die 20GB zusammenquetschen.
Wenn du deine Daten aber schon komprimiert sind (*.ZIP, *.RAR aber auch teilweise *.JPG) dann kann man diese nicht mehr weiter komprimieren, teilweise werden die Daten sogar wieder „aufgeblasen“.
Heißt also, dass ich mich nicht auf den höheren Wert bei den
Kapazitätsangaben verlassen darf,
Genau.
sondern die Orienierung
immer (!) an dem kleineren Wert gesetzt werden muss, weil der
größere Wert mit einer in der Praxis nicht zu erzielenden
Komprimierung errechnet wurde?!
Der größere Wert ist Kaffeesatzleserei. Er stimmt vielleicht im statistischen Mittel, aber auch da kommt es auf den Kompressionsalgorithmus an, den Deine Backup-Software verwendet.
Man kann in der Praxis durchaus Kompressionsfaktoren von 10 erreichen - bei bestimmten Dateien.
Mein persönlicher Rekord war seinerzeit ein Setup-Verzeichnis einer Shareware-Software, der von ca. 28 MB auf 560 KB runterkam. Sowas geht natürlich nur, wenn entsprechend verschwenderische Datenformate vorliegen.
Aber bereits gepackte Dateien lassen sich nunmal auch mit einem zweiten Algorithmus nicht mehr wesentlich verkleinern.
Heißt also, dass ich mich nicht auf den höheren Wert bei den
Kapazitätsangaben verlassen darf,
Genau.
ACK.
sondern die Orienierung
immer (!) an dem kleineren Wert gesetzt werden muss, weil der
größere Wert mit einer in der Praxis nicht zu erzielenden
Komprimierung errechnet wurde?!
Nun, wenn es ein beruhigendes Gefuehl fuer Dich haette, kannst Du beim naechsten Backup 80GB Nullen sichern…
Man kann in der Praxis durchaus Kompressionsfaktoren von 10
erreichen - bei bestimmten Dateien.
Mein persönlicher Rekord war seinerzeit ein Setup-Verzeichnis
einer Shareware-Software, der von ca. 28 MB auf 560 KB
runterkam.
Nicht direkt persoenlich, aber [1] komprimiert 16^6 Dateien a 4GB (==64PB!) auf ~41.3kB (Vorsicht: ist eigentlich eine DoS attack auf Virenscanner[2]). Persoenlich war das postscript meiner Diplomarbeit dazumal ~50MB, gepackt ~2MB (ein naerrischer Ketzer, wer daraus Schluesse auf den Inhalt zieht .
My 2cent,
Gruss vom Frank.
===footnotes===
[1] http://fgk.hanau.net/filebase/42.zip
[2] Einfach mal ueber das Wochenende im Uni-Verzeichnis (o. ae.) liegen lassen und schon mal drueber nachdenken, welche BBQ-Sauce ihr zu eurer Grillung mitnehmen wollt.
[2] Einfach mal ueber das Wochenende im Uni-Verzeichnis (o.
ae.) liegen lassen und schon mal drueber nachdenken, welche
BBQ-Sauce ihr zu eurer Grillung mitnehmen wollt.
Das ist eine nette Idee. Magst Du ihn mir 2 - 3 mal zuschicken? Unser Mailsystem verliert manmal Mails…
Meine dienstliche Adresse würde ich Dir dann auf anderem Wege zukommen lassen.
(Naja, keine Ahnung, ob das Zufall war, aber das letzte Mail war der Mailserver tot, nachdem ich eine ziemlich große PowerPoint-Datei durchgenudelt habe. Davor ging er noch…)
Die Idee mit der Datei in meinem persönlichen Verzeichnis beginnt mir richtig zu gefallen…