Taubheit Weisheitszahnziehen- Zahnarzt verklagen?

Hallo zusammen,

ich war am Samstag um 18 Uhr beim Zahnarzt Notdienst. Mein Weisheitszahn hatte geschmerzt… eigentlich dachte ich, dass ich nur eine Schmerztablette erhalte. Der Arzt meinte, er müsste mir unbedingt den Weisheitszahn ziehen. Allerdings hat er mich nicht über Risiken aufgeklärt und ich musste nichts unterschreiben.

Seitdem ist meine Unterlippe (teilweise) und mein rechter Unterkiefer betäubt. Zuerst dachte ich von der Spritze. Am Sonntag um 18 Uhr hatte ich noch einen Nachuntersuchungstermin beim Notdienstzahnarzt. Dort meinte er wörtlich: „oh es ist wirklich noch taub… also das bleibt auch, wenn es jetzt noch nicht weg ist“

Natürlich hatte ich einen wahnsinnigen Schock und bin am Montag gleich zu meinem „Hauszahnarzt“, dieser hat mich auch sofort zu einem Kieferchirugen überwiesen. Nun bleibt diese Taubheit wahrscheinlich ca. 6 Wochen bis 6 Monate. Der Chiruge ist zu 85%, dass die Taubheit wieder weggeht. Grund dafür war letztendlich, dass der Notarzt beim rausziehen zu sehr am Zahn gezogen hatte und der Nerv verletzt wurde.

Nun bin ich am überlegen, ob ich rechtlich etwas gegen den Notdienstarzt unternehen kann.

Ich hoffe, es kann mir jemand helfen. Vielen Dank!

Hallo,

wenn du GKV versichert bist, wende dich an deine Krankenkasse, da kannst du genaue Infos einholen

grüsse
dragonkidd

Hallo, also angenommen der Kollege hätte am Samstag Abend Dich aufgeklärt hätter er Dir 24h Zeit geben müssen um den Wisch zu Unterschreiben.
Die Schmerzen wären in der Zeit vermutlich stärker geworden, selbst mit Tabletten. Erst am Sonntag (wieder im Notdienst) wo vermutlich ein anderer Kollege Dienst gehabt hätte, hätte der Zahn gezogen werden können. Der andere Kollege hätte aber keine Lust auf die Arbeit gehabt und hätte Dir lediglich eine Spritze gegen die Schmerzen gegeben. Dies ist gängige praxis im Notdienst da man lediglich die Schmerzen nehmen muss aber nicht behandeln muss.
Also hättest Du spätestens am frühen Montag morgen wieder Schmerzen bekommen und hättest sehnsüchtig darauf gewrtet das der Hauszahnarzt um 8 oder 9 seine Praxis öffnet. Vorher noch schnell bei der Arbeit anrufen etc…
Der Hauszahnarzt hätte sich nicht getraut und Dich zum Kieferchirurgen überwiesen, der hätte Dich aufgeklärt und Dir den Wisch gegeben und Dich am nächsten Tag einbestellt, da man ja einen Nacht zwischen Aufklärung und Behandlung verstreichen lassen muss.
Da du keine Wahl gehabt hättest hättest Du natürlich Dir sowieso den Weisheitszahn ziehen lassen oder Du wärst mit dem kaputten Ding weiter rumgelaufen. Die Aufklärung wäre also im Prinzip nur Makulatur gewesen mit der sich der Kollege vor solchen Dingen schützen muss.
Der arme Kollege im Notdienst war aber nicht faul, er hat nicht so gehandelt wie die meisten anderen.
Er hat das getan was getan werden musste.
Er hat die Ursache beseitigt.
Ich hätte Dir nur ne Spritze gegeben, ein Antibiotikum und hätte weiter Fernsehn geschaut.
Du solltest Ihn bestrafen.
Zeig ihn an.
Gruss

Weswegen?
Hallo Anja!

Weswegen willst Du ihn denn verklagen? Dafür, dass er die Ursache Deiner Zahnschmerzen beseitigt hat? Die Begründung „…hat zu sehr am Zahn gezogen und dadurch den Nerv verletzt“ scheint mir irgendwie nicht logisch: Was hätte er denn sonst tun sollen? Zart am Zahn ziehen? Das faulende Ding drinlassen?

Jeder normal aufgeklärte Mensch weiß, dass Zahnziehen ein operativer Eingriff ist und somit Risiken bestehen. Dafür dann den Arzt verklagen zu wollen finde ich reichlich unangemessen.

Gute Besserung!
Lea

Hallo auch,

hättest du denn den Soforteingriff nicht machen lassen, wenn er dich über die Risiken aufgeklärt hätte?

Meinem Mann hat man auch gesagt, der Zahn ist verwachsen im Kiefer und sehr nahe beim Nerv - kann sein, dass das ganze Kiefer sein Leben lang taub bleibt. Die Alternative wäre gewesen - ein Leben lang Zahnweh und ein zerfaultes Gebiss wegen der hinteren, kaputten Zähne und und und.

Das soll jetzt aber nicht gemein klingen, tut mir leid für deine Situation und ich versteh natürlich deine Aufregung. Alles Gute!

LG Birgit

Hallo Anja,

Seitdem ist meine Unterlippe (teilweise) und mein rechter
Unterkiefer betäubt… also das bleibt auch, wenn es jetzt noch
nicht weg ist"

Es mag ja blöd klingen, aber man gewöhnt sich daran. Ich habe in der linken Unterlippe seit einer Weisheitszahn-OP kein Gefühl mehr und es stört mich überhaupt nicht. Ich muss nur daran denken, mir bei Geschäftsessen o.ä. permanent den Mund mit der Serviette abzuwischen, weil wenn da ein Tropfen hängt merke ich es ja nicht (sehr zur Belustigung meiner Tochter).

Ralph

Hallo Anja
es läuft ein Nervenstrang, Gesichtsnerven, im Unterkiefer und es kann sein, dass sich die Wurzeln der Zähne, insbesondere Weisheitszähne darin verwachsen haben.
Ein guter Zahnarzt erstellt ein Röntgenbild und sieht sich das an, und beim geringsten Risiko, das aufteten kann überweist er dich zum Kieferchirurgen.
Heutzutage einen Weisheitszahn einfach so zu reißen halte ich für ein nicht kalkulierbares Risiko.

Monika

Hallo zusammen,

ich war am Samstag um 18 Uhr beim Zahnarzt Notdienst. Mein
Weisheitszahn hatte geschmerzt… eigentlich dachte ich, dass
ich nur eine Schmerztablette erhalte. Der Arzt meinte, er
müsste mir unbedingt den Weisheitszahn ziehen. Allerdings hat
er mich nicht über Risiken aufgeklärt und ich musste nichts
unterschreiben.

Seitdem ist meine Unterlippe (teilweise) und mein rechter
Unterkiefer betäubt. Zuerst dachte ich von der Spritze. Am
Sonntag um 18 Uhr hatte ich noch einen Nachuntersuchungstermin
beim Notdienstzahnarzt. Dort meinte er wörtlich: „oh es ist
wirklich noch taub… also das bleibt auch, wenn es jetzt noch
nicht weg ist“

Natürlich hatte ich einen wahnsinnigen Schock und bin am
Montag gleich zu meinem „Hauszahnarzt“, dieser hat mich auch
sofort zu einem Kieferchirugen überwiesen. Nun bleibt diese
Taubheit wahrscheinlich ca. 6 Wochen bis 6 Monate. Der Chiruge
ist zu 85%, dass die Taubheit wieder weggeht. Grund dafür war
letztendlich, dass der Notarzt beim rausziehen zu sehr am Zahn
gezogen hatte und der Nerv verletzt wurde.

Nun bin ich am überlegen, ob ich rechtlich etwas gegen den
Notdienstarzt unternehen kann.

Ich hoffe, es kann mir jemand helfen. Vielen Dank!