Hallo Dirk!
Ups, da ist wohl einiges nicht so rübergekommen, wie ich es eigentlich ausdrücken wollte!
Aehm, wenn du der meinung bist, dass dein Kind ohne Gottes
Segen aufwachsen sollte, falls ihr es nicht tauefen lasst,
dann lasst es am besten gleich doppelt taufen! Haelt besser…
Na, übertreiben wollen wir es auch nicht. Aber wieso lässt man sein Kind denn sonst taufen?
Dafür sind wir auch einfach zu unwissend, vieles an Wissen
geht im Laufe der Zeit verloren.
Dann ist es eure Verantwortung euer Wissen mal wieder
aufzufrischen.
Klar kann ich viel auffrischen, aber ich habe nicht die Kompetenzen und das Wissen, wie es z.B. Religionslehrer und Geistliche haben.
Meiner Meinung nach kann ich als Elter wohl ergänzen, aber nicht ersetzen.
Dein Kind kann auch ohne Taufe in den Religionsunterricht
gehen. Das macht es sogar einfacher auch mal in den Unterricht
der anderen Konfession reinzuschnuppern und dann selbst den
unterricht auszuwaehlen, der es am meisten anspricht.
Ich denke nicht, dass ein Kind das unbedingt selbst kann. Also, das Abschätzen, welche Religion nun die richtige ist.
Zumindest aus meiner eigenen Kindheit gesehen. Da war es wichtig, welcher Lehrer unterrichtet hat, und welche Freunde da sassen. Was der Lehrer an Stoff vermittelt hat, war hächst zweitrangig.
Ich komm noch nicht so ganz mit. Weil das Kind getauft wird,
habt ihr weniger mit der Religioesen Erzihung am Hut? Was
denkt ihr, dass ihr es nicht so gut hinbekommt? Nur weil das
Kind getauft ist, wird es nciht von sich aus mit 6 Jahren
alleine Sonntags in die Kirche gehen.
Nein nein nein!
Ich habe nicht weniger damit am Hut, sondern kann mich auf ganz andere Dinge dabei konzentrieren, die einfach mehr in meinem Erfahrungsbereich liegen.
Ich denke, ich würde gewisse Dinge nicht so gut hinbekommen, weil mir deren Bedeutung z.B. nicht mehr so bewusst ist. Uff, mir fällt dazu kein richtiges Beispiel ein.
Ich kann meinem Kind viel erzählen, aber es gibt doch extra andere Personen, die einen in diesen Dingen unterstützen, weil man eben nicht alles so genau wissen kann.
Weniger Verantwortung habe ich deswegen bestimmt nicht, ich würde sogar sagen, eher mehr, weil jedes Wissen auch Fragen aufwirft, die dann vermutlich eher zu Hause nachgefragt werden. Diese dann „richtig“ zu beantworten, ist nicht so einfach.
Und letztendlich ist mein Glauben nicht unbedingt konform mit allem, was der Kirche wichtig oder bedeutend wäre, weil meine Lebenserfahrung mir zeigt, dass gewisse Dinge weniger wichtig sind oder andere wichtiger. In religiöser Hinsicht. Deswegen denke ich aber nicht, dass ich diese meinem Kind vorenthalten sollte. Er soll ja kein Abbild von mir werden, sondern ein eigenständiger Mensch.
Ich selbst wurde nicht von meinen Eltern getauft, und bin
ihnen sehr dankbar dafuer, dass sie mir damals diese
Entscheidung selbst ueberlassen haben und mich nicht
bevormundet haben.
Ich habe mich durch meine Taufe nie bevormundet gefühlt. Allerdings waren meine Eltern auch keine grossen Kirchengänger oder sonstwie religiös aktiv, vielleicht liegt es daran.
haben mich unterstuetzt bei der Auswahl zwischen evang.,
katholischen Religionsunterricht und Ethikunterricht, ich habe
insgesammt drei verschiedene Kinderkirchen besucht, war bei
verschiedenen Angeboten kirchlicher Jugendorganisationen
dabei, usw. usf.
Wenn man die Möglichkeiten dazu hat, ist das sicher prima. Aber das kann doch auch ein Kind, das getauft worden ist?
lassen moechte. Ich zumindest habe mich damals nicht wegen der
Geschenke auf die Konfimation gefreut - im Gegensatz zu ca.
80% der anderen Konfirmanten (die das alle natuerlich niemals
gegenueber ihren Eltern zugegeben haetten).
Das war bei uns nie ein Geheimnis, auch nicht den „Kirchenleuten“ gegenüber. Aber darum gehts ja auch nicht. Wenn jemand sich nur wegen Geld konfirmieren oder firmen lässt, ist sowieso was falsch gelaufen, finde ich. Dann ist der eigentliche Sinn nicht wirklich rübergekommen.
Schlussendlich denke ich, dass es weniger wichtig ist, welcher
Religion/Konfession man angehoert, sondern, dass man sich mit
dieser Religion auch identifzieren kann!
Eben, und ich denke, je mehr Menschen mein Kind auf seinem Lebensweg kennenlernt, die sich damit identifizieren, desto leichter wird es ihm auch fallen, das im Alltag anzunehmen. Ansonsten sind halt wir die religiösen Eltern und der Rest der Menschheit eher atheistisch, weil keiner darüber redet.
Aber das hat nun weniger nur mit der Taufe zu tun, da hast Du recht.
Kannst du das bei
deinem Kind garanieren, wenn du es taufen laest und dich
danach nicht weiter mit der Ethischen/Religioesen Erziehung
beschaeftigst, da das Kind ja schliesslich schon „katholisch“
ist? Was hat jemand davon, dass er evangelisch getauft ist,
aber nichts mit der Religion anfangen kann?
Ich will mein Kind nicht taufen lassen damit ich mich dann darauf ausruhen kann!
Ich dachte eigentlich, das wäre in meinem Ursprungsposting auch rübergekommen.
Wäre es mir egal, würde ich es da taufen lassen, wo alle getauft werden, und gut ist. Dann würde ich mir keine Gedanken machen, welche Religion es ist, sondern sagen, mein Mann soll entscheiden und fertig.
Es ist mir aber eben nicht egal, wie geschrieben soll mein Kind ja von dem Glauben, in dem wir es taufen lassen, etwas haben.
Und ich hatte ja auch geschrieben, dass mein Argument für die katholische Taufe eben ist, dass ich mich da besser auskenne. Wieso hätte ich das schreiben sollen, wenn ich das eh auf andere abwälzen will?
Natuerlich kannst du dir das Leben dadurch leichter machen,
wenn du jetzt schon deines Kindes Religion vorbestimmst, aber
machst du ihm damit wirklich eine Freude? Oder nur deinen
Eltern und Freunden?
Unsere Eltern, Verwandte, Freunde und sonstwer haben da absolut null Aktien drin. Die geht das so viel an wie die Namenswahl, nämlich schlichtweg gar nichts.
Ausser die Taufpaten, die natürlich das Kind auch in diese Richtung begleiten und bestärken sollen. Aber wir suchen nicht die Religion nach den Paten aus.
Wieso sollte ich meinem Kind schaden oder ihm eine Freude machen, wenn ich es taufen lasse? Es muss in der Kirche warten, wird kurz nass, und damit ist die Taufe für das Kind gegessen. Was wir dann daraus machen, ist doch viel entscheidender als der Akt an sich.
Zum Thema vorbestimmen…ich bestimme ja auch vor, dass es christlich erzogen wird. Und wenn ich meinem Kind Grundsätze mit auf den Weg geben will, bleibt es nicht aus, dass ich Dinge in seinem Leben vorbestimme. Das ist für mich nichts negatives. Negativ wird es, wenn ich es in Rahmen presse, in die es nicht passt.
Ich will ihm aber schon auf den Weg geben, was mir wichtig ist. Es soll eben nicht atheistisch aufwachsen, sondern von Anfang an sehen, dass Gott im Leben eine Rolle spielt.
Hätten meine Eltern das nicht gemacht, wäre ich jetzt garantiert Atheist. Ich habe als Kind die ganze normalen Dinge mitgemacht, die man in der Schule eben lernt. Danach war erstmal Ruhe. Ich hätte mich kaum irgendwann für die Kirche interessiert, hätte ich sie zu dem Zeitpunkt nicht schon gekannt.
Hoffe dir damit einige Hilfreiche Anstoesse gegeben zu haben
und dir entscheidung zu erleichtern.
Doch, Du hast mir auf jeden Fall geholfen, allerdings vermutlich eher in die gegensätzliche Richtung als die, die Du wolltest 
Wobei natürlich mein Mann eine genauso grosse Rolle spielt wie ich. Er hat die Antwortpostings noch nicht gelesen und denkt vielleicht ganz anders als ich. Aber dafür sind wir ja zu zweit, damit der Kleine letztendlich das Beste mit auf den Weg bekommt und nicht das, was einem gut gefällt 
Liebe Grüsse
Bine