Taufe - evangelisch oder katholisch?

hi fritz,

keine ahnung, was du damit machen sollst - was man halt mit postings so macht: lesen, ignorieren, beantworten…:smile:

Nun, ich habe das ganze Elend einer religiösen, einer streng
religiösen Erziehung genossen!

traurig für dich:frowning:, das meine ich ernst, denn ich weiß, was das heißen kann - und was diese verletzungen für störungen und wunden bewirken können. aber deshalb ist kirche nicht per se schlecht und religion und der Glaube an Gott nicht per se streng und/oder schlecht - (und nicht alles, was streng ist ist schlecht!) - die pauschalisierug nervt und verletzt auch andere, die anders glauben, denken und leben. darüber solltest du auch mal nachdenken. du musst ja nicht wie ein geschlagenes kind später weiterschlagen.

viele grüße,

barbara

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Nochmals, Barbara,

die pauschalisierug nervt

Das ist keine Pauschalierung! Und wenn es nervt, so ist es Recht.

und verletzt auch andere, die anders glauben, denken und leben.

Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern!

darüber solltest du auch mal nachdenken.

Darüber habe ich nachgedacht.

du musst ja nicht wie ein geschlagenes kind später weiterschlagen.

Das ist eine unzutreffende Charakterisierung.

Und ich habe noch nicht Nietzsche und Tilman Moser zitiert.

Viele Grüße,

Fritz

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remoin,

Das ist keine Pauschalierung! Und wenn es nervt, so ist es
Recht.

natürlich ist es eine Pauschalisierung:smile:. Du schließt von einigen Erfahrungen auf alle(s):smile:- und setzt deine Meinung als absolut, auch sprachlich. Ihr könnte ebenso viele Beispiele bringen, die andere Erfahrungen gemacht haben und das absolut setzen. Keine sehr sinnvolle Art zu argumentieren - was du ja auch nicht tust, du polemisierst (und zwar ziemlich penetrant bei diesem Thema - und dagegen wehre ich mich.

und verletzt auch andere, die anders glauben, denken und leben.

Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern!

alles klar. Na dann…

du musst ja nicht wie ein geschlagenes kind später weiterschlagen.

Das ist eine unzutreffende Charakterisierung.

meinst du…

Und ich habe noch nicht Nietzsche und Tilman Moser zitiert.

tu dir keinen Zwang an:smile:, wenn’s dich glücklich macht,

grüße,

barbara

Hallo Loussy,

Er findet es auch anmassend, dass der Papst als unfehlbarer
Vertreter Gottes auf der Erde Millionen Menschen sagt, was sie
zu tun haben.
Auch die Beichte findet er nicht gut, vor allem im Bezug auf
Kinder.

Ich möchte nur darauf hinweisen, dass sich Dein Mann im unschuldigen Zustand der Unkenntnis bewegt. Mit Verlaub. Beichte gibt es auch in der ev. Kirche (nur nicht als Sakrament), und was er über das Papstamt sagt, ist schlicht falsch.

Also das sind keine Argumente. Was sagen denn Eure jeweiligen Pfarrer?
Andreas

Hallo datafox!

Nein, also enttäuschen würde unser Kind damit bestimmt keinen *lächel*

Denn es ist sein Leben, er muss damit zurechtkommen, und wenn er es für sich als sinnvoll hält, genau diese Religion zu wählen, dann wird er dafür seine Gründe haben. Und die respektieren wir natürlich.
Zumal wir beide nicht soooo sehr unserem Glauben anhängen, dass nur die eigene Religionszugehörigkeit als richtig angesehen wird.

Das natürlich gesetzt dem eher unwahrscheinlichen Fall, dass er gar nicht getauft wird.

Genauso wäre es, wenn er aus der Kirche austreten wollte oder konvertiert. Er wird sich damit auseinandergesetzt haben, und dann ist das auch ok.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Hallo Andreas!

Ich möchte nur darauf hinweisen, dass sich Dein Mann im
unschuldigen Zustand der Unkenntnis bewegt. Mit Verlaub.

Das mag sein, es ist aber sein Gefühl im Zusammenhang mit der katholischen Kirche. Und das spielt eine weitaus grössere Rolle als die Fakten, denke ich.

Beichte gibt es auch in der ev. Kirche (nur nicht als
Sakrament), und was er über das Papstamt sagt, ist schlicht
falsch.

Er findet ja gerade den „Zwang“ zur Beichte als nicht in Ordnung. Wenn man das Bedürfnis hat, zu beichten, ginge das ja auch in persönlicher Zwiesprache mit Gott, ohne dass ein Geistlicher dazwischengeschaltet wird (ich kann im Moment nur in etwa zitieren, mein Mann ist gerade nicht greifbar).
Wobei ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen muss, dass sich beichten weitaus schlimmer anhört als es ist :wink:

Inwiefern ist denn die Aussage über das Papstamt falsch?

Also das sind keine Argumente. Was sagen denn Eure jeweiligen
Pfarrer?

Die haben wir bislang noch nicht konsultiert. Das wird der nächste Schritt sein, wobei wir ja noch etwas Zeit haben, der Kleine kommt erst Ende Oktober zur Welt. Es geistert nur immer wieder durch unsere Gedanken, weil es für uns doch etwas wichtiges ist.

Viele Dank für Deine Antwort!

Liebe Grüsse
Bine

Pro Taufe
Hallo Sibylle!

Die Lösung käme für uns als letzte in Frage. Uns ist wichtig, dass das „Gör“ mit Gottes Segen aufwächst und nicht nur durch uns von der Kirche erfährt.
Dafür sind wir auch einfach zu unwissend, vieles an Wissen geht im Laufe der Zeit verloren.
Zumindest in meiner Kindheit war es auch so, dass wir im Religionsunterricht die Kirche besucht haben und dadurch hautnah erfahren konnten. Wir wurden durch die Lehrer vorher darauf vorbereitet, was dort alles passieren wird, wer welche Funktion erfüllt, wie man sich in der Kirche verhält, warum was gemacht wird.
Ich bezweifle, dass wir als Eltern das so gut hinbekämen. Ich verbinde mit meiner Taufkirche immernoch sehr angenehme Erfahrungen. Dort kenne ich mich aus, weil ich über die Jahre hinweg immer wieder mit ihr verbunden war.

Und letztendlich ist es auch eine Gefühlssache. Ich verbinde die Taufe mit einer Aufnahme in eine Gesellschaft, die Halt gibt. Und noch viel mehr, es fällt mir nur schwer, das in Worte zu fassen. Die Taufe bedeutet eine gewissen Geborgenheit für mich.

Liebe Grüsse
Bine

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Hallo!

Die Lösung käme für uns als letzte in Frage. Uns ist wichtig,
dass das „Gör“ mit Gottes Segen aufwächst und nicht nur durch
uns von der Kirche erfährt.

Aehm, wenn du der meinung bist, dass dein Kind ohne Gottes Segen aufwachsen sollte, falls ihr es nicht tauefen lasst, dann lasst es am besten gleich doppelt taufen! Haelt besser…

Dafür sind wir auch einfach zu unwissend, vieles an Wissen
geht im Laufe der Zeit verloren.

Dann ist es eure Verantwortung euer Wissen mal wieder aufzufrischen.

Zumindest in meiner Kindheit war es auch so, dass wir im
Religionsunterricht die Kirche besucht haben und dadurch
hautnah erfahren konnten. Wir wurden durch die Lehrer vorher
darauf vorbereitet, was dort alles passieren wird, wer welche
Funktion erfüllt, wie man sich in der Kirche verhält, warum
was gemacht wird.

Dein Kind kann auch ohne Taufe in den Religionsunterricht gehen. Das macht es sogar einfacher auch mal in den Unterricht der anderen Konfession reinzuschnuppern und dann selbst den unterricht auszuwaehlen, der es am meisten anspricht.

Ich bezweifle, dass wir als Eltern das so gut hinbekämen. Ich
verbinde mit meiner Taufkirche immernoch sehr angenehme
Erfahrungen. Dort kenne ich mich aus, weil ich über die Jahre
hinweg immer wieder mit ihr verbunden war.

Ich komm noch nicht so ganz mit. Weil das Kind getauft wird, habt ihr weniger mit der Religioesen Erzihung am Hut? Was denkt ihr, dass ihr es nicht so gut hinbekommt? Nur weil das Kind getauft ist, wird es nciht von sich aus mit 6 Jahren alleine Sonntags in die Kirche gehen.

Und letztendlich ist es auch eine Gefühlssache. Ich verbinde
die Taufe mit einer Aufnahme in eine Gesellschaft, die Halt
gibt. Und noch viel mehr, es fällt mir nur schwer, das in
Worte zu fassen. Die Taufe bedeutet eine gewissen
Geborgenheit für mich.

Klar, das kann ich verstehen.
Ich selbst wurde nicht von meinen Eltern getauft, und bin ihnen sehr dankbar dafuer, dass sie mir damals diese Entscheidung selbst ueberlassen haben und mich nicht bevormundet haben. Sie haben mich im Gegenzug aber ‚Christlich‘ erzogen und mir die Moeglichkeiten geboten mich mit den verschiedensten Religionen auseinander zu setzen. Sie haben mich unterstuetzt bei der Auswahl zwischen evang., katholischen Religionsunterricht und Ethikunterricht, ich habe insgesammt drei verschiedene Kinderkirchen besucht, war bei verschiedenen Angeboten kirchlicher Jugendorganisationen dabei, usw. usf. Schlussendlich habe ich selbst mit ca. 13 oder 14 entschieden, dass ich mich Taufen und Konfimiren lassen moechte. Ich zumindest habe mich damals nicht wegen der Geschenke auf die Konfimation gefreut - im Gegensatz zu ca. 80% der anderen Konfirmanten (die das alle natuerlich niemals gegenueber ihren Eltern zugegeben haetten).
Schlussendlich denke ich, dass es weniger wichtig ist, welcher Religion/Konfession man angehoert, sondern, dass man sich mit dieser Religion auch identifzieren kann! Kannst du das bei deinem Kind garanieren, wenn du es taufen laest und dich danach nicht weiter mit der Ethischen/Religioesen Erziehung beschaeftigst, da das Kind ja schliesslich schon „katholisch“ ist? Was hat jemand davon, dass er evangelisch getauft ist, aber nichts mit der Religion anfangen kann?
Natuerlich kannst du dir das Leben dadurch leichter machen, wenn du jetzt schon deines Kindes Religion vorbestimmst, aber machst du ihm damit wirklich eine Freude? Oder nur deinen Eltern und Freunden?

Hoffe dir damit einige Hilfreiche Anstoesse gegeben zu haben und dir entscheidung zu erleichtern.

Liebe Grüsse

Dir auch

Bine

Dirk

ps. ich kenne einige andere Menschen, die nicht getauft wurden, sondern sich ihre Religion von Anfang an selbst ausgewaehlt habe. Keiner von ihnen hat seinen Eltern Vorwuerfe deswegen gemacht - im Gegenteil!

Hallo Dirk!

Ups, da ist wohl einiges nicht so rübergekommen, wie ich es eigentlich ausdrücken wollte!

Aehm, wenn du der meinung bist, dass dein Kind ohne Gottes
Segen aufwachsen sollte, falls ihr es nicht tauefen lasst,
dann lasst es am besten gleich doppelt taufen! Haelt besser…

Na, übertreiben wollen wir es auch nicht. Aber wieso lässt man sein Kind denn sonst taufen?

Dafür sind wir auch einfach zu unwissend, vieles an Wissen
geht im Laufe der Zeit verloren.

Dann ist es eure Verantwortung euer Wissen mal wieder
aufzufrischen.

Klar kann ich viel auffrischen, aber ich habe nicht die Kompetenzen und das Wissen, wie es z.B. Religionslehrer und Geistliche haben.
Meiner Meinung nach kann ich als Elter wohl ergänzen, aber nicht ersetzen.

Dein Kind kann auch ohne Taufe in den Religionsunterricht
gehen. Das macht es sogar einfacher auch mal in den Unterricht
der anderen Konfession reinzuschnuppern und dann selbst den
unterricht auszuwaehlen, der es am meisten anspricht.

Ich denke nicht, dass ein Kind das unbedingt selbst kann. Also, das Abschätzen, welche Religion nun die richtige ist.
Zumindest aus meiner eigenen Kindheit gesehen. Da war es wichtig, welcher Lehrer unterrichtet hat, und welche Freunde da sassen. Was der Lehrer an Stoff vermittelt hat, war hächst zweitrangig.

Ich komm noch nicht so ganz mit. Weil das Kind getauft wird,
habt ihr weniger mit der Religioesen Erzihung am Hut? Was
denkt ihr, dass ihr es nicht so gut hinbekommt? Nur weil das
Kind getauft ist, wird es nciht von sich aus mit 6 Jahren
alleine Sonntags in die Kirche gehen.

Nein nein nein!
Ich habe nicht weniger damit am Hut, sondern kann mich auf ganz andere Dinge dabei konzentrieren, die einfach mehr in meinem Erfahrungsbereich liegen.
Ich denke, ich würde gewisse Dinge nicht so gut hinbekommen, weil mir deren Bedeutung z.B. nicht mehr so bewusst ist. Uff, mir fällt dazu kein richtiges Beispiel ein.
Ich kann meinem Kind viel erzählen, aber es gibt doch extra andere Personen, die einen in diesen Dingen unterstützen, weil man eben nicht alles so genau wissen kann.
Weniger Verantwortung habe ich deswegen bestimmt nicht, ich würde sogar sagen, eher mehr, weil jedes Wissen auch Fragen aufwirft, die dann vermutlich eher zu Hause nachgefragt werden. Diese dann „richtig“ zu beantworten, ist nicht so einfach.
Und letztendlich ist mein Glauben nicht unbedingt konform mit allem, was der Kirche wichtig oder bedeutend wäre, weil meine Lebenserfahrung mir zeigt, dass gewisse Dinge weniger wichtig sind oder andere wichtiger. In religiöser Hinsicht. Deswegen denke ich aber nicht, dass ich diese meinem Kind vorenthalten sollte. Er soll ja kein Abbild von mir werden, sondern ein eigenständiger Mensch.

Ich selbst wurde nicht von meinen Eltern getauft, und bin
ihnen sehr dankbar dafuer, dass sie mir damals diese
Entscheidung selbst ueberlassen haben und mich nicht
bevormundet haben.

Ich habe mich durch meine Taufe nie bevormundet gefühlt. Allerdings waren meine Eltern auch keine grossen Kirchengänger oder sonstwie religiös aktiv, vielleicht liegt es daran.

haben mich unterstuetzt bei der Auswahl zwischen evang.,
katholischen Religionsunterricht und Ethikunterricht, ich habe
insgesammt drei verschiedene Kinderkirchen besucht, war bei
verschiedenen Angeboten kirchlicher Jugendorganisationen
dabei, usw. usf.

Wenn man die Möglichkeiten dazu hat, ist das sicher prima. Aber das kann doch auch ein Kind, das getauft worden ist?

lassen moechte. Ich zumindest habe mich damals nicht wegen der
Geschenke auf die Konfimation gefreut - im Gegensatz zu ca.
80% der anderen Konfirmanten (die das alle natuerlich niemals
gegenueber ihren Eltern zugegeben haetten).

Das war bei uns nie ein Geheimnis, auch nicht den „Kirchenleuten“ gegenüber. Aber darum gehts ja auch nicht. Wenn jemand sich nur wegen Geld konfirmieren oder firmen lässt, ist sowieso was falsch gelaufen, finde ich. Dann ist der eigentliche Sinn nicht wirklich rübergekommen.

Schlussendlich denke ich, dass es weniger wichtig ist, welcher
Religion/Konfession man angehoert, sondern, dass man sich mit
dieser Religion auch identifzieren kann!

Eben, und ich denke, je mehr Menschen mein Kind auf seinem Lebensweg kennenlernt, die sich damit identifizieren, desto leichter wird es ihm auch fallen, das im Alltag anzunehmen. Ansonsten sind halt wir die religiösen Eltern und der Rest der Menschheit eher atheistisch, weil keiner darüber redet.
Aber das hat nun weniger nur mit der Taufe zu tun, da hast Du recht.

Kannst du das bei

deinem Kind garanieren, wenn du es taufen laest und dich
danach nicht weiter mit der Ethischen/Religioesen Erziehung
beschaeftigst, da das Kind ja schliesslich schon „katholisch“
ist? Was hat jemand davon, dass er evangelisch getauft ist,
aber nichts mit der Religion anfangen kann?

Ich will mein Kind nicht taufen lassen damit ich mich dann darauf ausruhen kann!
Ich dachte eigentlich, das wäre in meinem Ursprungsposting auch rübergekommen.
Wäre es mir egal, würde ich es da taufen lassen, wo alle getauft werden, und gut ist. Dann würde ich mir keine Gedanken machen, welche Religion es ist, sondern sagen, mein Mann soll entscheiden und fertig.
Es ist mir aber eben nicht egal, wie geschrieben soll mein Kind ja von dem Glauben, in dem wir es taufen lassen, etwas haben.
Und ich hatte ja auch geschrieben, dass mein Argument für die katholische Taufe eben ist, dass ich mich da besser auskenne. Wieso hätte ich das schreiben sollen, wenn ich das eh auf andere abwälzen will?

Natuerlich kannst du dir das Leben dadurch leichter machen,
wenn du jetzt schon deines Kindes Religion vorbestimmst, aber
machst du ihm damit wirklich eine Freude? Oder nur deinen
Eltern und Freunden?

Unsere Eltern, Verwandte, Freunde und sonstwer haben da absolut null Aktien drin. Die geht das so viel an wie die Namenswahl, nämlich schlichtweg gar nichts.
Ausser die Taufpaten, die natürlich das Kind auch in diese Richtung begleiten und bestärken sollen. Aber wir suchen nicht die Religion nach den Paten aus.
Wieso sollte ich meinem Kind schaden oder ihm eine Freude machen, wenn ich es taufen lasse? Es muss in der Kirche warten, wird kurz nass, und damit ist die Taufe für das Kind gegessen. Was wir dann daraus machen, ist doch viel entscheidender als der Akt an sich.
Zum Thema vorbestimmen…ich bestimme ja auch vor, dass es christlich erzogen wird. Und wenn ich meinem Kind Grundsätze mit auf den Weg geben will, bleibt es nicht aus, dass ich Dinge in seinem Leben vorbestimme. Das ist für mich nichts negatives. Negativ wird es, wenn ich es in Rahmen presse, in die es nicht passt.
Ich will ihm aber schon auf den Weg geben, was mir wichtig ist. Es soll eben nicht atheistisch aufwachsen, sondern von Anfang an sehen, dass Gott im Leben eine Rolle spielt.
Hätten meine Eltern das nicht gemacht, wäre ich jetzt garantiert Atheist. Ich habe als Kind die ganze normalen Dinge mitgemacht, die man in der Schule eben lernt. Danach war erstmal Ruhe. Ich hätte mich kaum irgendwann für die Kirche interessiert, hätte ich sie zu dem Zeitpunkt nicht schon gekannt.

Hoffe dir damit einige Hilfreiche Anstoesse gegeben zu haben
und dir entscheidung zu erleichtern.

Doch, Du hast mir auf jeden Fall geholfen, allerdings vermutlich eher in die gegensätzliche Richtung als die, die Du wolltest :wink:
Wobei natürlich mein Mann eine genauso grosse Rolle spielt wie ich. Er hat die Antwortpostings noch nicht gelesen und denkt vielleicht ganz anders als ich. Aber dafür sind wir ja zu zweit, damit der Kleine letztendlich das Beste mit auf den Weg bekommt und nicht das, was einem gut gefällt :smile:

Liebe Grüsse
Bine

Unfehlbarkeit
Hallo Bine,

„Er findet es auch anmassend, dass der Papst als unfehlbarer Vertreter Gottes auf der Erde Millionen Menschen sagt, was sie zu tun haben.“

Vorgesetzter mit Anspruch auf Gehorsam ist der Papst zunächst einmal nur den Geistlichen. Was die Unfehlbarkeit betrifft, machen sich die meisten (auch Katholiken) zu heftige Vorstellungen davon.

Wenn der Papst „ex kathedra“ ,d.h. vom (Bischofs)Stuhl ein Dogma verkündet, so geht dem ein langwieriges Verfahren der Meinungsfindung voraus; ähnlich einer Heiligsprechung. Er muss sozusagen die ganze Kirche zum dem Thema hören. Unfehlbar heißt also nicht, dass der Papst immer recht hat („Hiermit verkünde ich die Lottozahlen vom nächsten Wochenende…“). Tatsächlich hat es erst einmal ein Dogma gegeben, dass mit dem Anspruch auf Unfehlbarkeit verkündet wurde: die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel.

Genaugenommen ist er auch nicht Stellvertreter Gottes, sondern Christi. Und das meint auch nicht Gottgleichheit, sondern bezieht sich auf die apostolische Nachfolge seit Petrus, der in diesem Sinne der erste Stellvertreter war.

Jedenfalls, und darauf kommt es an, ist jeder Christ nur seinem Gewissen verpflichtet. Die Kirche kann ihm nur zur Bildung und Erforschung desselben zur Seite stehen.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: wie habt Ihr denn geheiratet?

Gruß,
Andreas

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Hallo Andreas!

Danke für Deine Antwort, sie hat mir einiges klarar dargestellt!

Jedenfalls, und darauf kommt es an, ist jeder Christ nur
seinem Gewissen verpflichtet. Die Kirche kann ihm nur zur
Bildung und Erforschung desselben zur Seite stehen.

Danke, dieser Satz erleichtert mir die ganze Wahl immens. Er relativiert viel von dem absolutistischen, was man sonst von bzw. über die Kirche hört.
Es ist im Grunde auch meine innere Einstellung.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: wie habt Ihr denn
geheiratet?

Wenn Du meinst, in welcher Kirche, dann siehe mein Ursprungsposting. Wir haben evangelisch geheiratet, aber mit katholischem Beistand.
Ich kann noch nichtmal sagen, weswegen uns das so wichtig, aber es hat die ganze kirchliche Hochzeit in ihrer Bedeutung bzw. Wirkung stark angehoben.
Oder hast Du mit Deiner Frage etwas anderes gemeint?

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Dankende Absage
Es ist mir nicht wert, hier auszudiskutieren, wer nervt und penetrant ist.

natürlich ist es eine Pauschalisierung:smile:. Du schließt von
einigen Erfahrungen auf alle(s):smile:

Einige? Das ist doch etwas untertrieben! „Viele, sehr viele, unendliche viele Beispiele“ wäre eine treffendere Beschreibung.

und setzt deine Meinung als absolut, auch sprachlich.

Ich stelle fest, dass es diese unendliche vielen Beispiele gibt!
Wenn das „absolut setzen“ ist, dann bitte.

Ihr könnte ebenso viele
Beispiele bringen, die andere Erfahrungen gemacht haben und
das absolut setzen.

Das tust du doch auch, nur dass du die Beispiele auslässt.

Keine sehr sinnvolle Art zu argumentieren

  • was du ja auch nicht tust, du polemisierst (und zwar
    ziemlich penetrant bei diesem Thema - und dagegen wehre ich
    mich.

Nur zu! Du aber bist es, die die Wörter „polemisieren“ und „penetrant“ verwendet. DU empfindest das so.

und verletzt auch andere, die anders glauben, denken und leben.

Ich habe noch keinem, der hier liest und schreibt, seine Religionsausübung bestritten, so albern sie auch sein mag, keinen persönich beleidigt, so sehr es mich bisweilen jückt, sondern auf Mängel und Fehler der Religionsgemeinschaften hingewiesen, die jedem bekannt sind, der nicht mit Bretten rechts, links, oberhalb, unterhalb und vor den Augen durch die Welt geht!

Und bei der Ausgangsäußerung hier in diesem Falle habe ich eine einseitige Kritik an der katholischen Kirche ins Lot gerückt, indem ich auf mindestens ebenso gravierende Mängel der evangelischen Kirche hinwies. Der evangelsichen Kirche! Der Institution und ihrer Funktionäre!

Du hast daraus einen Kreuzug gegen Protestanten, also gegen Personen, gemacht, will sagen, du hast in meine Äußerungen etwas hineingelesen, um mal wieder was gegen jemanden angehen zu können.
Oder weshalb sonst?
Oder hast du bloß nicht exakt gelesen?

Wenn man durch Fakten, die nicht zu bestreiten sind, verletzt wird, ist das nicht die Schuld dessen, der die Fakten nennt.

Wer mit der Fackel der Wahrheit durch die Menge geht, kann nicht verhindern, dass manche Bart- und Kopfhaare versengt werden. Sagt glaube ich Lichtenberg.

Ich meine, du meinst und du meinst auch, dass du Recht hast. Auch das Recht, mir hier einen Maulkorb anzubieten.
Den lehne ich dankend ab.

Fritz

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dem Fackelträger der Wahrheit traue ich mich…
… zu widersprechen - wenn du dich so siehst, ist eh alles gesagt.:smile:

grüßlis,

barbara

zu widersprechen …

Schön, aber versuche mir zu widersprechen!
Widerlege meine Argumente!
Zeige, dass ich der Inquisitor, der Ketzerverfolger, der Zensor und Meinungsunterdrücker bin!

Also wirklich, Barbara,

das ist billig, mein Zitat als Selbstbeschreibung und Anspruch zu verzeichnen und mich dadurch lächerlich zu machen oder es wenigstens zu versuchen. Diese Art, sachliche Diskussionen auf persönliche Vor- und Nachlieben, frühkindliche Verletzungen, neurotische Reaktionen zu reduzieren, ist noch billiger!

Und danach ist nun wirklich nichts mehr zu sagen.

Fritz

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Hoffe dir damit einige Hilfreiche Anstoesse gegeben zu haben
und dir entscheidung zu erleichtern.

Doch, Du hast mir auf jeden Fall geholfen, allerdings
vermutlich eher in die gegensätzliche Richtung als die, die Du
wolltest :wink:

Ich wollte mit meinem Schreiben nur meine Gedanken zu diesem Thema kund tun und dir einfach noch eine andere Sichtweise zeigen.
Egal ob du dein kind taufen laesst oder nicht, du musst mit der Entscheidung gluecklich sein und sie vertreten koennen. Das ist am wichtigsten, und schon deshalb, dass ihr euch so intensiv damit beschaeftigt, glaube ich, ihr werdet die richitge Entscheidung fuer euch treffen!

Aber bis zur Taufe ist’s ja noch ne Weile hin, deshalb erstmal viel Glueck bis dahin!
Gruss
Dirk

Hallo Bine,

so wie ich das sehe, hast du ja schon sehr viele hilfreiche Antworten bekommen. Ich bin mir sicher, dass ihr die richtige Entscheidung für euer Kind treffen werdet. Obwohl ich denke, dass es wirklich nicht so sehr darauf ankommt wie ihr euer Kind taufen lasst. Und ob überhaupt. Wichtig ist, was ihr draus macht. Es wurde ja schon ein paarmal gesagt, dass man auch als nicht getaufter am Religionsunterricht u. ä. teilnehmen kann.

Ich bin katholisch und würde deswegen natürlich zur katholischen Taufe tendieren. Aber ich möchte ja objektiv antworten.

Objektiv würde ich sagen, schaut euch mal das Angebot für Kinder und Jugendliche in euerer Gegend an. Du schreibst, dass die weitere Umgebung haupsächlich katholisch ist, aber euer Ort in dem ihr lebt, überwiegend evangelisch. Schaut euch mal um wer mehr anbietet. Bei uns gibts z. B. schon seit einiger Zeit alle paar Wochen einen Wortgottesdienst für Kinder von 3-6 Jahren. Mir hätte sowas bestimmt gefallen, hätte es das zu meiner Zeit schon gegeben. Jetzt bin ich in der katholischen Landjugend. Diese Gemeinschaft gibt mir auch einen gewissen halt. Wenn ich evangelisch wäre, hätte ich bei uns im Ort keinerlei solche Angebote und in der nächsten Kleinstadt wohl auch nicht gerade viel.

Wenn ihr euch jetzt dafür entscheidet, euer Kind z. B. evangelisch taufen zu lassen, weil es da bei euch mehr Angebote gibt. Und später, wenn euer Sohn älter wird, ziehen die Katholiken nach. Dann kann er ja da zusätzlich hingehen. Wenn er Lust hat. Einfach mal unverbindlich vorbeischauen.

Ach ja, nochwas fällt mir ein. Wenn ihr euch für eine evangelische Taufe entscheidet, sollte dein Mann auf jeden Fall den entscheidenden Beitrag zu religiösen Erziehung leisten. Ich fände es schon seltsam wenn du als Katholikin versuchen würdest, den evangelischen Glauben zu vermitteln. Auch bei euerm Kind würde das wohl nicht sehr glaubwürdig ankommen.

Gruß
Michaela

Eheschließung
Hallo Bine,

Danke für Deine Antwort, sie hat mir einiges klarar
dargestellt!

O, welch Kompliment. Ich danke.

Danke, dieser Satz erleichtert mir die ganze Wahl immens. Er
relativiert viel von dem absolutistischen, was man sonst von
bzw. über die Kirche hört.

Das „Absolutische“ kommt uns im Westen so vor, weil die Kirche eben klar ihren Weg geht, was ja in der Politik oder Wirtschaft kaum möglich ist. Aber genau deswegen ist sie andererseits auch hilfreich, wenn man nach etwas Beständigem sucht.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: wie habt Ihr denn
geheiratet?

Wenn Du meinst, in welcher Kirche, dann siehe mein
Ursprungsposting. Wir haben evangelisch geheiratet, aber mit
katholischem Beistand.
Ich kann noch nichtmal sagen, weswegen uns das so wichtig,
aber es hat die ganze kirchliche Hochzeit in ihrer Bedeutung
bzw. Wirkung stark angehoben.
Oder hast Du mit Deiner Frage etwas anderes gemeint?

Ich wollte darauf hinaus, dass eine katholische Ehe katholische Kinder nach sich zieht; das verspricht das Brautpaar jedenfalls. Auf diese Art werden dem Protestantismus von Generation zu Generation Marktanteile abgenommen (kleiner Scherz).
In gewisser Weise ist die katholische Hochzeit noch „fester“; denn Scheidung wird gar nicht, und Annulierung unter sehr wenigen Ausnahmen zugelassen. Das sind die evangelischen Kirchen freizügiger.

Viele Grüße,
Andreas
(Ex-Westfale)