'Taufgeschenk'?

hallo ihr da draußen,

ich hab mal eine kleine Frage zum Thema Taufe. Und zwar lässt sich eine Freundin,im Alter von 26 Jahren, dies Jahr noch taufen. Alles schön und gut, nur mich will sie dabei haben, das ist der Haken :wink:. Jetzt würd ich gern wissen, welchen Wert ich dem ganzen beimessen soll und ob man da etwas mitnimmt für die betreffende,als Präsent oder ähnliches. Ich hoffe es kann mir einer von euch helfen…,vielen dank schon mal im voraus…

andre

Hallo Andre,

bist Du nur dabei oder bist Du die Patin? Als Begleiterin
hast Du keinerlei Verpflichtung. Als Taufgeschenk der Patin
für ein Kind wäre ein bleibender Wert, Goldmünze oder
Sparbuch, angemessen. Aber für eine erwachsene Frau?

Grüße
J.

Hallo Andre,

es gibt da eine Seite http://www.taufgeschenke.com/ mit ein paar Anregungen dazu.

Man sieht aber, dass die meisten dort vorgestellten Geschenke auf Kindstaufen abzielen, zumal es für viele Gäste der Tauffeier wohl mit einem Geburtsgeschenk zusammenfallen dürfte.

Ich würde Jakob zustimmen: nur wenn du Taufpate wärest, solltest du dich verpflichtet fühlen ein Geschenk zu machen, und auch da würde ich bei einer Erwachsenentaufe eher zu einem ideellen Geschenk raten, z.B. die Taufkerze zu stiften.
Als einfacher Gast würde ich kein Geschenk machen, oder allerhöchstens vielleicht irgendeinen Erinnerungsgegenstand religiösen Charakters - aber auch nur, wenn du dazu eine persönliche Beziehung hast.

Grüße
Wolfgang

ja ja, seht ihr. Gar nicht so einfach. Ich weiß allerdings nicht als was ich dort auftreten soll,als Gast oder Pate. Das wird sie mir dann schon noch hoffentlich vorher mitteilen. Wie siehts denn mit der Wertschätzung meinerseits aus, ist das was besonderes wenn man zu jemanden seiner Taufe geht und gar noch Pate wird? Klar ist das was besonders, aber was möchte sie mir damit sagen? Oder denk ich da jetzt zuviel Wert rein?

liebe grüße …,andre

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Taufe
Hallo Andre,

ja ja, seht ihr. Gar nicht so einfach. Ich weiß allerdings
nicht als was ich dort auftreten soll,als Gast oder Pate. Das
wird sie mir dann schon noch hoffentlich vorher mitteilen.

Also, wenn du bis jetzt nicht darauf angesprochen worden bist, ob du Pate sein willst, kannst du eigentlich getrost davon ausgehen, dass du es nicht sein wirst. Darum, einen Paten zu haben, kümmert man sich mit als erstes, wenn eine Taufe zu organisieren ist.

http://www.pfarre-gerasdorf.at/Sakramente/pate.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Pate

Wie
siehts denn mit der Wertschätzung meinerseits aus, ist das was
besonderes wenn man zu jemanden seiner Taufe geht und gar noch
Pate wird? Klar ist das was besonders, aber was möchte sie mir
damit sagen? Oder denk ich da jetzt zuviel Wert rein?

Ich denke schon, dass damit eine besondere Wertschätzung verbunden ist. Immerhin beginnt mit der Taufe sozusagen ein Leben als „neuer Mensch“, jedenfalls ein ganz neuer Lebensabschnitt als Christ. Wenn sie dich bei diesem Schritt dabeihaben will, dann zeigt das schon eine Wertschätzung dir gegenüber, die du ihr auch zurückspiegeln darfst und solltest, selbst wenn dir selbst die Taufe nichts bedeutet.

Anders gesagt: freue dich einfach, dass du bei diesem feierlichen Anlass dabei sein darfst, und zeige ihr das auch! Das ist viel wichtiger als ein Geschenk!

Allgemeines zur Taufe:

http://www.kirchenweb.at/sakramente/taufe/index.htm
http://www.oasis.at/reli/sakramente/taufe.htm
http://www.erzbistum-muenchen.de/EMF009/EMF000832.asp

Grüße
Wolfgang

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Lieber Andre,

in anderen Wortmeldungen wurde gefragt, ob Du Pate oder Gast sein würdest; aber das ist Dir offenbar selbst nicht ganz klar.

Nun weiß ich nicht, ob die Taufe in der evangelischen oder der katholischen Kirche stattfindet. In der württembergischen Landeskirche waren vor 32 Jahren (so lange bin ich da schon weg) bei einer Erwachsenentaufe keine Paten nötig, denn die Paten sollen sich ja mit den Eltern um die religiöse Erziehung der Kinder kümmern und dafür mit verantwortlich sein. Davon kann bei einem Erwachsenen aber keine Rede mehr sein.

Wie nahe die Beziehung zu Deiner Freundin/Bekannten ist, kannst nur Du allein beurteilen, aber allein die Tatsache, daß sie Dich eingeladen hat, zeigt, daß Deine Anwesenheit ihr wichtig ist. Nun kommt die nächste Frage, die nur Du beantworten kannst: ist die Taufe für Dich eine Zeremonie, die Dir selbst weiter nicht wichtig ist, oder freust Du Dich möglicherweise, daß ein Mensch sich in einem öffentlichen Akt zu Gott bekennt und sich seiner Lieber anvertraut? (Ich weiß, man kann das auch anders ausdrücken, aber ich schätze mal, Du verstehst, was ich meine.) In diesem letzteren Fall solltest Du Deine Freude dutrch ein persönliches Geschenk kundtun; die Taufkerze ist schon erwähnt worden - ich weiß freilich nicht, sie in allen evangelischen Kirchen Usus ist und ob sie bei einer Erwachsenentaufe angezündet wird -, denkbar wäre aber auch ein Gesangbuch (obwohl die Übung, zum Gottesdienst sein eigenes Gesangbuch mitzubringen, weithin ausgestorben ist), eine besondere Ausgabe der Bibel, ein Bild (möglicherweise, da Du in Schwaben wohnst, ein Holzschnitt von HAP Grieshaber). Deinem Erfindungsreichtum sind da keine Grenzen gesetzt, doch zuvor solltest Du die beiden Fragen bedenken, die nur Du beantworten kannst.

Gruß - Rolf

Servus Rolf,

Dank Dir für den Hinweis in diesem Zusammenhang auf HAP Grieshaber, der es (selber glaub ich nicht so arg gläubig, aber tief religiös) geschafft hat, im ausgehenden XX. Jahrhundert Engel plausibel bildnerisch darzustellen.

Ich glaube auch, dass es nicht ohne Absicht war, dass er seine Holzschnitte so hoch aufgelegt hat, dass sie einigermaßen bezahlbar bleiben.

Ein drittes dazu: Noch bei seiner Beerdigung war HAP Grieshaber ziemlich unbequem: Es war ein rechtes Sauwetter, wie es sich für den Albtrauf gehört. Der, wie das bei einem Honoratioren sein soll, von einigen Mannen der freiwilligen Feuerwehr von Hand per Strick hinuntergelassene Sarg rutschte ab und fuhr mit Schwung senkrecht in die Grube.

– Eine Art Schutzengel, mit eher spirituellem als materiellem Wert, und vor allem ohne Rücksicht auf das, was „man“ bei einem solchen Anlass macht, wird der Täufling sicher brauchen können.

In diesem Sinne

MM