Taufpate

Hallo Leute,

hoffentlich bion ich hier richtig.
Eine gute Freundin möchte, dass ich von Ihrem Sohn Taufpate (katholisch) werde.
Nun bin ich schon vor über 25 Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten.
Geht das dann überhaupt?
Wenn ja, wie?

Vielen Dank schon jetzt für eure zahlreichen Antworten sagt mogli

Hi Mogli,

meines wissens darfst Du kein Pate, im Sinne der kath. Kirche, werden. Du sollst ja das Patenkind im christlichen Sinne erziehen. …und wer nun mal nicht zahlt ist kein guter Christ (traurig aber wahr).

Ich hab aber bei Eheschließungen viele verschiedene Versionen gehört darum würde es mich bei Taufe interessieren falls ich falsch liege.

Gruß
Alex

Hi Alex,

danke erst mal für Deine Antwort.
Ich denke mal, es liegt auch ein wenig am Pfarrer.
Wie er so seine Möglichkeiten ausnutzt.

Gruß mogli

Eine gute Freundin möchte, dass ich von Ihrem Sohn Taufpate
(katholisch) werde.
Nun bin ich schon vor über 25 Jahren aus der evangelischen
Kirche ausgetreten.
Geht das dann überhaupt?

Hallo Mogli,
in einem Schreiben einer katholischen Gemeinde an Ausgetretene steht u.a.:
„Durch Ihre Entscheidung haben Sie manche Rechte aufgegeben, z.B.Tauf-oder Firmpate zu werden, die Sakramente der Kirche zu empfangen wie Kommunion, Bußsakrament, Ehe, usw…
Aber auch nach Ihrem Austritt bleibt die Gemeinschaft der Kirche für Sie offen. Sie sind und bleiben getauft und können auch am Gottesdienst teilnehmen.“

In manchen Pfarreien wird ein nichtkatholischer „Taufzeuge“ zugelassen, wenn ein katholischer Pate vorhanden ist, der auch ins Taufbuch eingetragen wird.

Gruß, Claudia

Die Antworten, die Du bekommen hast, bezogen sich auf die katholische Kirche. Und wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du eh nicht mit dieser affiliiert und würdest die Taufe wohl auch in der evg. Kirche durchführen.

Und da sieht die Welt ganz anders aus, da hat auch der Pfarrer viel mehr Entscheidungsfreiheit in derlei Dingen.

Auch interessant für den Pfarrer wäre es evtl. zu wissen, ob Du aufgrund von Glaubensdiffernzen, aufgrund von Unglauben oder einfach aufgrund der Kirchensteuer ausgetreten bist (ist hier im Forum egal): einige evangelische Pfarrer, die ich kenne, würden sich wohl ohne weiteres bereit erklären, einen gläubigen Christen als Paten zuzulassen, auch ohne daß er Mitglied der lutherischen Landeskirche ist.

Gruß,
Michael

hallo michael,

da hast du was falsch verstanden. Mogli ist oder war zwar evangelisch soll aber Pate einer kath. Taufe in einer kath. Kirche werden.

Gruß

Hi Mogli, hi Alex,

meines wissens darfst Du kein Pate, im Sinne der kath. Kirche,
werden.

stimmt nicht! Unsere beiden Jungs haben jeder einen Paten, der nicht in der Kirche ist. Es gab überhaupt keine Probleme.

Gandalf

Hallo mogli,

unsere Jungs haben beide je einen Taufpaten, die nicht in der Kirche sind. Überhaupt kein Problem.
Allerdings kann ich nicht sagen, ob das generell so ist, oder ob unser heiliger Mann im Dorf eher großzügig damit umgeht.

Gandalf

Aso.
Aber dann hätte es ihm je nachdem an wen er gerät nichtmal dann geholfen, wenn er überhaupt noch in der ev. Kirche geblieben wäre.

Dann hängt’s wirklich sehr stark davon ab, wie „nah“ der entsprechende Pfarrer an der offiziellen Politik der RK Kirche steht, ob er sich auf sowas einläßt.

Gruß,
Michael

hallo mogli,

hatte leider nicht die zeit, die anderen postings zu lesen.

ich selbst bin zweimal pate und seit meinem 18. lebensjahr aus der evangelischen kirche ausgetreten.

patenkind 1 ist meine nichte und es war mit der pastorin überhaupt kein problem, pate zu werden.

patenkind 2 ist das kind meines freundes, das ein sehr schweres down-syndrom hat. es stand auf der kippe, ob es überleben würde und wir haben auf der intensivstation eine nottaufe gemacht. der pfarrer hat sich gewunden wie ein aal: eigentlich geht das ja nicht, eigentlich kann ich das gar nicht machen, aber wegen der besonderen situation und ihrem nahen verhältnis zu den eltern…
so wurde ich auch bei diesem kind pate.

es scheint mir also eher vom ermessen des pastors ab zu hängen.

grüße
burkhard

Hallo Mogli,
hierzu ein Link, der recht ausführlich dieses „Amt“ beschreibt

http://www.net-lexikon.de/Taufpate.html

Gruß Balou S.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

patenkind 2 ist das kind meines freundes, das ein sehr
schweres down-syndrom hat. es stand auf der kippe, ob es
überleben würde und wir haben auf der intensivstation eine
nottaufe gemacht. der pfarrer hat sich gewunden wie ein aal:
eigentlich geht das ja nicht, eigentlich kann ich das gar
nicht machen, aber wegen der besonderen situation und ihrem
nahen verhältnis zu den eltern…
so wurde ich auch bei diesem kind pate.

Hallo Burkhard,

da hat sich aber der Pfarrer ganz schön verpeilt. Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche erkennen die Nottaufe an. Sämtliche Riten sind bei akuter Lebensgefahr nicht erforderlich. Man braucht weder geweihtes Wasser noch Taufpaten - noch nicht mal einen Geistlichen! Jeder (möglichst ein Christ, bei guter Absicht aber auch ein nicht Getaufter) kann die Nottaufe spenden. Dazu reicht es, sinngemäß die Formel „Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ zu sprechen. Damit ist der Täufling wie jedes „ordentlich“ in der Kirche getauftes Kind Mitglied der Gemeinde.

Früher war es üblich, daß Hebammen in kritischen Situationen Neugeborene nottauften. Im Regelfall wurde aber ein Taufgottesdienst nachträglich abgehalten, wobei die Nottaufe berücksichtigt wurde.

Hätte der Pfarrer sich wirklich geweigert, Dein Patenkind zu taufen, hätte das jeder der Anwesenden selbst tun können.

Meine persönliche Ansicht: Der Pfarrer hat seine ureigenste Pflicht als Seelsorger und Vertreter seine Kirche grob verletzt. Den Eltern, die um das Leben ihres Kindes bangen, solch eine unwürdige Diskussion aufzunötigen und die Nottaufe dann noch als Gnadenakt hinzustellen, finde ich das Allerletzte.

Gruß
mowei

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hallo mowei,

vielen dank für deine interessanten anmerkungen. letztendlich hat der pfarrer es ja auch gemacht. er hat sich nur in seinen inneren widersprüchen gewunden. für mich, der ich mit der kirche nichts am hut habe und in der patenschaft eher die soziale funktion sehe, für das kind im sinne der eltern da zu sein, wenn denen was zustoßen sollte, war das eher amüsant zu beobachten - wenn man mal von der angespannten situation auf der intensiv absieht. die taufe selbst war richtig anrührend, mit einem kerzchen in händen und dem kleinen wurm an den schläuchen…

liebe grüße
burkhard

Kann ja sein…
Hallo Gandalf

stimmt nicht! Unsere beiden Jungs haben jeder einen Paten, der
nicht in der Kirche ist. Es gab überhaupt keine Probleme.

…das kann ja sein, da hat der Pfarrer wohl ein Auge zugedrückt. Aber dem Sinn des Taufpaten, die Eltern in der christlichen Erziehung zu unterstützen, läuft das dann zuwider. Bei uns versprechen die Taufpaten und auch die Eltern vor Gott, dass sie das Kind christlich erziehen wollen.
Dass Paten nicht unbedingt in einer Kirche sein müssen, steht dem nicht entgegen. Aber das sind dann für mich keine Taufpaten, sondern besondere Personen im Leben des Kindes, die vielleicht eine ähnliche Funktion wie die Taufpaten ( nämlich u.a. eine freundliche Fürsorge für das Kind ) haben.
Taufpaten, die in einer Kirche versprechen, ein Kind christlich zu erziehen und selbst nicht einer Kirche angehören, heucheln ( finde ich! ) etwas, was nicht da ist.

Gruß
T

in einem prominenten Fall geht es
Hallo Leute,

hoffentlich bion ich hier richtig.
Eine gute Freundin möchte, dass ich von Ihrem Sohn Taufpate
(katholisch) werde.
Nun bin ich schon vor über 25 Jahren aus der evangelischen
Kirche ausgetreten.
Geht das dann überhaupt?
Wenn ja, wie?

Sollte gehen, jedenfalls ist ein Moslem kein Problem s. Linkhttp://www.lr-online.de/nachrichten/boulevard/747,475053.ht…

dabei die entscheidende Passage:
"Der Prinz Laurent hatte nach der Geburt erklärt, er wolle einen Muslim zum Taufpaten seines ersten Kindes machen. Die katholische Kirche hat keine Einwände, weil auch eine christliche Taufpatin vorgesehen ist. "

Tschuess Marco.

dabei die entscheidende Passage:

"Der Prinz Laurent hatte nach der Geburt erklärt, er wolle
einen Muslim zum Taufpaten seines ersten Kindes machen. Die
katholische Kirche hat keine Einwände, weil auch eine
christliche Taufpatin vorgesehen ist. "

Eben, es ist nämlich völlig wurscht, ob prominent oder Lieschen Müller, entscheidend ist, dass eine christliche Taufpatin vorgesehen ist, die im Taufbuch als Patin eingetragen wird. Alle anderen sind nur Statisten oder schmückendes Beiwerk, denn eine ökumenische Taufe gibt es nicht.
Gruß,
Claudia

hallo Mogli,
kommt immer auf den Pfarrer an.
Bei mir war´s in München kein Problem als Evangelischer der Taufpate eines katholischen Kindes zu sein.
Soll aber Pfarrer geben, die sich strickt weigern Taufpaten von Falsch- und Ungläubigen zu akzeptieren.
Grüße
Raimund

Hallo Gandalf!

Haben sie nur diesen Paten oder noch einen anderen auch?
Bei uns geht das nur in Vernindung mit einem „richtigen“ Paten. Ich glaub der „unechte“ wird Taufzeuge genannt.

Grüße Dusan
*dersichgeradefragtweralldieseRitualeerfundenhat*

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Hallo dusan,

Haben sie nur diesen Paten oder noch einen anderen auch?

bei unserem ersten ist ein Heide und ein falschgläubiger Pate. Beim zweiten ein Falschgläubiger und ein Kathole.

Allerdings:
Meine Frau und ich sind beide aus der Kirche ausgetreten und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte es gar keine Taufe gegeben. Aber es war der Herzenswunsch meiner Mutter, die Kinder taufen zu lassen.

Der Pfarrer kennt mich allerdings und wir hatten schon einige Diskussionen. Das Taufgespräch verlief aber in einer sehr entspannten Atmosphäre und wir einigten uns darauf, die Kinder im Geiste des Humanismus zu erziehen.

Allerdings ar es schon recht spaßig, die Miene der Dame zu sehen als sie die Personalien für die Taufe aufnahm:
Vater - konfessionslos (oups)
Mutter - dito (noch oupser)
Pate 1 - konfessionslos (eher schon greller Blick)
Pate 2 - evangelisch (umfassungring)

Aber es ging

Gandalf

einspruch!
hallo claudia,

wir sind das gegenbeispiel :smile:

mein mann ist evangelisch, ich bin katholisch, unsere beiden kinder sind ebenfalls katholisch getauft. einzige taufpatin war in beiden fällen die schwester meines mannes, die auch evangelischer konfession ist.

ich wollte ausdrücklich nur EINE patin, und es hat etwas gedauert, bis wir einen pfarrer gefunden haben, der bereit war „mitzuspielen“.
die taufe unserer tochter fand in der nähe von münchens statt, die unseres sohnes in landshut.

ich wußte gar nicht, daß das soooo was besonderes ist.

viele grüße,
miranda